Eishockey
Zittersieg nach 4:0-Führung

Sieben Tore bejubelten die Blue Devils am Freitagabend gegen den EHV Schönheide. Doch die Weidener mussten nach einer 4:0-Führung bis zur Schlussminute zittern, ehe der 7:5-Erfolg unter Dach und Fach war. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
12.11.2016
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Die Blue Devils sind nach der Deutschland-Cup-Pause mit einem Sieg gegen den EHV Schönheide gestartet. Was allerdings zunächst nach einer klaren Sache aussah, wurde noch zu einer Zitterpartie. Erst ein "empty-net-goal" brachte die Entscheidung.

Beim Debüt des tschechischen Verteidigers David Hajek feierten die Blue Devils gegen den EHV Schönheide einen 7:5 (4:0, 1:3, 2:2)-Erfolg. "Wir haben verdient gewonnen, aber wir hätten es uns leichter machen können. Wenn ich nicht eh schon so viele graue Haare hätte, heute wären einige dazugekommen", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger.

Nach 20 Minuten führte seine Mannschaft mit 4:0, verlor aber dann völlig den Faden und musste bis zum Schluss zittern. Erst 39 Sekunden vor dem Ende sorgte Kapitän Ales Jirik mit seinem "empty-net-goal" für die Entscheidung. Gäste-Coach Viktor Proskuryakov sagte, das Spiel sei in den zweiten zehn Minuten des ersten Drittels entschieden worden. "Da haben wir zu viele Leichtsinnsfehler im Abwehrverhalten gemacht. Später haben wir das Spiel fast noch gedreht, da hat auch ein wenig das Glück gefehlt."

"Im ersten Drittel haben wir unglaublich gespielt und verdient mit 4:0 geführt", freute sich Berwanger. Den Torreigen eröffnete Marko Babic in der 12. Minute. Babic spielte erstmals in der Reihe mit Ales Jirik und Martin Heinisch, die hervorragend harmonierte. "Babic scheint da gut reinzupassen", meinte Berwanger. In den letzten drei Minuten zogen die Blue Devils nach tollen Angriffen durch Tore von Marcel Waldowsky (18./19.) und Matt Abercrombie (20.) auf 4:0 davon. Beim 2:0 war Neuzugang Hajek, der mit einigen super Pässen glänzte, mit einem Distanzschuss der Wegbereiter. "Ich bin mit seiner Leistung zufrieden, vor allem im ersten Drittel war er sehr gut", lobte Berwanger den in dieser Woche verpflichteten Tschechen.

Nach Wiederbeginn schien es so weiter zu gehen. Ales Jirik traf nur das Torgestänge, doch dann kam plötzlich ein Bruch ins Weidener Spiel. Das erste Gegentor von Jakub Rumpel (24.) nahm noch niemand richtig ernst, doch nach einem Doppelschlag in der 26. Minute stand es durch Tore von Bruce Becker und Tomas Vrba plötzlich 4:3. Die Sorglosigkeiten im Weidener Defensivspiel wurden bitter bestraft. Schönheide witterte Morgenluft, die Devils wackelten bedenklich und hätten sich über den Ausgleich nicht beschweren dürfen. Für etwas Beruhigung sorgte Ales Jirik mit dem wichtigen 5:3 (38.).

Doch auch dieser Treffer gab nicht die nötige Sicherheit. 50 Sekunden nach Beginn des letzten Abschnitts verkürzte erneut Vrba auf 5:4. Die Partie blieb offen, denn auch den neuerlichen Zwei-Tore-Vorsprung durch Matt Abercrombie (48./Überzahl) beantworteten die Gäste mit dem 6:5 durch Bruce Becker (54.). Das Zittern ging also weiter, bis Ales Jirik 39 Sekunden vor Schluss die Scheibe im leeren Gästekasten versenkte.

Am Sonntag in Lindau


Am Sonntag um 17.30 Uhr treten die Blue Devils bei Neuling EV Lindau an, der am Freitag beim EHC Waldkraiburg mit 3:2 nach Penaltyschießen seinen dritten Saisonsieg feierte.
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