Eishockey
Sensation: Blue Devils gleichen Serie gegen Regensburg aus

Sport
Weiden in der Oberpfalz
14.03.2016
444
0

Wo nehmen die Blue Devils diese Kraft her? Im fünften intensiven Match innerhalb von zehn Tagen kämpften die Weidener am Sonntag den haushohen Favoriten EV Regensburg nieder. In der "Best-of-five"-Serie steht es jetzt 1:1. Unter den Torschützen der Blue Devils war einer, den eigentlich niemand mehr auf der Rechnung hatte.

Drei Tage nach der unglücklichen 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Regensburg lieferten die Blue Devils dem Vorrunden-Meister erneut einen großen Kampf - diesmal mit erfolgreichem Ausgang. "Ich bin froh und stolz auf die Mannschaft. Nur so, wie wir heute gespielt haben, können wir gegen einen Gegner wie Regensburg bestehen, mit aufopferungsvollem Kampf und einem guten Torwart Fabian Hönkhaus", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger nach dem 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)-Erfolg in der ausverkauften Hans-Schröpf-Arena.

Weiteres Heimspiel


Und die begeisterten Weidener Fans dürfen sich damit auf jeden Fall auf ein weiteres Heimspiel am Freitag, 18. März, um 20 Uhr freuen. Zuvor steigt am Mittwoch, 16. März (20 Uhr), in Regensburg das dritte Match im Play-off-Viertelfinale der Oberliga Süd. "Regensburg bleibt weiter der Favorit, aber wir werden am Mittwoch wieder versuchen, sie zu ärgern", erklärte Berwanger, für den nach der hohen Belastung der letzten Tage die Regeneration im Vordergrund steht. Er habe aber keine Angst um die Fitness seiner Mannschaft. "Wir werden top vorbereitet sein!"

Der Regensburger Coach Doug Irwin musste erneut mitansehen, wie sich seine in der Vorrunde erfolgsverwöhnte Truppe an den taktisch sehr gut eingestellten Devils die Zähne ausbiss. "Man hat wieder gesehen, dass Weiden eine gute Mannschaft hat. Wir hatten aber genug Chancen, um Tore zu schießen", sagte Irwin, der 42 Torschüsse notiert hatte. "Aber Hönkhaus hat gut gehalten, zudem wurden viele Schüsse geblockt."

Führung durch Vaskovic


Bei den Blue Devils stürmte Lubomir Vaskovic anstelle des erkrankten Kanadiers Jacob Laliberte in der Reihe mit Tomas Divisek und Philipp Siller. "Das ist natürlich ein Luxus, wenn man auf einen dritten Ausländer zurückgreifen kann", sagte Berwanger und lobte den Slowaken, der das wichtige 1:0 erzielte. "Lubo hat seine Sache gut gemacht. Er ist fit und haut sich immer voll rein." Im ersten Drittel gab überraschend nicht der Favorit, sondern der "Underdog" den Ton an. Die Weidener waren läuferisch und kämpferisch überlegen und hatten auch die besseren Möglichkeiten. In der 11. Minute traf Lubomir Vaskovic zur verdienten Führung.

Nach Wiederbeginn forcierten die Gäste ihre Angriffsbemühungen, doch die Blue Devils hielten engagiert dagegen und sorgten mit ihren Kontern stets für Gefahr. Beeindruckend war das Unterzahlspiel gegen die beste Powerplay-Mannschaft der Oberliga Süd. Die Berwanger-Cracks bestachen durch ihren großartigen Kampfgeist und warfen sich immer wieder in die Schüsse. Den Rest erledigte Goalie Fabian Hönkhaus.

Auch im Schlussabschnitt agierten die Devils defensiv sehr diszipliniert - und holten dann zum vorentscheidenden Schlag aus. In der 51. Minute erzielte Stefan Ortolf in Überzahl das 2:0 und von diesem Zeitpunkt an glich die Hans-Schröpf-Arena endgültig einem Tollhaus. Die Regensburger versuchten zwar weiter alles, nahmen ihren Torwart heraus, doch der Schuss ging nach hinten los. Mit seinem "empty-net-goal" machte Jakub Wiecki 47 Sekunden vor Schluss endgültig alles klar.
Das ist natürlich ein Luxus, wenn man auf einen dritten Ausländer zurückgreifen kann.Trainer Markus Berwanger
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.