Fußball
Ein Punkt reicht der SpVgg SV

Beim Heimspiel gegen den SC Eltersdorf (3:1) veranschaulichten junge SpVgg-SV-Fans plakativ, worauf's ankommt. Im Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers II sind die Weidener Spieler noch einmal gefordert. Bereits ein Unentschieden würde zum direkten Ligaverbleib reichen. Bild: G. Büttner
Sport
Weiden in der Oberpfalz
19.05.2017
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Beim Heimspiel gegen den SC Eltersdorf (3:1) veranschaulichten junge SpVgg-SV-Fans plakativ, worauf's ankommt. Im Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers II sind die Weidener Spieler noch einmal gefordert. Bereits ein Unentschieden würde zum direkten Ligaverbleib reichen. Bild: hfz

Die SpVgg SV Weiden will den direkten Klassenerhalt. Unbedingt. Ein Remis bei den Würzburger Kickers II würde bereits reichen.

(hfz) Finaler Spieltag in der Bayernliga Nord: Während mit dem VfB Eichstätt und dem VfL Frohnlach der Meister und der Absteiger feststehen, ist der Kampf um die Relegationsplätze, sowohl nach oben als auch nach unten, noch in vollem Gange. Die SpVgg SV Weiden ist zwar weiterhin ein möglicher Kandidat für die Abstiegsrelegation, kann das Saisonfinale aber mit einer hervorragenden Ausgangsposition bestreiten.

Zum einen hat die Truppe von Franz Koller es selber in der Hand, mit einem Punktgewinn am Samstag um 14 Uhr bei den Würzburger Kickers II, den entscheidenden Schritt selbst zu tätigen. Sollte dies nicht gelingen, müssen zum anderen die direkten Konkurrenten DJK Don Bosco Bamberg (beim SC Eltersdorf), SpVgg Ansbach (gegen 1. FC Sand) und SC Feucht (gegen ASV Neumarkt) alle gewinnen, um die SpVgg SV Weiden noch bis auf den 15. Platz durchzureichen. Seit dem vergangenen Wochenende steht bekanntlich fest, dass auch der 14. Rang zum direkten Klassenerhalt reichen wird.

Trotzdem mahnt Koller zur Vorsicht: "Es ist natürlich schön, dass wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern können. Wir wollen das auch selbst erledigen und nicht nach Schlusspfiff auf irgendwelche Ergebnisse hoffen. Im Fußball sind aber schon die verrücktesten Sachen passiert, weswegen wir nochmal alles aus uns rausholen müssen."

Der 3:1-Sieg gegen den SC Eltersdorf am vergangenen Samstag war bereits die siebte Begegnung in Folge ohne Niederlage, was die Max-Reger-Städter bis auf den 12. Tabellenplatz nach vorne gespült hat. Die Gründe liegen für Koller auf der Hand: "Grundsätzlich haben wir Stabilität in unser System bekommen. Dazu sind wir körperlich topfit, was in den vielen englischen Wochen ein wichtiger Faktor war."

Die zweite Mannschaft der Würzburger Kickers belegt aktuell den achten Rang und kann seit Wochen beruhigt aufspielen. Das Team von Trainer Claudiu Bozesan hat nach dem Aufstieg aus der Landesliga im vergangenen Sommer das Saisonziel Klassenerhalt in der Tasche, was für Koller aber kein Vorteil ist: "Würzburg hat viele Talente, die sich noch zeigen wollen. Denen ist es egal, ob es noch um was geht, sie gehen immer volle Pulle." Im Hinspiel siegten die jungen Unterfranken in Spiel eins nach dem Rücktritt von Tomas Galasek mit 2:1 im Sparda-Bank-Stadion. Besonders auf Sturmführer Sebastian Fries (13 Saisontreffer) muss die Weidener Defensive aufpassen.

Einen Beitrag, den Wirkungskreis von Fries einzuschränken, kann Andreas Wendl leisten. Seine Sperre ist abgelaufen und er möchte sich mit einem Sieg in seinem letzten Spiel im schwarzblauen Dress verabschieden. Auch Thomas Schneider, dessen Ziel wie das von Wendl noch unbekannt ist, und Michael Riester (Karriereende) verlassen den Verein. Riester wird aber heute wegen seiner eigenen Hochzeit fehlen, dazu fallen mit Josef Rodler (Handbruch), Marco Kießling (Auslandsaufenthalt), Lukas Hudec (privat verhindert) und Tobias Plößner (eingeklemmter Nerv) weitere Akteure aus.

Sollten auch die angeschlagenen Thomas Wildenauer (Wadenprellung) und Ibrahim Devrilen (Grippe) nicht mitwirken können, muss Koller improvisieren: "Einige A-Jugendspieler werden die weite Reise mit antreten. Wir kommen jetzt wirklich auf der letzten Rille daher. Deswegen ist es umso wichtiger, den Deckel auf diese turbulente Saison zu setzen."

Wir kommen jetzt wirklich auf der letzten Rille daher. Deswegen ist es umso wichtiger, den Deckel auf diese turbulente Saison zu setzen.Franz Koller, Trainer der SpVgg SV Weiden
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