Fußball
Bierofka-Effekt muss greifen

Sport
Weiden in der Oberpfalz
19.04.2016
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Von Alfred Schwarzmeier

Der TSV 1860 greift in höchster Not nach dem letzten Strohhalm. Zwölf Jahre nach dem unseligen Bundesligaabstieg will die Klubführung ein weiteres, womöglich noch größeres, Fiasko verhindern. In der 3. Liga gegen das Leder treten? Ein Horrorgedanke, dem jedem gestandenen Sechziger-Fan das blanke Entsetzen ins Gesicht treibt.

Kurz vor Torschluss soll ein neuer Trainer das Ruder herumreißen. Wieder einmal. Kaum ein anderer Klub im deutschen Profifußball hat in den vergangenen Jahren so oft seine Übungsleiter ausgetauscht wie die Münchener. Bewirkt haben die Hauruck-Aktionen wenig bis nichts. Sogar ein erfahrener Zweitliga-Haudegen wie Benno Möhlmann ist gescheitert. Was eine Vermutung zur Gewissheit werden lässt: Die Qualität des Kaders genügt schlichtweg den Ansprüchen nicht. Wie in der vergangenen Saison steht der Traditionsverein am Abgrund. Damals gelang in einer dramatischen Last-Minute-Relegation gegen Holstein Kiel der Klassenerhalt. Und diesmal?

Nur drei Punkte beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, lediglich zwei Zähler fehlen auf den Relegationsrang - noch ist Giesings Stolz nicht verloren. Aber nun muss der Bierofka-Effekt greifen. Eintracht Braunschweig, St. Pauli, SC Paderborn und FSV Frankfurt heißen die letzten Saison-Gegner. Mit jedem Punktverlust steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Konkurrenten in der kommenden Saison Preußen Münster oder Hallescher FC heißen.

alfred.schwarzmeier@derneuetag.de
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