Eishockey
Unangenehme Gegner

Die Blue Devils bekommen es am Wochenende mit dem EHV Schönheide und dem EV Lindau tun. Das Bild zeigt Ralf Herbst und Goalie Philip Lehr beim Derby in Selb. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
11.11.2016
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Mit fünf Niederlagen haben sich die Blue Devils am 1. November in die Deutschland-Cup-Pause verabschiedet. Jetzt wollen sie in die Erfolgsspur zurück, doch es warten unangenehme Gegner. Der neue Verteidiger David Hajek gibt sein Debüt.

Durch die Negativserie von fünf Niederlagen in Folge, vier davon mit einem Tor Unterschied, sind die Blue Devils (8./16 Punkte) von Rang eins auf acht abgerutscht. Das Polster auf den Tabellenneunten EHC Waldkraiburg beträgt nur noch fünf Zähler. Beim Wiederbeginn nach der Länderspiel-Pause müssen die Weidener punkten, um die Konkurrenz nicht näher heranrücken zu lassen. Zumal die beiden Gegner aus dieser Tabellenregion kommen. Am Freitag um 20 Uhr gastiert der EHV Schönheide (11./5) in der Hans-Schröpf-Arena und am Sonntag (Beginn 17.30 Uhr) treten die Devils beim EV Lindau (10./7) an.

Der Papierform nach sind die Weidener in der Favoritenrolle, doch Trainer Markus Berwanger warnt eindringlich davor, die beiden Kontrahenten zu unterschätzen. "Die Liga ist hart. Wir wollen die Großen schlagen und die vermeintlich Kleineren wollen uns schlagen."

Der während der Woche verpflichtete tschechische Verteidiger David Hajek gibt heute gegen Schönheide sein Debüt. "Er macht bisher einen guten Eindruck. Er ist ein stabiler, guter Verteidiger, der einen schnellen ersten Pass spielt", sagt Berwanger. Für die Eingewöhnung sei es sehr hilfreich, dass er "perfekt deutsch spricht". Am Freitag spielt Hajek an der Seite von Thomas Schreier, am Sonntag in Lindau wahrscheinlich neben Daniel Sevo, der heute wegen seiner Spieldauerdisziplinarstrafe beim Derby in Selb gesperrt ist.

Im Sturm gibt es nach dem Abgang des Finnen Jussi Tapio Umstellungen. Marko Babic rückt in den ersten Block zu Kapitän Ales Jirik und Martin Heinisch. Dafür stürmt in der dritten Reihe Mirko Schreyer zusammen mit Marcel Waldowsky und Michael Kirchberger. Patrick Schmid, mit sechs Treffern der beste Weidener Torschütze, ist nach seiner Sperre wieder dabei. Er spielt mit Matt Abercrombie und Philipp Siller.

Keine Selbstläufer


"Wir schauen nicht auf den Gegner, sondern auf uns selbst", sagt Coach Berwanger, der allerdings weiß, dass Schönheide mit Vorsicht zu genießen ist - vor allem auswärts. Die Truppe des ehemaligen Weidener Trainers Viktor Proskuryakov holte ihre fünf Punkte in der Fremde, wobei besonders das 6:2 in der Regensburger Donau-Arena für Aufsehen sorgte. Die Partie wird für die Blue Devils ebenso wenig ein Selbstläufer wie die am Sonntag bei Neuling EV Lindau. Neben der weiten Reise an den Bodensee warten in dem an den Seiten offenen Stadion unangenehme Bedingungen. Und sicher hat Berwanger das Hinspiel zum Saisonstart noch nicht vergessen. Beim harterkämpften 5:3-Sieg lag seine Mannschaft drei Mal im Rückstand.

Blue Devils Weiden: Hönkhaus, Huber - Herbst Nägele, Schreier, Hajek, Willaschek, Synowiec, Sevo (nur Sonntag) - Babic, Jirik, Heinisch, Siller, Abercrombie, Schmid, Schreyer, Kirchberger, Waldowsky, Zellner

Die Liga ist hart. Wir wollen die Großen schlagen und die vermeintlich Kleineren wollen uns schlagen.Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils Weiden
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