Eishockey
Blue Devils Spitzenreiter

Patrick Schmid (links) und Torschütze Philipp Siller stürmen auf Daniel Sevo (nicht im Bild) zu, dessen Distanzschuss von der blauen Linie Siller zum 4:3 abfälschte. Die Blue Devils feierten am Sonntag mit 5:3 gegen den EC Peiting den vierten Sieg in Folge und übernahmen damit die Tabellenführung in der Oberliga Süd. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
17.10.2016
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"Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey", skandierten die begeisterten Weidener Fans nach dem 5:3-Erfolg gegen den EC Peiting. Mit dem vierten Sieg in Folge stürmten die Blue Devils an die Spitze der Oberliga Süd. Nach einem verrückten Match, denn nach dem ersten Drittel lagen die Gastgeber nach drei Treffern innerhalb von 47 Sekunden mit 0:3 zurück.

Nach dem Sprung an die Tabellenspitze trat Markus Berwanger trotz aller Freude sofort auf die Euphoriebremse. "Nach sechs Spielen lassen wir uns nicht von der Tabelle blenden. Das Ziel bleibt gleich, nämlich das Erreichen der Play-offs", sagte der Trainer der Blue Devils nach dem 5:3 (0:3, 3:0, 2:0)-Erfolg gegen den EC Peiting. Berwanger wollte aus einer überzeugenden Mannschaft niemand hervorheben: "Größten Respekt, jeder hat wie immer aufopferungsvoll gekämpft. Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen und ist körperlich in Top-Form."

Gästetrainer Sebastian Buchwieser war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. "Leider haben wir das Spiel nach einer 3:0-Führung hergeschenkt. Insgesamt war der Weidener Sieg aber verdient."

Heinisch muss passen


Vor Beginn der Partie gab es zwei personelle Rückschläge. Der für einen Einsatz vorgesehene Förderlizenztorwart Philip Lehr hatte wegen einer Verletzung abgesagt und Martin Heinisch musste nach dem Warmmachen passen. Der Stürmer klagte über Schwindelgefühle. Da mit Patrik Rypar ein Förderlizenzspieler von den Bayreuth Tigers sein Debüt gab, begannen die Blue Devils mit vier Sturmreihen. Nach dem ersten Drittel stellte Berwanger aber wieder auf drei um.

In 47 Sekunden 3 Gegentore


Im ausgeglichenen ersten Drittel gerieten die Blue Devils innerhalb von 47 Sekunden nach zwei Fehlern und einem abgefälschten Schuss mit 0:3 ins Hintertreffen. Die Torschützen für Peiting waren Dominic Krabbat (16.), Ben Warda (16.) und Jonas Wolter (17.). "Danach haben wir die Linie verloren", sagte Berwanger, dem vor dem zweiten Drittel etwas Bange war. "Gegen jede Mannschaft ist es schwer, ein 0:3 aufzuholen, aber gegen die Peitinger besonders, weil sie schnelle und clevere Stürmer haben." Zudem musste seine Mannschaft jetzt mehr Risiko gehen. Weiden nahm die Aufholjagd kampfstark und aggressiv in Angriff und war jetzt völlig überlegen. Patrick Schmid (25.), Marko Babic (31.) und Marcel Waldowsky (36.) sorgten für das verdiente 3:3 nach 40 Minuten.

Im Schlussabschnitt lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Beide Torhüter, der überragende Fabian Hönkhaus bei den Blue Devils und der Peitinger Florian Hechenrieder, standen immer wieder im Brennpunkt. In der 48. Minute kannte der Jubel auf den Rängen keine Grenzen mehr, als Philipp Siller einen Distanzschuss von Daniel Sevo zum 4:3 abfälschte. Peiting gab nicht auf und nahm schon über drei Minuten vor dem Ende seinen Torwart vom Eis. Zwei Mal ging die Scheibe am leeren Gästekasten vorbei, einmal landete sie am Pfosten. Zehn Sekunden vor der Schlusssirene beendete der Finne Jussi Tapio mit seinem "empty-net-goal" das Zittern.

Sonntag Derby gegen Selb


Als Spitzenreiter treten die Blue Devils (15 Punkte) am Freitag zum Gipfeltreffen beim Tabellenzweiten EC Bad Tölz (14) an. Am Sonntag um 18.30 Uhr steigt dann in der Hans-Schröpf-Arena das Derby gegen die Selber Wölfe (3./14).

Größten Respekt, jeder hat wie immer aufopferungsvoll gekämpft. Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen und ist körperlich in Top-Form.Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils Weiden, nach dem 5:3-Sieg gegen Peiting
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