Eishockey
Blue Devils verlieren nach schwacher Leistung mit 4:7

Sport
Weiden in der Oberpfalz
11.01.2016
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Herber Rückschlag für die Blue Devils: Nach einer schwachen Leistung zogen die Weidener gegen den Tabellenvorletzten EHC Klostersee mit 4:7 den Kürzeren. Zu allem Überfluss schied Goalie Fabian Hönkhaus kurz vor Ende des zweiten Drittels mit einer Knieverletzung aus.

"Wo soll man da heute anfangen?" Mit dieser Frage eröffnete Markus Berwanger sein Statement in der Pressekonferenz. Später brachte der Trainer der Blue Devils den Auftritt seiner Mannschaft bei der 4:7 (1:2, 2:3, 1:2)-Heimpleite gegen den EHC Klostersee auf den Punkt: "Die letzten Spiele haben wir gut gespielt, aber heute war das nichts. Immer wenn wir zu Hause etwas besonderes machen wollen, sieht man, dass wir nicht die individuelle Klasse haben. Ich habe der Mannschaft nach dem Spiel gesagt, dass wir wieder einfaches Eishockey spielen müssen." Einfaches Eishockey - das praktizierten die Grafinger, deren Trainer Andzejs Mitkevics sehr erleichtert war: "Wir nehmen uns immer viel vor, doch in dieser Saison läuft es nicht so gut. Heute hat es zur Abwechslung mal funktioniert. Wir haben offensiv und defensiv hart gearbeitet sowie in Unterzahl gut gespielt."

Warnungen helfen nichts


Der Weidener Trainer hatte sein Team gewarnt, dass Klostersee gute, agile Stürmer habe. Vor allem der Angriff mit den US-Amerikanern Cole Gunner und Charlie Taft sowie dem Deutsch-Kanadier Anthony Ast sorgte ständig für Gefahr. Dazu kamen auf Weidener Seite unerklärliche Fehler in der zu keiner Phase sattelfesten Defensive. Und auch offensiv blieb bei den Devils vieles Stückwerk. Auch der Tscheche Tomas Divisek, dem noch die Bindung zu seinen Sturmkollegen fehlt, konnte bei seinem Heimdebüt keine Akzente setzen.

Nach einem schönen Angriff und einer Großchance von Philipp Siller brachte Cole Gunner die Gäste im direkten Gegenzug in Führung. Auch durch das 1:1 von Ralf Herbst kam keine Ruhe in die Weidener Aktionen. Nur eine Minute später schoss Felix Kaller die Grafinger erneut in Front. Der zweite Abschnitt begann mit einer kalten Dusche für die Devils. Nach 15 Sekunden spazierte Cole Gunner ins Weidener Abwehrdrittel und Charlie Taft vollstreckte ungestört zum 3:1. Als Marcel Waldowsky, einer von wenigen Cracks in Normalform, mit einer klasse Aktion auf 2:3 (24.) verkürzte, keimte Hoffnung unter den knapp 1600 Zuschauern auf. Doch es änderte sich nichts - im Gegenteil: Philipp Quinlan (29.) und Florian Engel (33.) nutzten die Freiräume und erhöhten auf 5:2.

Hönkhaus verletzt raus


Und dann traf es die Devils noch härter. Bei einer Abwehraktion verletzte sich Keeper Fabian Hönkhaus und musste vom Eis. Bei der Weidener Nummer 1 besteht der Verdacht auf eine Innenbandverletzung im Knie. Genaueres wird aber erst eine Untersuchung am Montag ergeben.

Ab der 37. Minute stand Daniel Huber zwischen den Pfosten. Kurz vor und kurz nach der zweiten Pause arbeiteten sich die Gastgeber durch Treffer von Philipp Siller (38.) und Marcel Waldowsky (42.) - jeweils im Powerplay - auf 4:5 heran. Doch an diesem Tag hatte Klostersee immer die richtige Antwort. Charlie Taft (42.) und Rapael Kaefer (59.) machten den Grafinger Sieg perfekt.

"Die Zeit tickt", erinnerte Markus Berwanger daran, dass "wir in sieben Wochen entweder gegen Sonthofen oder Klostersee die Pre-Play-offs spielen. Dann müssen wir anders spielen!" Zunächst stehen aber die nächsten Punktspiele beim EHV Schönheide (Freitag, 15. Januar, 19.30 Uhr) und zu Hause gegen den EC Peiting (Sonntag, 17. Januar, 18.30 Uhr) auf dem Programm.
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