Eishockey
Blue Devils schießen Landshut ab

Patrick Schmid und Matt Abercrombie (hinten) sorgen für Chaos vor dem Kasten des EV Landshut. So wie in dieser Szene ging es am Sonntag häufig vor dem Gehäuse der Niederbayern zu. Die Blue Devils besiegten den Traditionsverein auch in der Höhe verdient mit 7:1. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
21.11.2016
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Markus Berwanger geriet am Sonntag sogar ein bisschen ins Schwärmen. "Teilweise kann man es kaum besser machen", sagte der Trainer der Blue Devils nach dem starken Auftritt seiner Mannschaft gegen den EV Landshut. Den Grundstein zum 7:1-Erfolg legten die Weidener mit einem furiosen ersten Drittel.

Vor dem Spiel hatte Markus Berwanger noch gewarnt, dass durch den Ausfall der Partie am Freitag in Sonthofen der Spielrhythmus fehlen könne. Doch seine Sorgen waren völlig unbegründet. "Die Mannschaft war von der ersten Minute an hellwach und hat das heute sehr gut gemacht. Wir haben sehr gutes Eishockey geboten. Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung", sagte der Coach der Blue Devils nach dem 7:1 (4:0, 3:1, 0:0)-Erfolg gegen den EV Landshut.

Sein Kollege Bernie Englbrecht musste zugeben, dass Tradition in der Gegenwart nichts zählt. "Auch wir als EV Landshut bekommen die Punkte nicht geschenkt", meinte der ehemalige Nationaltorwart. Er kritisierte die Zweikampfschwäche, vor allem bei seinen älteren, routinierten Spielern. "Die sollten sich ein paar Gedanken machen und sich von den Jungen abschauen, wie Eishockey gespielt wird."

Furioses erstes Drittel


Für Berwanger gab es am Sonntag diesbezüglich nichts zu beklagen. Doch nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch boten die Weidener von Beginn an eine ganz starke Leistung. Das erste Drittel (Berwanger: "Wir sind furios gestartet.") stand komplett im Zeichen stürmisch angreifender Blue Devils. Die Weidener stürzten die überforderte Landshuter Abwehr von einer Verlegenheit in die andere. "Das Spiel war eigentlich nach dem ersten Drittel erledigt, da hat uns Weiden vorgeführt", lobte Englbrecht den Auftritt der Gastgeber. Durch toll herausgespielte Treffer von Martin Heinisch (8. Minute), Michael Kirchberger (11.), Ales Jirik (16./5:3-Überzahl) und Patrick Schmid (17./5:4-Überzahl) führten die Blau-Weißen mit 4:0 - ein Resultat, mit dem die Niederbayern sehr gut bedient waren.

Diesmal kein Schlendrian


Nach dem ersten Drittel erlöste Bernie Englbrecht seinen Sohn Max und schickte Carlo Schwarz zwischen die Pfosten. Markus Berwanger hatte zu diesem Zeitpunkt immer noch Bedenken und dachte an das letzte Heimspiel gegen Schönheide (7:5), als sein Team nach 20 Minuten ebenfalls mit 4:0 führte und dann noch zittern musste. "Doch heute gab es keinen Schlendrian. Wir waren voll fokussiert, immer einen Schritt schneller und vor allem cleverer als die Landshuter", freute sich der Weidener Coach.

Seine Mannschaft kontrollierte das Geschehen und hielt die offensiv harmlosen Gäste sicher im Griff. Mit einem Dreierpack innerhalb von 168 Sekunden machten Matt Abercrombie (28./30.) und Marko Babic (30.) alles klar. Das Ehrentor durch Roman Tvrdon (38.) war nur für die Statistik. Mehr ließ die oft kritisierte Weidener Defensivabteilung an diesem Tag nicht zu. Was dennoch durchkam, war eine sichere Beute von Förderlizenztorwart Philip Lehr. Lobend zu erwähnen ist auch die ruhige und souveräne Spielleitung von Hauptschiedsrichtern Nicole Hertrich.

Freitag gegen Waldkraiburg


Durch den 7:1-Sieg haben die Blue Devils (6./23 Punkte/ein Spiel weniger) den EV Landshut (7./21) in der Tabelle überholt. Am Freitag steht erneut eine wichtige Partie auf dem Programm. Um 20 Uhr ist der EHC Waldkraiburg (9./17) in der Hans-Schröpf-Arena zu Gast. Am Sonntag treten die Weidener beim EC Peiting (5./27) an.
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