Eishockey
Harte prüfung für Blue Devils

Sport
Weiden in der Oberpfalz
30.12.2015
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Keine Verschnaufpause für die Blue Devils: Heute um 20 Uhr bestreiten die Weidener gegen die Tölzer Löwen das dritte Match innerhalb von fünf Tagen. Nach drei Niederlagen in Folge wollen die Devils in die Erfolgsspur zurück, doch es fehlen wichtige Spieler.

Am 18. Dezember herrschte große Euphorie in Weiden: Die Blue Devils feierten nach einer starken Leistung einen 4:2-Derby-Erfolg bei den Bayreuth Tigers - es war der fünfte Sieg aus sieben Spielen - und rückten bis auf drei Zähler an Rang sechs, den letzten direkten Play-off-Platz, heran. Drei Partien später ist Ernüchterung eingekehrt: Die Weidener sind mit 28 Punkten zwar immer noch Achter, nach drei Pleiten und nun zwölf Zählern Rückstand spricht aber niemand mehr vom sechsten Platz.

Während das 4:9 im Oberpfalzderby gegen den souveränen Spitzenreiter EV Regensburg als "normal" eingestuft werden kann, schmerzen die Einbußen gegen die Tabellennachbarn ERC Sonthofen (9./26) und EV Landshut (7./33). "Das ist ärgerlich, aber es geht weiter", erklärte Trainer Markus Berwanger, der am Montag in Landshut (2:4) eine klare Steigerung gegenüber dem 5:7 gegen die Allgäuer sah. "Wir wollten endlich wieder gut nach hinten spielen, das ist uns gelungen. Leider sind wir für die gute Leistung nicht mit einem Punkt belohnt worden."

Heute kommt Bad Tölz


Viel Zeit, den verlorenen Punkten nachzutrauern, bleibt nicht, denn am Mittwoch, 30. Dezember, um 20 Uhr steht bereits das nächste schwere Spiel auf dem Programm. Zu Gast in der Hans-Schröpf-Arena ist der EC Bad Tölz (4./41), der nach einem schlechten Start unter die "Top 4" geklettert ist. Nach den jüngsten Rückschlägen ist Berwanger vor der Partie gegen das Team von seinem Freund Axel Kammerer auch als Psychologe gefordert. Der Weidener Coach kündigte neben Videoanalysen "viele Gespräche" mit den Spielern an. "Es wird schwer, aber ich kann versprechen, dass wir alles geben werden", sagte Berwanger.

Erschwert wird die Aufgabe durch die Ausfälle des verletzten Stürmers Stefan Ortolf (Innenbandriss im Knie) und des nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe in Landshut gesperrten Abwehrspielers Florin Ketterer. "Damit fehlen der beste Torschütze und der punktbeste Verteidiger", unterstreicht Berwanger die Wichtigkeit beider Akteure. Die Blue Devils werden so beginnen, wie sie die Partie in Landshut nach Ketterers Hinausstellung beendet haben - mit Thomas Schreier in der Abwehr und Dominik Schopper im dritten Sturm. Nicht im Aufgebot ist der erkrankte Verteidiger Nicolas Turnwald.

Der Trumpf der "Tölzer Buam" ist die Defensive mit erst 57 Gegentoren, die zweitbeste Bilanz hinter Spitzenreiter Regensburg (49). Garant dafür ist vor allem Goalie Markus Janka, auch hier ist statistisch nur ein Regensburger (Thomas Ower) besser. In der Offensive fehlt zwar ein Topscorer, doch zehn Spieler im zweistelligen Punktebereich unterstreichen die Ausgeglichenheit der Kammerer-Truppe. Der beste Torschütze ist Franz Mangold mit 13 Treffern.

Blue Devils: Hönkhaus, Huber - Herbst, Wolsch, Schreier, Willaschek, Nägele, Synowiec, Salinger, F. Zellner - Wiecki, Jirik, Siller, Waldowsky, Laliberte, Vaskovic, Holzmann, Kirchberger, Schopper, L. Zellner
Damit fehlen der beste Torschütze und der punktbeste Verteidiger.Blue-Devils-Trainer Markus Berwanger, der auf Stefan Ortolf und Florin Ketterer verzichten muss
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