Eishockey
Ein Punkt nach tollem Derby

Der Kanadier Matt Abercrombie hatte in der Verlängerung den Siegtreffer für die Blue Devils auf dem Schläger, doch er brachte die Scheibe nicht im Kasten des Selber Keepers Sebastian Stefaniszin unter. Im Gegenzug trafen die Oberfranken und entschieden das Derby mit 3:2 für sich. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
24.10.2016
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Der Kanadier Matt Abercrombie hatte in der Verlängerung den Siegtreffer für die Blue Devils auf dem Schläger, doch er brachte die Scheibe nicht im Kasten des Selber Keepers Sebastian Stefaniszin unter. Im Gegenzug trafen die Oberfranken und entschieden das Derby mit 3:2 für sich. Bild: Gebert

Die Blue Devils haben auch das zweite Spitzenspiel verloren. Nach dem 2:3 am Freitag in Bad Tölz holten die Weidener im Derby gegen die Selber Wölfe aber wenigstens einen Punkt. David Hördler entschied die packende Partie in der Verlängerung zugunsten des neuen Spitzenreiters.

"Es ist sehr schade für das Team, weil es gegen zwei große Gegner zwei tolle Spiele gemacht hat, aber nur einen von sechs möglichen Punkten geholt hat", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger nach der 2:3 (0:1, 1:0), 1:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung gegen den VER Selb. In der "Overtime" hätte der Kanadier Matt Abercrombie in der ausverkauften Hans-Schröpf-Arena zum Weidener Derby-Helden werden können, als er alleine auf den Selber Kasten zusteuerte, aber scheiterte. Im Gegenzug sorgte David Hördler für Jubel bei den Oberfranken.

In der Pressekonferenz waren sich beide Trainer bei der Bewertung der Partie einig. "Es war ein tolles Derby vor einer tollen Kulisse", sagte Berwanger und sein Selber Kollege Henry Thom gratulierte beiden Mannschaften zu einem "tollen Spiel". Lob gab es für die beiden Torhüter, Fabian Hönkhaus (Weiden) und Sebastian Stefaniszin (Selb), die sensationell gehalten haben. Auch darin, dass in der Verlängerung das Glück entscheide, waren sich beide Trainer einig.

Beide Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts. Selb hatte mehr Scheibenbesitz, Weiden lauerte auf Konter. "Weiden war defensiv sehr gut, aber auch offensiv immer gefährlich", sagte Thom. Durch den Treffer von Achim Moosberger (10.) führte Selb nach dem ersten Drittel mit 1:0. Die Blue Devils hatten Pech bei zwei Pfostenschüssen von Patrick Schmid. Bei einer doppelten Überzahl offenbarten die Weidener wieder einmal große Schwächen. "Leider ist unser Powerplay nicht die größte Waffe, dafür sind wir in Unterzahl nahezu unüberwindbar", sagte Berwanger in der Pressekonferenz. Im zweiten Abschnitt fiel der verdiente Ausgleich durch Marcel Waldowsky (34.), der alleine auf Stefaniszin zulief und eiskalt abschloss.

Im Schlussabschnitt konnten die Blue Devils viel Unterzahl üben. Unter anderem, als Patrick Schmid nach einem Stockstich gegen Achim Moosberger eine Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte. "Ich glaube, die Strafe war berechtigt. Dieser Ausfall wiegt am Freitag in Regensburg natürlich schwer", erklärte Berwanger. Die Blue Devils überstanden alle brenzligen Situationen in numerischer Unterlegenheit. Das 1:2 durch Herbert Geisberger (54.) kassierten sie, als sie nach einer Strafzeit zwölf Sekunden wieder komplett waren. Die Weidener gaben aber nicht auf und kamen durch Kapitän Ales Jirik (55.) erneut zum Ausgleich. Dabei blieb es, so dass es in die Verlängerung ging. Und hier sicherte David Hördler (62.) dem Lokalrivalen den Zusatzpunkt.

Freitag in Regensburg


Durch die beiden Niederlagen sind die Blue Devils (16 Punkte) auf Rang vier zurückgefallen. Selb (19) ist der neue Spitzenreiter der Oberliga Süd vor Bad Tölz (17). Am kommenden Wochenende treffen die Weidener auf die beiden punktgleichen Tabellennachbarn. Am Freitag steigt das Oberpfalzderby beim Dritten EV Regensburg (16), am Sonntag gastiert der Fünfte Deggendorfer SC (16) in der Hans-Schröpf-Arena.
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