Eishockey
Blue Devils unterliegen Bayreuth im Penaltyschießen

Die Blue Devils verloren am Freitag das Derby gegen die Bayreuth Tigers mit 2:3 nach Penaltyschießen. Hier verfolgen Thomas Schreier (rechts), Veit Holzmann (hinten) und Michael Kirchberger (von rechts) die Bayreuther Jan Pavlu und Andreas Geigenmüller (links). Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
06.02.2016
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Für die Blue Devils war der dritte Derbysieg in Folge gegen die Bayreuth Tigers greifbar nahe. Nach packenden 65 Minuten stand es 2:2, das Penalty-schießen musste entscheiden. Hier führten die Weidener mit 2:0, doch die Oberfranken wendeten das Blatt. Der Versuch von Ales Jirik löste Diskussionen aus.

Im Duell zwischen dem Tabellenachten Weiden und den zweitplatzierten Bayreuthern dominierten in der ersten halben Stunde die Oberfranken. Doch mit zunehmender Dauer kamen die Blue Devils immer besser ins Spiel und lieferten dem Favoriten einen offenen Kampf.

"Meine Mannschaft kämpft immer aufopferungsvoll und bietet jetzt seit drei Wochen jedes Wochenende großen Sport", sagte der Weidener Trainer Markus Berwanger nach der 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:0, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen. Der Bayreuther Coach Sergej Waßmiller bezeichnete die Blue Devils in dieser Saison als unangenehmen Gegner. "Das 2:2 geht in Ordnung. Im Penaltyschießen war das Glück auf unserer Seite. Wenn Weiden so weiterspielt, kommen sie sicher in die Play-offs."

"Die Scheibe war drin"


Markus Berwanger ärgerte sich über die Niederlage. Nachdem Jacob Laliberte und Marcel Waldowsky ihre Penalties verwandelt und für Bayreuth nur Andreas Geigenmüller getroffen hatte, trat Ales Jirik an. Der Deutsch-Tscheche traf, doch Gästekeeper Marco Eisenhut hatte das Tor verschoben und deshalb lag der Puck neben dem Kasten. "Ales hat mir versichert, dass die Scheibe drin war. Das wäre die Entscheidung gewesen", trauerte Berwanger dem verlorenen Zusatzpunkt nach. Anschließend trafen die Ex-Weidener Michal Bartosch und Andreas Geigenmüller und machten den Gästesieg perfekt.

Die Blue Devils mussten auf den verletzten Jakub Wiecki verzichten, dafür feierte Stefan Ortolf nach siebenwöchiger Pause sein Comeback. "Wiecki ist nicht irgendein Spieler, aber wir haben den Ausfall gut weggesteckt", lobte Berwanger sein Team. Im ersten Drittel bestimmte aber Bayreuth klar das Geschehen. Fabian Hönkhaus, der in dieser Woche seinen Vertrag verlängert hat, hielt seine Mannschaft im Spiel. Der Keeper ließ sich nur von Bartosch bezwingen (15.).

Nach Wiederbeginn glich der Kanadier Jacob Laliberte in Überzahl aus (23.), doch am Spielverlauf änderte sich zunächst nichts. Die Tigers gaben den Ton an, aber Weiden überstand zwei Unterzahlsituationen und kämpfte sich langsam in die Partie hinein. Etwa ab der 30. Minute waren die Oberpfälzer ein gleichwertiger Gegner und erspielten sich ebenfalls hochkarätige Möglichkeiten. Bitter war aus Sicht der Gastgeber der erneute Rückstand 29 Sekunden vor Drittelende. Wegen Spielens mit sechs Mann gab es eine Bankstrafe, die Dennis Thielsch zum 2:1 für den Favoriten nutzte.

Im letzten Drittel lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Nach dem 2:2 durch Marcel Waldowsky (46.) hatten beide Teams Gelegenheiten zum Siegtreffer. Doch es fielen keine Tore mehr, auch nicht in der Verlängerung. "Es war ein hart umkämpftes, sehr schnelles, aber faires Spiel mit zwei guten Torhütern", sagte Berwanger. Allerdings mit dem bitteren Beigeschmack im Penaltyschießen.

Sonntag in Regensburg


Am Sonntag um 18 Uhr stehen die Blue Devils beim EV Regensburg vor einer noch höheren Hürde. Der Vorrunden-Meister feierte am Freitag mit dem 7:5 beim VER Selb den 26. Sieg in Folge.
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