Fußball
Eine gefühlte Niederlage

Johannes Pötzl (links) und zweimal Martin Pasieka sorgten für eine eigentlich beruhigende 3:0-Führung zur Halbzeit. Aber nach Wiederanpfiff musste Etzenricht noch drei Treffer hinnehmen und kam mit einem Unentschieden aus Neukirchen zurück. Bild: war
Sport
Weiden in der Oberpfalz
21.11.2016
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Neukirchen bei Heilig Blut. Der SV Etzenricht versäumte es, den sechsten Saisonsieg einzufahren. Die Rösch-Elf musste sich nach einer komfortablen 3:0-Halbzeitführung am Ende noch mit einem Remis anfreunden. Das entscheidende 3:3 fiel in der Nachspielzeit. Und vier Minuten vor dem Schlusspfiff war erst der Anschlusstreffer gefallen.

Während anderorts Spielausfälle ganz normal waren, fand die Partie in Neukirchen bei sonnigem Wetter auf einem gut bespielbaren Rasenplatz statt. Und die Rösch-Truppe zeigte sich im ersten Abschnitt auch von ihrer besten Seite, ließ vor allem hinten so gut wie nichts zu. Michael Heisig vereitelte in der 44. Minute eine Einzelchance für die Rosenkranzler, den Nachschuss blockte SVE-Verteidiger Fabian Göbl. In der Offensive lief es wie am Schnürchen für den Gastverein.

"Keiner hätte sich beklagt, wenn wir 5:0 vorne gelegen hätten, als der Schiri zur Halbzeit pfiff", war sich Sportlicher Leiter Markus Hofbauer zu diesem Zeitpunkt sicher. Johannes Pötzl war der Schütze des 1:0. Zuvor hatte Stephan Herrmann nach Vorarbeit von Göbl abgezogen, der Abpraller landete maßgerecht vor dem Schützen.

Nach feinem Steilpass von Kapitän Herrmann hatte Martin Pasieka genügend Raum um alleine auf das Tor zu stürmen und zu vollenden. Pasieka besorgte mit seinem neunte Saisontreffer auch nach Doppelpass mit Sturmpartner Pötzl den Halbzeitstand. Großchancen für die Gäste ließen Pötzl (40.) und Herrmann (17.) liegen, letzterer scheiterte mit einem Handelfmeter an Josef Jurasis Reaktionsschnelligkeit.

Ein völlig anderes Bild bot sich nach dem Wiederanpfiff. Neukirchen, vor der Halbzeit ohne Zugriff auf das Spiel und völlig unterlegen, versuchten sofort, dem Spiel eine Wende zu geben. Heisig stand bei einem abgefälschten Ball (50.) und einem Versuch aus 16 Metern (56.) sofort unter Beschuss. Etzenricht fing sich wieder, Maximilian Geber fand aus 18 Metern in Jurasi seinen Meister. Beim 1:3 hatte Torjäger Adam Vlcek kräftig Dusel, sein Geschoss aus 20 Metern wurde von Herrmann unhaltbar abgefälscht.

Noch einmal bestand Gelegenheit den Sack zuzumachen. Nach einem gut angelegten Entlastungsangriff (82.) hämmerte Pasieka an den Pfosten. Das Unheil aus Etzenrichter Sicht nahm seinen Lauf: In der aufkommenden Hektik ging die Spielordnung vollends verloren. Bachl verlängerte eine Freistoßflanke zum 2:3 und Florian Baumann kam nach einem langen Ball frei zum Abschluss und tunnelte Heisig zum 3:3.

"Das Unentschieden fühlt sich wie eine 0:3-Niederlage an", bekannte Michael Rösch gleich nach der Partie. Vor allem der Kontrast der Spielhälften machten dem Trainer zu schaffen. "Vor der Pause waren das heute unsere besten 45 Minuten, dann war Neukirchen am Drücker. Wir haben nicht mehr funktioniert und leichtfertig die drei Punkte hergeschenkt."

Vor der Pause waren das heute unsere besten 45 Minuten, dann war Neukirchen am Drücker. Wir haben nicht mehr funktioniert und leichtfertig die drei Punkte hergeschenkt.Michael Rösch, Trainer SV Etzenricht
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