Eishockey
Kampf und Krampf

Die Testpartie zwischen den Blue Devils Weiden und den Höchstadt Alligators bot viel Kampf und Krampf, aber wenig spielerische Höhepunkte. In dieser Szene ist Martin Heinisch zu Boden gegangen. Die Blue Devils gewannen das Match dank einer Steigerung im letzten Drittel mit 5:3. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
17.09.2016
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Nach den Highlights gegen Nürnberg und Bayreuth gab es am Freitagabend nur Eishockey-Schmalkost in der Hans-Schröpf-Arena. Die Oberligisten Blue Devils Weiden und Höchstadt boten den 600 Zuschauern über weite Strecken nur Kampf und Krampf. Positiv aus Weidener Sicht war die Steigerung im Schlussabschnitt, die noch zum Sieg führte.

"Die ersten 40 Minuten waren heute grausam, im letzten Drittel haben wir ein bisschen besser gespielt", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger nach dem 5:3 (0:1, 2:1, 3:1)-Erfolg seiner Mannschaft gegen Ligakonkurrent Höchstadter EC. Spielerisch gab es erst gegen Ende ein paar gute Szenen, sonst sahen die Zuschauer ein zerfahrenes Spiel mit vielen Ruppigkeiten und insgesamt 96 Strafminuten. Das Positivste für Berwanger war das Ergebnis: "Wir haben schlecht gespielt und dennoch gewonnen."

Ungewohnte Rolle


Die Blue Devils kamen mit der ungewohnten Rolle offensichtlich nicht zurecht. Während sie gegen den DEL-Club Nürnberg Ice Tigers und den DEL2-Aufsteiger Bayreuth Tigers der "Underdog" waren und sich auf die Verteidigung und Konter konzentrierten, mussten sie gegen Höch-stadt selbst das Spiel machen - und das funktionierte lange Zeit überhaupt nicht. "Es war heute ein zäher Beginn", gab Berwanger zu. Seine Mannschaft konnte im ersten Drittel kaum Akzente setzen, auch weil die Gäste in ihrem ersten Vorbereitungsspiel defensiv gut standen. Der Oberliga-Neuling hatte auch offensiv die besseren Aktionen und deshalb war die Führung nach 20 Minuten durch den Treffer von Michal Petrak (10.) nicht unverdient.

Wer auf Besserung gehofft hatte, wurde auch im zweiten Drittel zunächst enttäuscht. Tomas Rousek erhöhte nach einem Konter auf 2:0 (24.) und nun häuften sich die Ruppigkeiten. Fouls und Faustkämpfe sorgten immer wieder für Unterbrechungen, Spielfluss kam nicht auf. "Ich mag es, wenn hart gespielt wird, aber man muss sich im Griff haben und seine Emotionen kontrollieren", erklärte Berwanger. Erst Ende des zweiten Abschnitts sorgten Martin Heinisch (35./Überzahl) und Matt Abercrombie (39.) für den Ausgleich.

Solo von Ales Jirik


Im Schlussabschnitt wurden die Blue Devils etwas besser und setzten die Gäste jetzt mehr unter Druck. Auch wenn Höchstadt durch Tomas Rousek (48.) noch einmal in Führung ging, neigte sich die Waage jetzt auf die Weidener Seite. In der 52. Minute schloss Kapitän Ales Jirik in Unterzahl ein schönes Solo zum 3:3 ab. Nach dem 4:3 durch Marko Babic (57.) nahmen die Gäste schon knapp zwei Minuten vor Schluss ihren Torwart vom Eis. 15 Sekunden vor dem Ende machte Matt Abercrombie mit einem "empty-net-goal" alles klar.
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