Fußball
Auftaktspiel gleich ein Derby-Kracher

Ein Zweikampf im Mittelfeld zwischen Marco Wiedmann (FCA, rechts) und Florian Fromholzer (DJK, links): Die DJK Ammerthal verlor vor zwei Jahren ihr Heimspiel gegen den großen Rivalen mit 1:5. Ein Ergebnis, das der Wiederaufsteiger zum Bayernliga-Auftakt diesmal unbedingt besser gestalten will. Bild. Ziegler
Sport
Weiden in der Oberpfalz
13.07.2016
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Kaum ist die Europameisterschaft vorbei, liegt der Fokus schon wieder auf dem Fußball in der Region. Eine Liga sticht dabei - aus Oberpfälzer Sicht - besonders heraus: die Bayernliga Nord. Zwei Regionalligaabsteiger, ambitionierte Aufsteiger, packende Derbys - an diesem Donnerstag rollt der Ball endlich wieder.

Das Eröffnungsspiel wird dann gleich ein echter Kracher, wenn die DJK Ammerthal den FC Amberg erwartet. Unterschiedlicher hätten die vergangenen Spielzeiten beider Teams gar nicht laufen können. Während die DJK im Vorjahr mit deutlichem Vorsprung Meister der Landesliga Mitte wurde und sich damit nach einem Jahr Abstinenz über die Rückkehr in die Bayernliga freut, musste der FC Amberg diesen Schritt zurück antreten - nach einer katastrophalen Rückrunde in der Regionalliga Bayern stand am Ende ein direkter Abstiegsplatz.

Doch dieses Derby ist nicht nur deshalb interessant, weil ein Auf- einen Absteiger empfängt, sondern auch, weil sich bei beiden Mannschaften personell einiges bewegt hat. In Ammerthal bediente man sich gleich zwei Mal beim Regionalligisten aus Bayreuth und holte Verteidiger Mario Zitzmann und den Ex-Amberger Friedrich Lieder für die ohnehin schlagkräftige Offensive.

Noch mehr Bewegung gab es beim FC Amberg. Nach dem Abgang von Trainer Timo Rost präsentierte der FC Günter Brandl als dessen Nachfolger, der ohne einige Stammspieler der Vorsaison eine fast neue Mannschaft aufbauen muss. Eckpfeiler darin sollen die Neuzugänge Sebastian Schulik (Stürmer, SC Feucht) oder Mittelfeldmann Brian Gallo (SpVgg Greuther Fürth II) sein. Wie schnell die Automatismen greifen und das neue System von Günter Brandl aber eingespielt sein werden, das wird die spannende Frage rund um das Stadion am Schanzl. Ein Auftakterfolg gegen den selbstbewussten Aufsteiger aus Ammerthal würde dem neuformierten Regionalligaabsteiger sicher den Rücken stärken - das wird aber wohl alles andere als eine leichte Aufgabe.

Ebenfalls im Blickpunkt der Oberpfälzer Fußballfans: die SpVgg SV Weiden. Personell hat sich am Wasserwerk nicht allzu viel getan. Die wichtigste personelle Änderung ist die Rückkehr von Thomas Schneider, der nach nur einem Jahr beim FC Amberg an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt und dort wieder die Fäden im Mittelfeld ziehen soll. Nach Platz 5 im Vorjahr werden die Weidener auch in dieser Spielzeit wohl wieder im oberen Tabellendrittel zu finden sein. Den ersten Schritt will das Team um Trainer Tomas Galasek beim Auswärtsauftakt in Aubstadt gehen - eine Aufgabe, die schwer, aber nicht unlösbar ist.

Einen klaren Favoriten gibt es in dieser Bayernliga Nord auf den ersten Blick aber nicht. Die Regionalligaabsteiger Amberg und Aschaffenburg müssen sich beide erst wieder an die neue Klasse gewöhnen. Eichstätt, Großbardorf und Weiden werden an die gute Vorsaison anknüpfen wollen, dazu kommen ambitionierte Aufsteiger wie Ammerthal oder die Würzburger Kickers II. Die ersten Wochen werden zeigen, wo sich die Teams einordnen - und dann kann es so richtig losgehen.

Bayernliga Nord

1. Spieltag

Ammerthal - FC Amberg Do. 18.30 Uhr

Würzburg II - Don Bosco Sa. 14.00 Uhr

Aschaffenburg - Neumarkt Sa. 14.00 Uhr

Eltersdorf - Sand Sa. 15.00 Uhr

Feucht - Haibach Sa. 15.00 Uhr

Frohnlach - Würzburg Sa. 15.00 Uhr

Erlenbach/Main - Eichstätt Sa. 16.00 Uhr

Aubstadt - Weiden Sa. 16.00 Uhr

Ansbach - Großbardorf So. 16.00 Uhr
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