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Weiden in der Oberpfalz
17.03.2016
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Es könnte alles so einfach sein. Könnte... - denn dem Spitzenreiter der Fußball-Kreisklasse Ost, dem SV Anadoluspor Weiden, droht in der neuen Saison das sportliche Aus. "Wir haben künftig keinen Platz mehr zur Verfügung, auf dem wir trainieren und spielen können", schildert Abteilungsleiter Kioutsouk Ali Murat die tragische Lage, in der sich der SV Anadoluspor mit seinen 110 Mitgliedern befindet.

Die Weidener, die seit der Gründung im Jahr 2000 sich zu einer festen Fußball-Größe im Kreis entwickelt haben, rangieren mit 36 Zählern punktgleich mit der DJK Weiden an der Spitze der Kreisklasse Ost. Dabei hat die Mannschaft, die seit zwei Jahren vom ehemaligen Regionalliga-Akteur Akram Abdel-Haq als Spielertrainer betreut wird, den Aufstieg in die Kreisliga fest im Visier.

Und genau in der Vorbereitung nach der Winterpause begannen die Probleme des SV Anadoluspor, der bislang immer auf dem Platz des VfB Weiden trainieren und spielen konnte. Um einen möglichen zweiten Aufstieg in Folge realisieren zu können, bat Abdel-Haq seine Jungs pro Woche bis zu fünf Mal ins Training beordert, davon drei Mal auf dem Platz. "Der VfB teilte uns dann mit, dass wir auf seinem Platz nicht mehr trainieren können, da dieser zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird", blickt Kioutsouk zurück. Die Folge: Die Einheiten auf Rasen wurden drastisch reduziert, es wurde in die Halle ausgewichen oder Laufeinheiten im Wald absolviert. Es kam noch schlimmer. Denn der VfB teilte mit, dass der SV Anadoluspor in der Saison 2016/17 den Platz im Weidener Westen nicht nutzen kann. "Wir dürfen diese Saison noch zu Ende spielen, stehen dann aber ohne Platz da", so Kioutsouk. "Finden wir keine Möglichkeit, wo wir unterkommen, dann müssen wir unser Team aus dem Punktspielbetrieb zurückziehen", erklärt der Abteilungsleiter traurig.

Um dies zu vermeiden, liefen in den letzten Wochen die Telefondrähte heiß. Mit verschiedenen Fußball-klubs wurde Kontakt aufgenommen - ohne Erfolg. "Wir sind mit unserem Latein derzeit am Ende", so Kioutsouk, der deswegen den Weg an die Öffentlichkeit sucht. "Wir hatten in den letzten Jahren so viele sportliche Erfolge zu verzeichnen, und sind auch schon einmal mit dem Fairness-Pokal des Kreises Amberg/Weiden ausgezeichnet worden", schaut der Abteilungsleiter auf eine bislang erfolgreiche Geschichte zurück.

"Wir möchten weiter Fußball spielen und unseren Freunden aus verschiedensten Nationen, auch etliche Flüchtlinge haben sich inzwischen angeschlossen, ein zu Hause bieten", sagte Kioutsouk. Klubs, die uns helfen wollen, können sich bei Torwart-Trainer Hasan Güdük per Mail: hasan.gueduek@hof-university.de oder Telefon: 0160/93867101, melden
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