Eishockey
Vierte Niederlage in Folge

Mit vereinten Kräften retteten die Deggendorfer in der Schlussphase den knappen Vorsprung über die Zeit. Hier haben Ales Jirik (hinten) und Jussi Tapio das Nachsehen. Die Blue Devils kassierten am Sonntag mit 3:4 die vierte Niederlage in Folge. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
31.10.2016
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Mit vereinten Kräften retteten die Deggendorfer in der Schlussphase den knappen Vorsprung über die Zeit. Hier haben Ales Jirik (hinten) und Jussi Tapio das Nachsehen. Die Blue Devils kassierten am Sonntag mit 3:4 die vierte Niederlage in Folge. Bild: Gebert

Wie gewonnen, so zerronnen: Nach dem tollen Saisonstart und dem Sprung an die Tabellenspitze am sechsten Spieltag sind die Blue Devils auf Rang sieben abgerutscht. Am Sonntag kassierten die Weidener gegen Deggendorf die vierte Niederlage in Folge.

Markus Berwanger war nach der bitteren 3:4 (2:3, 0:1, 1:0)-Niederlage gegen den Deggendorfer SC richtig erbost. "Ich kann es nicht mehr hören. Wir können eine Niederlage nicht immer nur aufs Pech schieben", ärgerte sich der Trainer der Blue Devils. Und Berwanger legte nach: "Der Unterschied war die fehlende Cleverness und, weil einer unserer Ausländer ein Totalausfall war." Der Coach meinte den Finnen Jussi Tapio, der nicht zum ersten Mal nur ein Mitläufer war. Zum Vergleich: Die Deggendorfer hatten mit Kyle Gibbons den Top-Mann des Spiels in ihren Reihen. Der US-Amerikaner schoss die Blue Devils mit vier Treffern im Alleingang ab. Sein kanadischer Sturmpartner Curtis Leinweber leistete zu drei Toren die Vorarbeit.

Ohne dieses Top-Duo wäre die Partie eventuell anders ausgegangen. "Es war ein glücklicher Sieg", sagte der Deggendorfer Co-Trainer und Sportliche Leiter Christian Zessack, der am Sonntag den erkrankten Cheftrainer John Sicinski an der Bande vertrat. Seine Mannschaft habe gut gekämpft, doch es sei keine leichte Situation gewesen. "Neben dem Trainer waren diese Woche auch viele Spieler krank."

Bei den Blue Devils fehlte der verletzte Verteidiger Daniel Willaschek, dafür stand erstmals Lukas Fröhlich, Förderlizenzspieler von den Bayreuth Tigers, im Aufgebot. Berwanger spielte deshalb mit vier Sturmreihen. Fröhlich und Lukas Zellner bildeten den vierten Block, die drei Center fuhren Zusatzschichten und komplettierten abwechselnd diese Reihe. Nach einer knappen Viertelstunde war dieses Experiment beendet. Zu diesem Zeitpunkt lag Weiden mit 0:3 zurück. Berwanger nahm eine Auszeit und stellte auf drei Reihen um.

Das 0:1 erzielte Gibbons in der 3. Minute, als er ungestört ins Weidener Drittel fuhr und mit einem Flachschuss traf. Beim 0:2 (9.) zog der US-Amerikaner von links vors Tor und vollstreckte eiskalt. Und beim 0:3 (14.) stand Gibbons goldrichtig, als die Scheibe von der Bande zurückprallte. Nach den schwachen ersten 15 Minuten kamen die Weidener nach der Umstellung in Schwung und verkürzten bis zur Drittelpause auf 2:3. Im Powerplay - der Deggendorfer Nico Wolfgramm saß gerade fünf Sekunden draußen - traf Matt Abercrombie (18.). Der Kanadier nutzte den Abpraller nach einem Distanzschuss von Daniel Sevo. 30 Sekunden vor Drittelende schickte Ales Jirik Martin Heinisch auf die Reise und der markierte das 2:3.

Im zweiten Abschnitt gab es Chancen auf beiden Seiten, doch nur Gibbons nutzte eine in Überzahl zum 2:4 (34.). Kurz nach Beginn des Schlussabschnitts jubelten die Weidener, doch der Treffer wurde wegen hohen Stocks nicht anerkannt. Doch später brachte Marcel Waldowsky (49.) die Devils auf 3:4 heran. Es folgte ein Sturmlauf Richtung Deggendorfer Kasten, aber ohne Erfolg. In der 54. Minute gab es dann den nächsten Rückschlag, als Patrick Schmid wie eine Woche zuvor gegen Selb erneut eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte. Wegen hohen Stocks, doch diese Entscheidung war umstritten, denn der Gästespieler war mit dem Kopf ziemlich weit unten. Die Weidener überstanden diese Phase unbeschadet und versuchten dann in der Schlussminute in Überzahl und ohne Torwart alles, doch das Anrennen brachte nichts mehr ein.

Am Dienstag in Selb


Ohne den verletzten Willaschek und den gesperrten Schmid stehen die Blue Devils am Dienstag (Beginn 18 Uhr) bei den Selber Wölfen vor einer schweren Aufgabe. Der Spitzenreiter hat die letzten sechs Spiele gewonnen und sich am Sonntag mit dem 11:1 gegen Lindau warmgeschossen.
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