Eishockey
Blue Devils unterliegen Landshut in der Verlängerung

Das Bild täuscht: Die Scheibe landete bei dieser Chance von Philipp Siller nicht im Tor, sondern flog knapp am Landshuter Kasten vorbei. Gästekeeper Max Englbrecht wäre machtlos gewesen, rechts Verteidiger Andreas Geipel. Die Blue Devils verloren am Freitagabend gegen den EV Landshut mit 3:4 nach Verlängerung. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
30.01.2016
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Drei Mal lagen die Blue Devils in einer packenden Oberliga-Partie in Front, drei Mal glich der EV Landshut aus. Damit ging es in die Verlängerung und hier ereilte die Weidener nach exakt 3:48 Minuten der "sudden death".

"Vorher wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, jetzt trauere ich den zwei verlorenen Punkten nach", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger nach der 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung gegen den EV Landshut. Ganz anders war logischerweise die Gefühlslage bei Gästecoach Bernie Englbrecht: "Eine starke Weidener Mannschaft hat uns alles abverlangt. Ich bin sehr zufrieden mit den zwei Punkten." Bei der Bewertung des Spiels waren sich die beiden ehemaligen deutschen Nationalspieler einig. Ex-Stürmer Berwanger sprach von "tollem Eishockey und einer prächtigen Stimmung", der frühere Torwart Englbrecht von einem "guten, spannenden Oberliga-Match".

Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles, hart umkämpftes Spiel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und fighteten verbissen, aber fair, um jeden Zentimeter Eisfläche. Beide Teams hatten Möglichkeiten, doch mit Max Englbrecht, Sohn des Landshuter Trainers, und Fabian Hönkhaus standen starke Keeper zwischen den Pfosten. Die Weidener Führung ging maßgeblich auf das Konto von Ales Jirik, der die Gästeabwehr narrte und den Treffer von Daniel Willaschek glänzend vorbereitete (10. Minute).

Nach Wiederbeginn verhinderte Hönkhaus bei Landshuter Überzahl einige Male mit überragenden Reaktionen den Ausgleich. In der 27. Minute war er aber gegen das 1:1 von Patrick Jarrett machtlos. Die Devils, die sicher in der Abwehr standen und immer wieder gefährliche Konter starteten, schlugen aber postwendend zurück. Wieder war Jirik der Vorbereiter, der Torschütze war diesmal Jakub Wiecki (28.). "Diese Reihe war heute sehr gut", lobte Berwanger den Block mit Jirik, Wiecki und Philipp Siller. Und Siller hatte sogar das 3:1 auf dem Schläger, doch er traf nur den Pfosten (32.). Wenige Sekunden später stand es nach einem Patzer des sonst starken Fabian Hönkhaus 2:2 (33.). Der Goalie verschätzte sich beim eigentlich harmlosen Distanzschuss von Philipp Michl total. Für Erheiterung unter den knapp 1400 Zuschauern sorgten Marius Nägele (Blue Devils) und Peter Abstreiter (Landshut) mit einem beherzten Faustkampf, der beiden Streithähnen jeweils 2 + 2 + 10 Strafminuten einbrachte.

Auch im Schlussabschnitt setzte sich der offene Schlagabtausch fort. In der 51. Minute gingen die Blue Devils zum dritten Mal in Führung. Jakub Wiecki zog erneut nach Pass von Ales Jirik schön nach innen und schloss mit einem platzierten Schuss ab. Doch es sollte nicht für den Sieg reichen, denn Peter Abstreiter glich zum 3:3 (57.) aus. Somit ging es in die "Overtime" und hier sicherte sich der DEL2-Zwangsabsteiger durch das Tor von Max Forster (64.) den Zusatzpunkt. "Schade, dass für nur ein Punkt blieb. Bis kurz vor Schluss hat es noch nach drei ausgesehen", sagte Berwanger, der seiner Mannschaft eine "tolle Leistung" attestierte.

Sonntag in Sonthofen


Am Sonntag um 18 Uhr treten die Blue Devils, die mit 39 Punkten auf Rang acht liegen, beim Tabellenneunten ERC Sonthofen (34) an. Beim "Lieblingsgegner", wie Berwanger die Allgäuer bezeichnete, will er auf keinen Fall leer ausgehen. Allerdings sind die Weidener in dieser Saison gegen Sonthofen noch ohne Punktgewinn.
Vorher wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, jetzt trauere ich den zwei verlorenen Punkten nach.Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils, nach der 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen den EV Landshut
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