Eishockey
Devils in Klatovy bestohlen

Diesen Schluck hat sich Fabian Hönkhaus verdient: Der Goalie der Blue Devils hatte im Testspiel in Klatovy sehr viel zu tun. Hönkhaus bot eine gute Leistung, die klare 1:7-Niederlage konnte er nicht verhindern. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
02.09.2016
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Der Sport rückte am Freitagabend in den Hintergrund. Das Ergebnis des Testspiels, das die Blue Devils im tschechischen Klatovy mit 1:7 verloren, geriet zur Nebensache. Den Weidener Eishockey-Cracks wurde nämlich im Nachbarland übel mitgespielt.

"Geld weg! Uhren weg! Wir sind bestohlen worden", berichtete Teammanager Christian Meiler nach dem Vorbereitungsspiel der Blue Devils in Klatovy. Als die Weidener nach dem Match in die Kabine kamen, mussten sie feststellen, dass während des Spiels Diebe am Werk waren. Nach der Partie saßen die Oberpfälzer noch lange in Klatovy fest. Sie erstatteten Anzeige, die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Massenschlägerei


Der Ärger nach dem Match passte irgendwie ins Gesamtbild des Trips nach Tschechien, denn auch die 60 Minuten zuvor auf dem Eis waren äußerst hektisch. Beide Mannschaften lieferten sich ein überhartes "Freundschaftsspiel". Der negative Höhepunkt war fünf Minuten vor Schluss eine Massenschlägerei. Auf Weidener Seite gab es Spieldauerdisziplinarstrafen für Ralf Herbst und Marius Nägele.

Eines haben die Eishockey-Mannschaften aus Sokolov und Klatovy gemeinsam: Beide spielen in der dritten tschechischen Liga. Der Unterschied in sportlicher Hinsicht ist allerdings enorm. Während die Blue Devils vor einer Woche Sokolov mit 8:2 abgefertigt hatten, waren sie am Freitag in Klatovy chancenlos und verloren mit 1:7 (0:1, 1:5, 0:1). "Klatovy hat eine technisch sehr gute Mannschaft und ist eine Klasse stärker als Sokolov. Ich bin überzeugt, das dieses Team in der Oberliga unter den Top 3 mitspielen würde", erklärte Meiler.

Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Initiative und schnürten die Devils in ihrer Abwehrzone ein. Es zeigte sich auch schnell, dass Klatovy schon sechs Wochen länger auf dem Eis ist, während sich bei Weiden das harte Trainingslager bemerkbar machte. "Heute überwiegt die Müdigkeit", sagte Meiler schon nach dem ersten Drittel. Dass es nach 20 Minuten nur 1:0 für die Tschechen stand, lag an Goalie Fabian Hönkhaus, der eine starke Leistung bot. Mit zunehmender Dauer münzte Klatovy seine Überlegenheit aber in Tore um und zog bis Ende des zweiten Drittels auf 6:1 davon. Den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 markierte Marko Babic mit einer Einzelaktion in der 25. Minute. Im Schlussabschnitt legte Klatovy noch ein Tor zum 7:1-Endstand nach.
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