Fußball
Dämpfer für die SpVgg SV Weiden

Sport
Weiden in der Oberpfalz
27.04.2016
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Der Weidener Stürmer Ralph Egeter (blaues Trikot) muss sich der Attacke seines Bewachers Ales Ivasko erwehren: Die Defensive der SpVgg Bayern Hof ging kompromisslos zur Sache und ließ nur sehr wenige Chancen der SpVgg SV zu. Mit einem 3:1-Sieg entführten die Oberfranken die Punkte im Nachholspiel und versetzten den Weidener Aufstiegsträumen einen herben Dämpfer. Bild: A. Schwarzmeier

Herber Rückschlag im Aufstiegskampf: Die SpVgg SV Weiden verlor am Dienstagabend das Nachholspiel gegen die SpVgg Bayern Hof mit 1:3 und verpasste dadurch den Sprung auf Tabellenplatz zwei in der Fußball-Bayernliga Nord.

Mit dieser Niederlage fand die überragende Weidener Erfolgsserie ein abruptes Ende. Seit dem 12. September 2015 (1:2 beim TSV Großbardorf) waren die Schwarz-Blauen in 18 Partien nicht mehr als Verlierer vom Platz gegangen. Vier Spieltage vor Saisonende spitzt sich der Kampf um die Meisterschaft und den Relegationsplatz in der Bayernliga Nord zu. Die Aufstiegskandidaten SV Seligenporten (60), SpVgg SV Weiden (58), SpVgg Bayern Hof (57) und TSV Großbardorf (57) liegen hinter Spitzenreiter VfB Eichstätt (62) dicht auf. Eichstätt hat bekanntlich keinen Antrag auf Regionalliga-Zulassung gestellt.

"Ich gratuliere dem Gegner, wie er aufgetreten ist. Hof war gut vorbereitet und hat unsere Passwege zugemacht", beglückwünschte SpVgg-SV-Trainer Tomas Galasek den Sieger. "Es ist eine bittere Niederlage, aber es hat für uns heute nicht gereicht. Hof war einfach besser."

Von einem "klaren Signal, dass wir weiter vorn mitkämpfen wollen", sprach Miloslav Janovsky. "Es gab einen Plan A, der hieß, entweder verlieren und die Saison ist vorbei", erläuterte der Hofer Trainer. "Und wir hatten einen Plan B, der lautete: Wir holen die Punkte und sind wieder zurück. Ich bin glücklich, dass wir uns für die zweite Lösung entschieden haben."

Vor rund 530 Zuschauern begann Weiden mit Rafael Wodniok statt Matthias Heckenberger. Auf der Bank nahm überraschend Michael Riester nach überstandener Zwerchfellverletzung Platz. Von Anpfiff weg operierten die Max-Reger-Städter als auch die Hofer Bayern mit ähnlichem Rezept. Viele weite Bälle auf die robusten Stürmer sorgten dafür, dass die Fans ein flottes, aber hektisches Spiel zu sehen bekamen.

Die Gäste erarbeiteten sich ein leichtes Übergewicht und konnten dieses auch zum ersten Treffer nutzen. Bei einer Hereingabe aus dem Halbfeld waren sich Andreas Wendl, Johannes Scherm und Torwart Dominik Forster uneins: Gäste-Torjäger Martin Holek drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (23.). Weiden schlug im direkten Gegenzug zurück. Ein kluger Ball von Lukas Hudec ließ Ralph Egeter frei vor dem Tor der Gäste auftauchen. Ales Ivasko zog Egeter zu Boden und Schiedsrichter Andreas Hartl entschied auf Elfmeter. Ivasko bekam Gelb, hätte sich aber auch über einen Platzverweise wegen einer Notbremse nicht beschweren dürfen. Hudec verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum Ausgleich (24.).

Sechs Minuten später hatten die Weidener Fans den nächsten Torschrei auf den Lippen: Josef Rodler schob nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum den Ball über die Linie, jedoch verweigerte der Referee wegen eines vorangegangenen Foulspiels dem Treffer die Anerkennung (30.). In der Folge waren die Oberfranken gefährlicher und so musste Forster bei zwei Flachschüssen von Eduard Root (34./44.) retten.

Nach dem Wechsel führten viele Fouls und Zweikämpfe dazu, dass kein rechter Spielfluss aufkam. Die Ungenauigkeiten im Passspiel häuften sich. Weiden kam zu keinem geordneten Spielaufbau. Negativ wirkte sich dabei aus, dass Mittelfeldspieler Stefan Graf mit einer schweren Bänderverletzung nach knapp einer Stunde vom Platz musste. Als vieles auf ein Remis hindeutete, setzte sich Tomas Sturm auf der linken Hofer Angriffsseite durch und bediente Maximilian Krauß, der aus sieben Metern zum 1:2 einschob (80.). Die Schlussoffensive der SpVgg SV blieb aus. Eine Minute vor Spielende sorgte der eingewechselte Thomas Stock nach einem Konter für den verdienten 1:3-Endstand.

Die SpVgg SV Weiden steht nun beim Spitzenspiel am Samstag beim Tabellenführer VfB Eichstätt unter Zugzwang. "Es ist immer schwierig,, eine solche Serie wie wir sie hatten, zu bestätigen", meinte Galasek. "Ich denke, dass meine Spieler die Niederlage wegstecken und wieder aufstehen."
Ich denke, dass meine Spieler die Niederlage wegstecken und wieder aufstehen.Tomas Galasek
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