Eishockey
Schmid beendet das Zittern

Patrick Schmid (links) und Matt Abercrombie (rechts) waren beim 7:5-Erfolg der Blue Devils gegen den ERC Sonthofen die besten Scorer. Schmid erzielte drei Treffer und bereitete zwei vor, der Kanadier traf zwei Mal ins Schwarze und leistete zu zwei Toren die Vorarbeit. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
08.10.2016
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Der zweite Saisonsieg der Blue Devils ist unter Dach und Fach. Beim 7:5 gegen den ERC Sonthofen boten die Weidener offensiv eine ordentliche Leistung, in der Defensive offenbarten sie aber erneut einige Schwächen. Deshalb mussten sie in der Schlussphase auch zittern.

"Wir haben heute hochverdient gewonnen", sagte Markus Berwanger nach dem 7:5 (2:1, 2:1, 3:3)-Erfolg gegen den ERC Sonthofen. Mit der Offensivleistung konnte der Devils-Trainer zufrieden sein, denn neben den sieben Toren traf sein Team noch fünf Mal Pfosten oder Latte. "In der defensiven Zone sind wir aber verbesserungswürdig", gab der Trainer der Blue Devils zu.

Sein Kollege Gerd Wittmann war nach der dritten Pleite und inzwischen 22 Gegentoren natürlich enttäuscht. "Nach einer guten Vorbereitung sind wir schlecht aus den Startlöchern gekommen. Heute kam erschwerend dazu, dass wir nur einen Minikader mit 14 Feldspielern zur Verfügung hatten."

Erstmals mit Keeper Lehr


Die Devils begannen mit vier Sturmreihen, doch später stellte Berwanger auf drei Blöcke um. Im Tor absolvierte Förderlizenzspieler Philip Lehr sein erstes Pflichtspiel für Weiden. Der 23-Jährige von den Nürnberg Ice Tigers hatte gute Szenen, wirkte aber nervös und strahlte somit in einigen Situationen nicht die nötige Ruhe aus. "Er ist ein guter Torhüter. Aber man sieht, dass ihm noch die Spielpraxis fehlt", sagte Berwanger.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, in der beide Teams in der Offensive die besseren Aktionen hatten. Nach einem Distanzschuss von Ralf Herbst nutzte Patrick Schmid den Abpraller zur Weidener Führung (6. Minute). Hinten gab es aber immer wieder Schwächen - so auch beim 1:1 durch Marc Sill (9.). Nachdem Schmid in der 11. Minute das leere Tor nicht getroffen hatte, machte er es kurz vor Drittelende besser. In Unterzahl fälschte er einen Schuss von Daniel Sevo zum 2:1 (19.) ab.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kamen die Allgäuer durch Benjamin Kronawitter erneut zum Ausgleich (23.), doch dann zogen die Weidener durch Martin Heinisch (31./Überzahl) und Matt Abercrombie (37.) auf 4:2 davon. Pfosten und Latte verhinderten eine höhere Führung. Als im Schlussabschnitt erneut Abercrombie (42.) und Marko Babic (46.) auf 6:2 erhöhten, schien die Entscheidung gefallen zu sein. Doch fortan schlichen sich wieder Fehler und auch Sorglosigkeiten in die Weidener Defensive ein. Andreas Neumann (47.), Benjamin Kronawitter (53.) und Chris Stanley (56.) brachten die Gäste zurück ins Spiel - und bei den Devils begann das Zittern. Das beendete der dreifache Torschütze Patrick Schmid mit dem 7:5 (58.).

Am Sonntag in Landshut


Am Sonntag um 18 Uhr gastieren die Blue Devils beim EV Landshut, der am Freitag in Peiting mit 0:2 unterlag. "Landshut ist traditionell ein Gegner, der nach vorne spielt. Dafür müssen wir bereit sein", blickte Berwanger voraus.
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