Eishockey - Blue Devils verlieren gegen Höchstadt
"Eine ärgerliche Niederlage"

Marcel Waldowsky (links, Szene aus der Partie gegen die Nürnberg Ice Tigers) erzielte am Sonntag zwei Tore. Dennoch verloren die Blue Devils beim Höch-stadter EC mit 3:5. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
04.10.2016
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Die Nachrücker aus der Bayernliga sind alles andere als Kanonenfutter. Diese Erfahrung machten die Blue Devils schon beim mühsamen 5:3-Heimsieg gegen den EV Lindau, vor allem aber am Sonntag in Höchstadt. Da zogen die Weidener den Kürzeren.

Höchstadt. Offensiv zu kompliziert, defensiv zu fehlerhaft: Nach knapp 30 Minuten lagen die Blue Devils am Sonntag beim Höchstadter EC vorentscheidend mit 0:4 zurück. Die anschließend gestartete Aufholjagd reichte nicht mehr zu einem Punktgewinn. "Das ist eine ärgerliche Niederlage", sagte Trainer Markus Berwanger nach der 3:5 (0:1, 1:4, 2:0)-Einbuße. Während sich sein Team mit kompliziertem Spiel immer wieder selbst das Leben schwermachte, spielte Höchstadt einfaches Eishockey und hatte damit Erfolg.

"Das Tor war irregulär"


Die Blue Devils starteten mit derselben Aufstellung wie am Freitag. Zu Beginn hatten die Gäste Vorteile, versiebten aber drei klare Möglichkeiten. "Aus drei Alleingängen muss man eben etwas machen", ärgerte sich der Devils-Coach über die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten. Das 1:0 für Höchstadt in der 14. Minute sorgte für Diskussionen. "Das Tor war irregulär", sagte Berwanger und auch Teammanager Christian Meiler monierte ein "nicht abgepfiffenes Icing". Michal Petrak war's egal, der Tscheche spielte weiter und schoss zur Führung ein.

Mit diesem Gegentor war eigentlich noch nichts verloren, doch nach Wiederbeginn nahm das Unheil seinen Lauf. Die Blue Devils begannen in Unterzahl und Markus Babinsky nutzte die Chance zum 2:0 (22.). Nun verloren die Gäste in der Defensive den Überblick, auch Goalie Fabian Hönkhaus wirkte nicht immer sicher. 74 Sekunden nach dem 2:0 erhöhte Richard Stütz auf 3:0 (23.) und Michal Petrak legte in Überzahl das 4:0 nach (28.). "In dieser Phase haben wir uns blöde Strafzeiten geleistet", ärgerte sich Berwanger. In doppelter Überzahl gelang Marcel Waldowsky das 1:4 (33.), doch die Hoffnungen auf eine Wende erfüllten sich nicht. Im Gegenteil: Fünf Sekunden vor Drittelende stellte Routinier Dan Heilman mit dem 5:1 den alten Abstand wieder her.

Im Schlussdrittel nahm Berwanger eine Umstellung in den Sturmreihen vor. Philipp Siller wechselte zu Matt Abercrombie und Patrick Schmid, dafür spielte der erneut unauffällige Finne Jussi Tapio neben Alex Jirik und Martin Heinisch. "Wir haben nie aufgegeben und alles rausgeholt", lobte der Coach die Moral seiner Truppe. Es reichte aber nur noch zu zwei Toren durch Marcel Waldowsky (42.) und Ales Jirik (56./Überzahl).

Freitag gegen Sonthofen


Am Freitag um 20 Uhr gastiert der ERC Sonthofen in der Hans-Schröpf-Arena. Zwei Tage später treten die Blue Devils beim EV Landshut an.
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