Entscheidende zehn Minuten
Regensburg besiegt die Devils mit 7:1

Wie beim ersten Gastspiel in der Donau-Arena am 20. November 2015 (Szene) verloren die Blue Devils auch am Faschingssonntag beim EV Regensburg mit 1:7. In beiden Spielen erzielte der Kanadier Jacob Laliberte (Zweiter von links) den Weidener Ehrentreffer, rechts Daniel Willaschek. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
07.02.2016
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Am Freitag trotzten die Blue Devils dem Tabellenzweiten Bayreuth einen verdienten Punkt ab. Bei diesem Zähler blieb es beim Derby-Doppelpack, denn am Sonntag war bei Vorrunden-Meister EV Regensburg nichts zu holen. Zu Beginn des zweiten Drittels brach das Unheil über die Weidener herein.

Regensburg. Mit demselben Resultat wie beim ersten Gastspiel in der Donau-Arena zogen die Blue Devils am Faschingssonntag gegen den EV Regensburg den Kürzeren. Weiden spielte in den ersten 20 Minuten gut mit, dann sorgte der Liga-Primus mit fünf Toren innerhalb von rund neun Minuten für klare Verhältnisse und gewann am Ende mit 7:1 (1:1, 5:0, 1:0). Duplizität der Ereignisse: Auch beim 1:7 am 20. November 2015 hatten die Devils im zweiten Abschnitt fünf Gegentreffer kassiert, damals in knapp sieben Minuten.

"In den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels haben wir gemeint, wir müssen mit Regensburg mitspielen. Das geht nicht, daraus müssen wir lernen", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger, der aber die Niederlage als "nicht so tragisch" bezeichnete. "In Regensburg hat noch niemand etwas geholt. Das ist eine Mannschaft mit Spielern, die Zweitliga-Niveau besitzen." Der EVR verteidigte am Sonntag seine blütenweiße Heimweste: Im 17. Heimspiel gelang der Truppe von Trainer Doug Irwin der 17. Dreier.

Mit viertem Angriff


Bei den Blue Devils fehlte neben Ludwig Synowiec (Schultereckgelenksprengung) mit Florin Ketterer (Fingerbruch) ein weiterer wichtiger Verteidiger. Zudem pausierte Angreifer Jakub Wiecki erneut wegen seiner Leistenprobleme. "Hinten haben wir momentan eine Rumpftruppe, das können wir nicht wegstecken", erklärte Berwanger nach dem Match vor über 3000 Zuschauern. Zudem sei der Mannschaft noch der Kraftakt gegen Bayreuth in den Knochen gesteckt. Deshalb ließ der Coach am Sonntag auch alle Akteure spielen. Den vierten Angriff bildeten Florian und Lukas Zellner sowie abwechselnd ein Mittelstürmer aus den ersten drei Blöcken.

Nach 50 Sekunden musste Ales Jirik in die Kühlbox und sofort schlug Topscorer Nikola Gajovsky für das beste Überzahl-Team der Oberliga Süd zu (2. Minute). Danach spielte Weiden ordentlich mit, stand defensiv sehr konzentriert und erarbeitete sich auch die ein oder andere Chance. Eine davon nutzte Jacob Laliberte zum Ausgleich (8.). Berwangers Strategie, das Regensburger Spiel zu zerstören, ging in den ersten 20 Minuten bis auf das frühe Gegentor auf. Doch nach Wiederbeginn herrschte zehn Minuten Chaos in der Weidener Abwehrzone. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 29 Sekunden schossen Nikola Gajovsky (21.) und Mark Dunlop (22.) den haushohen Favoriten auf die Siegerstraße. Kurz vor Ablauf einer Weidener Strafe traf Yannick Drews zum 4:1 (25.). Berwanger nahm eine Auszeit, doch die Wirkung blieb zunächst aus. Barry Noe (28.) und Vitali Stähle (30.) erhöhten auf 6:1. Goalie Fabian Hönkhaus hatte genug und überließ Daniel Huber seinen Platz. "Hönkhaus konnte nichts dafür. Er hat gut gehalten, ebenso wie sein Nachfolger Huber", sagte der Weidener Coach. Regensburg blieb überlegen, doch langsam stabilisierten sich die Gäste im allerdings längst entschiedenen Oberpfalzderby wieder. Im Schlussdrittel stellte Stefan Huber (47.) den 7:1-Endstand her.

Am kommenden Wochenende müssen die Blue Devils nur einmal ran. Am Freitag, 12. Februar, treten sie um 19.30 Uhr beim EC Bad Tölz an. Am Sonntag, 14. Februar, sind die Weidener spielfrei.
Hinten haben wir momentan eine Rumpftruppe, das können wir nicht wegstecken.Devils-Coach Markus Berwanger
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