Fußball
Anadoluspor gegen Sorghof: Finale beim VfB Weiden

Nicht nur für den zum Saisonende scheidenden Spielertrainer Akram Abdel-Haq wäre ein Überraschungserfolg im Kreispokalfinale die Krönung. Der SV Anadoluspor will dem favorisierten SV Sorghof am Donnerstag Paroli bieten. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
04.05.2016
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Für den SV Anadoluspor Weiden ist es ein Höhepunkt in der noch jungen Vereinsgeschichte: Die überwiegend türkischen Fußballer stehen im Pokalfinale des Kreises Amberg/Weiden. Dort treffen sie am Donnerstag, 5. Mai, auf den SV Sorghof.

Die Favoritenrolle ist klar verteilt, wenn um 15 Uhr das Endspiel auf dem Sportgelände des VfB Weiden (nicht wie zunächst berichtet beim VfB Rothenstadt) angepfiffen wird: Hier der zuletzt seiner Vorrundenform hinterher laufende Tabellendritte der Kreisklasse Ost, dort der Zweitplatzierte der Bezirksliga Nord, der um den Direktaufstieg in die Landesliga kämpft. Trotz der zwei Spielklassen Unterschied erwartet Kreisspielleiter Albert Kellner ein hoch interessantes Finale: "Außenseiter wachsen im Pokal ja oft über sich hinaus."

Auf eine ansprechende Leistung ihrer Mannschaft hofft auch die Führungsspitze des SV Anadoluspor. "Ich wünsche mir ein gutes Spiel in einem sportlichen Rahmen", sagt Vorsitzender Hayrettin Akkaya. Lange Zeit hatte es im Saisonverlauf so ausgesehen, als ob der SV Anadoluspor unter dem zum Saisonende scheidenden Spielertrainer Akram Abdel-Haq zum Durchmarsch in die Kreisliga ansetzen könnte. Dass seit Ende der Winterpause lediglich ein Sieg in sechs Spielen gelang und die Spitzenposition verloren ging, will Akkaya nicht zu hoch hängen: "Die Tabellenführung hat Druck und Stress verursacht. Das war ein bisschen zu viel für unsere jungen Spieler." Der Vorsitzende wünscht sich einen großen Zuschauerzuspruch: "Es wäre schön, wenn viele Fußballfans kommen. Als Verköstigung bieten wir türkische Spezialitäten an."

Die wird der SV Sorghof vermutlich erst nach Ablauf der 90 Minuten genießen wollen. Die Sorghofer stehen zum dritten Mal in Folge im Finale des Totopokals auf Kreisebene. Die Elf von Thorsten Baierlein reist als Titelverteidiger an und will erneut den Pott holen. Dabei geht es auch um Bares und sportliche Anreize. Die Kreispokalsieger erhalten vom BFV und Sponsor Lotto Bayern eine Prämie in Höhe von 700 Euro. Zudem ziehen sie in die 1. BFV-Hauptrunde 2016/17 ein. Dort winken weitere Einnahmen und echte Pokalkracher gegen Dritt- oder Regionalligisten.

Sorghof tritt in Bestaufstellung an und stellt sich auf einen motivierten Gegner ein, der im Viertelfinale den SV Freudenberg (2:0) und im Halbfinale den SV Neusorg (1:0) ausschaltete. Die Sorghofer Elf musste dagegen im Halbfinale ins Elfmeterschießen, um den SV Inter Bergsteig mit 7:6 niederzuhalten.
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