Fußball
Drittes Spiel ohne Gegentor

Sport
Weiden in der Oberpfalz
29.08.2016
70
0

Dominik Forster, Torwart des Bayernligisten SpVgg SV Weiden, verfügt offenbar über hellseherische Qualitäten. Im Vorfeld der Partie gegen den TSV Großbardorf lautete sein Plan: "Schauen, dass hinten die Null steht und wir vorne vielleicht einen reinwursteln." So kam es auch.

Forster und seine Vorderleute hielten ihren Kasten sauber und Johannes Scherm nutzte kurz vor der Pause eine Unachtsamkeit der Gäste zum entscheidenden Treffer, der schließlich den knappen aber verdienten 1:0 (1:0)-Sieg brachte.

Hitzeschlacht


Trotz der Hitze von weit über 30 Grad, wurde das Spiel auf beiden Seiten mit offenem Visier geführt. Nicht umsonst bedachten die beiden Co-Trainer Norbert Prediger als auch Udo Eckert von den Gästen nach einer flotten Partie beide Mannschaften mit großem Lob. Von einer bitteren Niederlage sprach Eckert in der anschließenden Pressekonferenz. "Obwohl wir ebenbürtig waren und gute Chancen hatten, wurde die Mannschaft nicht für ihren Aufwand belohnt. So grausam kann Fußball sein." Mit der Sonne um die Wette dagegen strahlte Kollege Norbert Prediger. "Unser Plan, kein Gegentor zu bekommen, ging auf. Mir war klar, wer in dieser mörderischen Hitze das erste Tor schießt, der gewinnt. Für uns war es das dritte Spiel in Folge ohne Gegentor und das stimmt zuversichtlich für die Zukunft.

Schon nach acht Minuten brachte sich die Heimelf durch umständliches Ballgeschiebe vor dem eigenen Tor erstmals in Verlegenheit. Nur gut, dass Torwart Dominik Forster den Schuss aus spitzen Winkel abwehrte. Im Gegenzug steuerte Josef Rodler nach einer Unachtsamkeit der Gästeabwehr alleine auf Keeper Marcel Wehr zu, der jedoch ließ sich nicht überlisten. Das war es auch schon mit den Höhepunkten bis kurz vor der Pause. Glück hatten die Hausherren in der 40. Minute, als die heimische Abwehr auf Abseits spekulierte. Nur gut, dass Andre Rieß alleine vor Forster die Nerven versagten.

Scherm trifft unhaltbar


Als alle schon mit einer Nullnummer zur Halbzeit spekulierten, fiel der heimischen Führungstreffer. Die "Gallier" brachten das Leder nicht aus der Gefahrenzone und Johannes Scherm traf mit einem Mordsschuss aus halblinker Position. Der Zeitpunkt war natürlich von enorm psychologischem Vorteil.

Im zweiten Abschnitt zollten die Akteure erst einmal der Hitze Tribut. Die Gäste versuchten nun zunehmend mit langen Bällen ihr Glück, zwingende Torchancen blieben vorerst Mangelware. Nur einmal entschärfte Weidens Keeper Dominik Forster einen Gewaltschuss von Björn Schönwiesner aus 20 Meter. Die Entscheidung hatte Josef Rodler auf dem Fuß, kam aber nach einem Querpass von Niklas Lang einen Fußspitze zu spät.

Mit zwei frischen Kräften drängten die Grabfelder in der Schlussphase auf den Ausgleich. Dabei hatten die immer müder werden Hausherren noch zwei brenzlige Situationen zu überstehen. Schließlich erlöste Schiedsrichter Steffen Brütting die Akteure mit dem Schlusspfiff.

"Hellseher" Dominik Forster strahlte übers ganze Gesicht, denn er behielt mit seinem Plan recht. "Es war die erwartet schwere Partie. Erst in der zweiten Halbzeit fanden wir besser ins Spiel. Ich bin glücklich über die drei Zähler".

Es war die erwartet schwere Partie. Erst in der zweiten Halbzeit fanden wir besser ins Spiel. Ich bin glücklich über die drei Zähler.Weidens Keeper Dominik Forster
Weitere Beiträge zu den Themen: Fußball (1198)Bayernliga Nord (43)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.