Eishockey
Blue Devils unterliegen Peiting mit 0:2

Sport
Weiden in der Oberpfalz
18.01.2016
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Sofort wieder ein Rückschlag für die Blue Devils: Nach dem 6:3 am Freitag in Schönheide verpassten es die Weidener, am Sonntag im Heimspiel gegen den EC Peiting einen weiteren Dreier nachzulegen. Doch wer keine Tore schießt, kann nicht gewinnen.

Selten sind sich die Trainer in ihren Spielanalysen so einig wie am Sonntag nach dem Match zwischen den Blue Devils und dem EC Peiting. Markus Berwanger hätte sich sein Statement eigentlich ganz sparen können. "Das ist alles richtig, was mein Kollege gesagt hat", bestätigte der Weidener Coach die Ausführungen seines Peitinger Kollegen John Sicinski. Nach zwei schlechten Dritteln kam das Anrennen der Blue Devils im Schlussabschnitt zu spät und war nicht mehr von Erfolg gekrönt. Die Weidener verloren die Oberliga-Partie mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0).

"Weiden hat sehr gut begonnen und hatte in den ersten fünf Minuten Riesenchancen", freute sich Sicinski, dass sein Team die Anfangsphase unbeschadet überstanden hatte. Die größte Möglichkeit - eine Hundertprozentige - vergab Jakub Wiecki schon nach wenigen Sekunden. Mit der ersten Chance gingen die Gäste durch Ty Morris in Führung (5.) und ab diesem Zeitpunkt drehte sich die Partie komplett. "Wir haben das Spiel übernommen", sagte Sicinski, und "wir haben leider völlig den Faden verloren", meinte Berwanger.

Daniel Huber angeschlagen


Schnell wurde auch deutlich, dass die Weidener mit Hönkhaus-Ersatz Daniel Huber einen angeschlagenen Torhüter zwischen den Pfosten hatten. Die Adduktorenprobleme machten sich derart bemerkbar, dass Huber selten aufrecht stand, sondern meistens auf dem Eis kniete. Die starke Leistung, die der 30-Jährige trotz des Handicaps ablieferte, verdient größten Respekt.

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Peitinger, die durch den Sieg auf Rang drei kletterten, deutlich mehr Spielanteile. Sie attackierten früh, so dass die Blue Devils kaum zu einem geordneten Spielaufbau kamen. Allerdings machten die Gäste zu wenig aus ihren Vorteilen. Es reichte nur zum 2:0, das Simon Maier erzielte, als die Weidener nach einer Strafzeit gerade wieder komplett waren (28.).

Es ist ärgerlich, wenn beide Keeper angeschlagen sind.Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils Weiden


Was nach 40 Minuten nach einer klaren Sache für Peiting aussah, änderte sich im Schlussabschnitt. Plötzlich übernahmen die Blue Devils das Kommando und erspielten sich Möglichkeiten. "Im letzten Drittel haben wir alles versucht. Wir haben gewusst, dass wir gegen Peiting nicht viele Chancen bekommen werden. Und die wenigen hätten wir nutzen müssen, das ist uns leider nicht gelungen. Peiting hat aber auch gut verteidigt und deshalb verdient gewonnen", sagte Berwanger. Sein Kollege Sicinski meinte, dass sein Team in den letzten 20 Minuten nur dank Goalie Florian Hechenrieder ohne Gegentor geblieben sei.

Nur einmal im Einsatz


Am kommenden Wochenende sind die Blue Devils nur am Freitag, 22. Januar, um 20 Uhr zu Hause gegen den Deggendorfer SC im Einsatz, am Sonntag sind sie spielfrei. Ob dann Fabian Hönkhaus oder Daniel Huber zwischen den Pfosten steht, ist offen. "Es ist ärgerlich, wenn beide Keeper angeschlagen sind", sagte Berwanger. Ob gegen Deggendorf der tschechische Neuzugang Tomas Divisek, der in Schönheide und gegen Peiting wegen Leistenbeschwerden pausierte, wieder auflaufen kann, ist ebenfalls noch ungewiss.
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