Eishockey
Viertelfinale wäre das Sahnehäubchen für die Blue Devils

Trainer Markus Berwanger legt sich die Marschroute für die Pre-Play-offs zurecht: Ab Freitag treffen die Blue Devils in der "Best-of-three"-Serie auf den ERC Sonthofen. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
02.03.2016
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Nach zwei enttäuschenden Jahren mit Play-downs um den Klassenerhalt herrscht in Weiden erstmals wieder Play-off-Stimmung. Ab Freitag kämpfen die Blue Devils gegen den ERC Sonthofen um die Qualifikation für das Viertelfinale.

Nach dem Wiederaufstieg in die Oberliga Süd erreichten die Blue Devils in der Saison 2012/13 sofort die Play-offs. Als Tabellenachter schalteten sie damals Vorrunden-Meister EC Peiting sensationell mit 4:2-Siegen aus. Im bundesweiten Viertelfinale war dann aber gegen die übermächtigen Kassel Huskies nach drei klaren Niederlagen Endstation. Es folgten zwei Seuchen-Jahre mit dem vorletzten (2013/14) und dem letzten Platz (2014/15).

Doch nun ist der Abwärtstrend gestoppt, die Blue Devils erreichten als Achter ihr erstes Saisonziel. "Erstmals seit drei Jahren gibt es in Weiden wieder Play-offs", freut sich Trainer Markus Berwanger. Zum bisherigen Saisonverlauf und zu den Aussichten in den Pre-Play-offs gegen den Tabellenneunten ERC Sonthofen äußerte sich der ehemalige Nationalspieler in einem Interview.

Herr Berwanger, das erste Saisonziel ist mit Platz acht erreicht. Sind Sie zufrieden?

Markus Berwanger: Im Großen und Ganzen ja, auch wenn man natürlich immer besser sein will. In einer langen Saison ist nicht alles eitel Sonnenschein, da gibt es immer wieder Rückschläge. Zu Beginn gab es Anlaufschwierigkeiten, das ist aber normal, wenn ein neuer Trainer und viele neue Spieler kommen. Da läuft nicht sofort alles rund.

Was war für sie besonders positiv?

Berwanger: Alle haben gut mitgezogen und viel Engagement gezeigt. Vor allem die jungen Spieler aus Weiden - Philipp Siller, Dominik Schopper, Lukas Zellner und Lukas Salinger - haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Am Anfang der Saison hatten noch viele Spieler Angst, dass wir für die guten Gegner wieder nur Kanonenfutter sind. Diese Angst haben wir inzwischen abgelegt.

Und negativ?

Berwanger: Da waren vor allem die Krankheiten, wobei immer gleich mehrere Spieler betroffen waren. Zu Beginn haben wir zu wenig Punkte geholt, auch wenn wir meistens nicht schlecht gespielt haben.

Jetzt geht's in den Pre-Play-offs gegen Sonthofen. Nicht gerade ein Lieblingsgegner, oder?

Berwanger: Egal, wir nehmen es, wie es ist. Die Chancen stehen 50:50. Wir freuen uns auf die Aufgabe und bereiten uns hochkonzentriert vor - mit Videoanalysen und das Training ist auf den Gegner abgestimmt. Eine Best-of-three-Serie ist auch Glückssache. Beide werden nervös sein, wobei die Heimmannschaft etwas mehr unter Druck steht. Aber, es geht jetzt alles wieder bei Null los. Jeder kann Meister werden.

Das zweite Saisonziel ist jetzt natürlich das Erreichen der Play-offs. Wie sind die Allgäuer zu knacken?

Berwanger: Theoretisch ist es ganz einfach, in der Praxis schwieriger: Hinten müssen wir mit Geduld und Verantwortung spielen, nach vorne zielgerichtet. Und wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Natürlich wollen wir die Serie gewinnen, denn Play-off-Viertelfinalspiele gegen Regensburg oder Bayreuth wären das Sahnehäubchen.
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