Fußball-Heimspiel: SpVgg SV Weiden gegen SpVgg Ansbach
Erster Schritt aus der Krise

Christoph Hegenbart (Mitte) enteilt nach seinem Treffer zum 1:0 zum Torjubel: Die SpVgg SV Weiden gewann 2:1 gegen den Tabellennachbarn SpVgg Ansbach und feierte nach drei deftigen Niederlagen endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
09.10.2016
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Erleichterung bei der SpVgg SV Weiden: Nach 90 hart umkämpften und teils hitzigen Minuten stand im Heimspiel gegen die SpVgg Ansbach ein 2:1 auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, das für etwas Ruhe am Wasserwerk sorgen sollte.

Christoph Hegenbart und Benjamin Werner sorgten für die beiden Treffer, welche jeweils nach Ecken von Thomas Schneider fielen. Letzterer kassierte in der Schlussphase eine überzogene Rote Karte wegen rohen Spieles und muss damit auf noch unbestimmte Zeit pausieren.

Nie eine Rote Karte


"Ich freue mich über den Sieg, bin aber natürlich geschockt von dem Platzverweis. Das ist nie im Leben eine Rote Karte. Ich hoffe die Sperre wird nicht zu lang", sagte Schneider nach dem Spiel." Zusätzlich verteilte der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter Thorsten Wenzlik weitere acht Gelbe Karten in einer Partie, die weniger von spielerischen Höhepunkten, sondern vielmehr von Zweikämpfen und Unsicherheit geprägt war.

"Heute ist es nicht entscheidend, wie das Ganze ausgesehen hat, sondern wichtig ist nur das Ergebnis. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben und auch den Kampf angenommen haben. So muss es weitergehen", sagte Trainer Tomas Galasek.

Der Weidener Übungsleiter veränderte seine Startelf und brachte mit Tobias Plößner, Marco Kießling und Florian Reich drei neue Akteure. Thomas Wildenauer rückte auf die Position des Rechtsverteidigers. Den beiden punktgleichen Teams war die Wichtigkeit dieser Begegnung anzumerken. Klassisches Abtasten und intensive Zweikämpfe bestimmten die Anfangsphase, in der sich kein Team Vorteile verschaffen konnte. Lediglich Kießling hätte nach vier Minuten für Ruhe im Weidener Lager sorgen können, sein Schuss wurde aber kurz vor dem Tor abgeblockt.

Eine Standardsituation musste für für Zählbares herhalten. Nach einer Schneider-Ecke stand Hegenbart goldrichtig und jagte aus kurzer Distanz das Leder zum Führungstreffer in die Maschen (24.). Das Tor veränderte den Spielablauf kaum und so gab es den nächsten Aufreger erst kurz vor dem Halbzeitpfiff. Gästestürmer Patrick Kroiß nahm sich aus gut 25 Metern ein Herz und dessen Abschluss ging über den Innenpfosten zum vermeintlichen Ausgleich ins Netz. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten nahm der Schiedsrichter den Treffer aber zurück. Ein Ansbacher stand im Blickfeld von Keeper Dominik Forster und beeinträchtige dessen Sicht.

Kopf nicht hängen gelassen


Die Ansbacher kamen zielstrebiger aus der Kabine und die SpVgg SV zog sich weit in die eigene Hälfte zurück. Nach Möglichkeiten von Kroiß (50.) und Sebastian Mechnik (53.) war es dann Oskar König, der von der Strafraumkante mit einem Flachschuss Forster zum verdienten Ausgleich überwand (59.). Vieles erinnerte an die Auftritte der letzten Wochen, als die SpVgg SV nach einem ersten Einschlag Gegentor um Gegentor kassiert hatte. Nicht so aber an diesem Tag. "In dieser Phase standen wir wieder neben uns und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wichtig, war, dass wir danach die Köpfe hoch genommen und gekämpft haben", sagte Galasek.

In der Tat war nach dem 1:1 zu erkennen, dass sich die Wasserwerkelf für die Auftritte der letzten Spiele rehabilitieren wollte und agierte giftig. Mehr und mehr übernahm Weiden die Kontrolle und kam auch wieder zu Chancen. Lukas Hudec scheiterte aber nach einer schönen Kombination an Gästetorwart Sebastian Heid. Aber zum Glück waren da ja noch die starken Ecken von Schneider. Eine solche scharf getretene Hereingabe verlängerte Werner per Kopf zum 2:1 (80.).

Die Schlussphase war von Hektik geprägt, echte Chancen zum Ausgleich gab es für Ansbach nicht mehr. Die Max-Reger Städter brachten den wichtigen Erfolg über die Zeit, kletterten damit auf Platz 10 der Tabelle und verschafften sich etwas Luft. Am kommenden Freitag geht die Reise zum SC Eltersdorf "Mit der Einstellung und Kampfgeist wie nach dem Ausgleich bin ich optimistisch, dass wir auch auf längere Sicht die Wende hinbekommen", erklärte Galasek.

Ich bin froh, dass wir gewonnen haben und auch den Kampf angenommen haben. So muss es weitergehen.SpVgg-SV-Coach Tomas Galasek
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