Eishockey
Blue Devils mit dem Rücken zur Wand

Sport
Weiden in der Oberpfalz
05.03.2016
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Packender Play-off-Kampf mit unglücklichem Ende für die Blue Devils: Die Weidener verloren am Freitag das erste Match der "Best-of-three"-Serie gegen den ERC Sonthofen mit 3:4 (1:2, 0:1, 2:0, 0:1) nach Verlängerung und stehen nun am Sonntag mit dem Rücken zur Wand. Hoffnung gibt, dass bei den Allgäuern zwei wichtige Spieler gesperrt sind.

Den Blue Devils droht in der Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale das Aus. Nach der Heimniederlage am Freitag müssen die Weidener am Sonntag (Beginn 18 Uhr) in Sonthofen gewinnen, um ein entscheidendes drittes Spiel am Dienstag, 8. März, in der Hans-Schröpf-Arena zu erzwingen. Bei einer Niederlage ist die Saison für die Oberpfälzer am Sonntag beendet.

Nach zwei schwachen Dritteln kämpften sich die Blue Devils im Schlussabschnitt zurück ins Match. Sie glichen den 1:3-Rückstand aus, doch in der Verlängerung sorgte der Sonthofener Maximilian Hadraschek für die Entscheidung. "In den Play-offs ist es egal, ob man 0:10 oder 3:4 nach Verlängerung verliert. Aber jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Am Sonntag gibt es keine Ausreden mehr. Wir müssen gewinnen", sagte Trainer Markus Berwanger nach der bitteren Niederlage. Vielleicht können die Blue Devils am Sonntag Kapital daraus schlagen, dass bei Sonthofen mit Torjäger Jordan Baker und Pascal Kröber zwei Akteure wegen Spieldauerdisziplinarstrafen gesperrt sind.

Bei den Blue Devils war Florin Ketterer nach seiner Verletzungspause wieder dabei, doch das Match begann für den jungen Verteidiger schlecht. Nach 16 Sekunden schlug Ketterer die Scheibe über die Bande und musste wegen Spielverzögerung in die Kühlbox. Die Unterzahl wurde zwar überstanden, doch es wurde schnell deutlich, dass die Weidener sehr nervös waren und viele Fehler produzierten. "Irgendwann muss man die Nervosität ablegen", zeigte Markus Berwanger kein Verständnis dafür, dass vor allem einige Leistungsträger unter ihren Möglichkeiten blieben. Auch Goalie Fabian Hönkhaus hatte nicht seinen besten Tag und sah bei den Gegentoren eins und drei schlecht aus.

Auch die frühe Führung durch Tomas Divisek (5. Minute), der hart bedrängt einschoss, gab keine Sicherheit. Die Weidener offenbarten immer wieder eklatante Schwächen im Spielaufbau. Daraus resultierte auch der Ausgleich durch Maximilian Hadraschek (16.), als sich die Devils in Überzahl einen Scheibenverlust leisteten. Kurz vor Drittelende wurde in der eigenen Zone nicht aggressiv genug attackiert und Martin Guth bedankte sich mit dem 2:1 für die Bulls.

Im zweiten Abschnitt checkte Pascal Kröber den Weidener Marcel Waldowsky gegen die Bande und musste vorzeitig in die Kabine. Doch aus der fünfminütigen Überzahl wurde nach zwei Strafzeiten schnell eine 3:4-Unterzahl. Die Chance war dahin und in der 38. Minute kam es noch schlimmer, als George Kink das 3:1 für die Allgäuer markierte.

Doch so einfach wollten sich die Devils nicht geschlagen geben. Im Schlussdrittel mobilisierten sie alle Kräfte und glichen durch Stefan Ortolf (44./Überzahl) und Michael Kirchberger (53.) aus. Kurz vor dem 3:3 hatte Hauptschiedsrichter Ulpi Sicorschi die Partie für einige Minuten unterbrochen, weil aus dem Weidener Fanblock Gegenstände aufs Eis geworfen wurden. Als Liga-Torjäger Jordan Baker den Tschechen Tomas Divisek mit dem Stock im Gesicht verletzte (Cut unter dem Auge) und in die Kabine musste, lag der Siegtreffer für die Devils in der Luft. Doch er gelang nicht, im Gegenteil: In der Verlängerung sorgte der Kaufbeurer Förderlizenzspieler Maximilian Hadraschek mit einem Powerplay-Tor für den "sudden death".
In den Play-offs ist es egal, ob man 0:10 oder 3:4 nach Verlängerung verliert. Aber jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Am Sonntag gibt es keine Ausreden mehr. Wir müssen gewinnen.Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils Weiden
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