Eishockey
Blue Devils einfach nicht gut

Sport
Weiden in der Oberpfalz
13.02.2016
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Die Blue Devils hatten sich in Bad Tölz viel vorgenommen, doch nach einem schwachen Auftritt gingen sie verdientermaßen leer aus. Bei den stark ersatzgeschwächten Gastgebern avancierte ein 19-jähriges Talent zum Matchwinner.

Bad Tölz. Markus Berwanger redete nicht lange um den heißen Brei herum. "Wir sind heute nicht richtig ins Laufen gekommen", sagte der Trainer der Blue Devils nach der 3:6 (1:2, 0:1, 2:3)-Niederlage beim EC Bad Tölz. "In vielen anderen Spielen, in denen wir nichts geholt haben, waren wir gut, hatten Pech oder mussten umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen hinnehmen. Aber heute waren wir einfach nicht gut!" Während die Blue Devils auf die verletzten Verteidiger Florin Ketterer und Ludwig Synowiec verzichten mussten, fehlten bei Bad Tölz Lubos Velebny, Pascal Sternkopf, Maximilian Hörmann, Stefan Mechel (alle verletzt), Christoph Fischhaber (gesperrt) sowie Tobias Eder und Julian Kornelli, die mit Junioren-Nationalmannschaften unterwegs waren.

Dafür war einer dabei, der in dieser Saison schon 22 DEL-Spiele für die Düsseldorfer EG bestritten hat: Förderlizenz-Spieler Maximilian Kammerer. Der 19-jährige Sohn des Tölzer Trainers Axel Kammerer bewies sein Talent mit drei Toren und zwei Vorlagen. "Tölz hat kein Feuerwerk abgebrannt, nur der erste Sturm hatte hohes Niveau", lobte Berwanger die Reihe mit Maximilian Kammerer, Klaus Kathan und Johannes Sedlmayr. Dabei hatte das Match für die Blue Devils, bei denen Veit Holzmann erstmals Verteidiger spielte, optimal begonnen. Schon nach 73 Sekunden gelang dem Kanadier Jacob Laliberte das 1:0 für den Tabellenachten. Doch die Führung gab keine Sicherheit. Vor allem offensiv lief im weiteren Spielverlauf nicht viel zusammen. Es machte sich auch deutlich bemerkbar, dass Stefan Ortolf und Jakub Wiecki nach ihren Verletzungen noch nicht bei 100 Prozent sind.

Die Löwen bekamen die Partie immer besser in den Griff und nach einem Doppelschlag führten sie mit 2:1. Maximilian Kammerer (16.) und Dominik Walleitner (17.) trafen innerhalb von 34 Sekunden. Die Blue Devils leisteten sich am Freitag auch zu viele Strafzeiten. Die ersten drei überstanden sie, beim vierten Powerplay erhöhte Thomas Schenkel (29.) auf 3:1.

Das Bemühen war den Gästen auch im Schlussabschnitt nicht abzusprechen, richtig Druck konnten sie aber nicht aufbauen. Auf der Gegenseite machten Maximilian Kammerer (50.) und Johannes Sedlmayr (53.) mit dem 4:1 und 5:1 alles klar. Die Weidener Treffer durch Marcel Waldowsky (55.) und Ralf Herbst (59.) waren nur Ergebniskosmetik. Den Schlusspunkt zum 6:3 setzte der überragende Kammerer (59.).

Am Sonntag spielfrei


Am Sonntag sind die Blue Devils spielfrei. Das nächste Match ist am Freitag, 19. Februar, beim EHC Klostersee. Zwei Tage später, am Sonntag, 21. Februar, steigt um 18.30 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena das Derby gegen die Selber Wölfe.
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