Eishockey
Blue Devils verlieren Oberpfalzderby gegen Regensburg mit 4:9

Der Regensburger William Trew jubelt, Ralf Herbst und Fabian Hönkhaus liegen am Boden, die Scheibe zappelt im Weidener Kasten: Die Blue Devils verloren am Sonntag das Oberpfalzderby gegen den souveränen Spitzenreiter EV Regensburg mit 4:9. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
20.12.2015
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34 Punkte trennen den EV Regensburg und die Blue Devils in der Tabelle. So groß war der Unterschied auf dem Eis nicht, dennoch setzte sich der souveräne Spitzenreiter der Oberliga Süd im Oberpfalzderby klar durch. Die Weichen auf Sieg stellte der Favorit Anfang des zweiten Drittels mit vier Toren innerhalb von sechs Minuten.

"Der Sieg für Regensburg war verdient, allerdings viel zu hoch", erklärte Markus Berwanger nach der 4:9 (2:2, 2:5, 0:2)-Niederlage vor knapp 2500 Zuschauern. "Wenn man Regensburg schlagen will, muss alles passen. Leider hat heute nicht alles gepasst", ergänzte der Trainer der Blue Devils, der seiner Mannschaft dennoch ein großes Kompliment machte. "Wir sind auf einem guten Weg und diese Niederlage wirft uns nicht aus der Bahn. Wir spielen seit Wochen sehr kompakt und gutes Eishockey. Immerhin gab es in den letzten acht Spielen fünf Siege."

Gästecoach Doug Irwin sprach von einem "Tag der offenen Tür". Für seinen Geschmack sei das Spiel viel zu offen gewesen, beide Seiten hätten defensiv zu wenig getan. "Ich bin froh über die drei Punkte. Weiden hatte auch genug Chancen, Thomas Ower musste oft retten", lobte Irwin seinen Goalie.

Debüt von Wolsch


Der Weidener Neuzugang Sebastian Wolsch gab sein Debüt in der ersten Abwehrformation neben Ralf Herbst. Nicolas Turnwald blieb dafür auf der Bank. Zum Einstand von Wolsch meinte Berwanger, es sei für ihn kein leichtes Spiel gewesen. Aber: "Man hat gesehen, dass er uns weiterhelfen kann."

Die Regensburger legten ein hohes Tempo vor, das die Devils in den ersten 20 Minuten problemlos mitgingen. Auch die frühe Gästeführung durch den US-Amerikaner Jeffrey Smith (3. Minute) steckten die Weidener weg. Nach einer von Lubomir Vaskovic vergebenen Großchance traf Florin Ketterer wenig später im Powerplay zum 1:1 (15.). Die Devils waren jetzt am Drücker. Zunächst scheiterte Ales Jirik alleine vor Ower, doch nur Sekunden danach schloss Jakub Wiecki einen klasse Angriff zum 2:1 ab (17.). Den Vorsprung nahmen die Gastgeber allerdings nicht mit in die Kabine. Einen Fauxpas von Thomas Schreier, der sich im eigenen Drittel einen Fehlpass leistete, nutzte Daniel Stiefenhofer zum 2:2 (19.).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts zeigte der Spitzenreiter seine Klasse und nutzte zudem Fehler in der Weidener Defensive sowie von Keeper Fabian Hönkhaus. "Er hatte sicher nicht den besten Tag, aber in Bayreuth und etlichen Spielen zuvor hat er uns im Spiel gehalten", nahm Berwanger seinen Goalie in Schutz. Sein Kollege Doug Irwin meinte zur Phase, in der sein Team durch Tore von Peter Flache (21.), den Tschechen Nikola Gajovsky (22.), Vitali Stähle (24.) und Daniel Stiefenhofer (27.) auf 6:3 davonzog: "Aus fünf, sechs Schüssen haben wir vier Tore gemacht." Dazwischen hatte Marcel Waldowsky (23.) einen Penalty zum 3:4 verwandelt. Nach dem 3:7 durch Marius Stöber (32.) gelang Jakub Wiecki (33.) der vierte Weidener Treffer.

Ortolf ins Klinikum


Im letzten Drittel verwaltete der Spitzenreiter clever den Vorsprung und legte durch Stöber (53.) und Dimitri Komnik (56./Überzahl) noch zwei Treffer nach. Bei Weiden schied zehn Minuten vor dem Ende Stefan Ortolf mit einer Knieverletzung aus. Der mit 14 Treffern beste Weidener Torschütze wurde zur Untersuchung ins Klinikum gebracht.

Drei Spiele in fünf Tagen


Zwischen Weihnachten und Neujahr bestreiten die Blue Devils drei Spiele innerhalb von fünf Tagen. Am Samstag, 26. Dezember, um 18.30 Uhr gastiert der ERC Sonthofen in der Hans-Schröpf-Arena. Am Montag, 28. Dezember (19.30 Uhr), geht es zum EV Landshut und am Mittwoch, 30. Dezember, tritt um 20 Uhr der EC Bad Tölz in Weiden an.
Wenn man Regensburg schlagen will, muss alles passen. Leider hat heute nicht alles gepasst.Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils Weiden, nach der 4:9-Niederlage
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