Fußball
Jubel in Schirmitz

Geschafft! Nach dem Schlusspfiff war klar, die SpVgg Schirmitz ist Meister der Kreisliga Nord und Aufsteiger in die Bezirksliga. Die Mannschaft feierte dies natürlich gebührend. Bild: du
Sport
Weiden in der Oberpfalz
23.05.2016
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Spannender geht es fast kaum. Die SpVgg Schirmitz und der SV Plößberg haben vor dem letzten Spieltag jeweils 50 Punkte auf dem Konto. Und beide packen am Sonntag noch einen Dreier drauf. Trotzdem kommt Schirmitz als Tabellenerster der Kreisliga Nord ins Ziel und steigt auf. Plößberg muss in die Relegation.

Schirmitz siegte am Sonntag mit 2:0 beim SC Eschenbach, Plößberg 2:0 im Heimspiel gegen die DJK Ebnath. Damit haben beide 53 Punkte. Aber 1:2 und 0:0 endeten die Partien in der abgelaufenen Saison zwischen den beiden. Damit haben die Schirmitzer im direkten Vergleich die Nase vorne, sichern sich die Meisterschaft in der Kreisliga Nord und jubeln über den direkten Aufstieg in die Bezirksliga. Plößberg kann über die Relegation folgen. Der SV spielt am Dienstag, 18.30 Uhr gegen den TuS Kastl (2. Kreisliga Süd). Am anderen Ende der Tabelle hat die DJK Ebnath (11./21) gegen die DJK Irchenrieth (12./21) im direkten Vergleich die besseren Karten und freut sich über den Klassenerhalt. Irchenrieth muss in die Relegation.

SV Plößberg 2:0 (2:0) DJK Ebnath

Tore: 1:0/2:0 (10./32.) Max Weniger - SR: Thomas Endreß (FC Stammbach) - Zuschauer: 200

Mit dem 2:0-Heimsieg gegen die DJK Ebnath sicherte sich der SV Plößberg im letzten Punktspiel den zweiten Tabellenplatz. Mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft ließen die Hausherren den Gästen nicht den Hauch einer Chance. Nun bleibt zu hoffen, dass sich für die Relegation zur Bezirksliga die Personalsituation etwas verbessert. Die Gastgeber machten von Beginn an Druck und ließen die Gäste nicht ins Spiel kommen. In der zehnten Minute schloss Max Weniger einen schönen Spielzug zum 1:0 ab. Die Gäste mühten sich zwar redlich, sorgten aber kaum für Gefahr im Plößberger Strafraum. Nach einer guten halben Stunde erhöhte Max Weniger per Kopf auf 2:0.

Nach dem Seitenwechsel war von den Gästen nicht mehr viel zu sehen. Die Gastgeber hatten mehrmals die Möglichkeit, das Ergebnis zu erhöhen. Pech hatte Patrick Trautner in der Schlussphase, als sein Schuss am Pfosten landete. Es war ein hochverdienter Sieg für den SV Plößberg, der nun in der Relegation alle Kräfte mobilisieren sollte, um einen guten Saisonabschluss zu feiern.

SC Eschenbach 0:2 (0:1) SpVgg Schirmitz

Tore: 0:1 (34.) Markus Peetz, 0:2 (77.) Johannes Bösl - Schiedsrichter: Moritz Schrenk (SK Heuchling) - Zuschauer: 400 - Rot: (45.) Alexander Wiesent (SCE) Umstoßen, (63.) Turan Bafra (SpVgg) Nachtreten

(sct) Schirmitz ist Meister, Eschenbach steigt in die Kreisklasse ab. Dabei waren die Rußweiher-Fußballer nicht die schlechtere Elf. Beide Teams hatten ihre Chancen. Die erste (21.) hatte Alexander Wiesent, doch der Schirmitzer Keeper klärte per Fußabwehr, danach setzte Wiesent einen Freistoß an den kurzen Pfosten (33.). Im Gegenzug ging der Gast nach einer Freistoßflanke in Führung. Markus Peetz stieg am höchsten und versenkte das Leder per Kopf ins lange Eck. Als Wiesent im Mittelfeld gefoult wurde, sprang er auf und stieß seinen Gegenspieler um. Schiri Schrenk zog Rot.

In Halbzeit zwei drückte der Sportclub trotz Unterzahl auf den Ausgleich. In der 63. Minute dezimierten sich auch die Schirmitzer selbst. Nach einem Foul an Bafra schaltete sich der Linienrichter ein und teilte dem Schiri ein Nachtreten des Gefoulten mit. So musste auch Bafra mit Rot vom Platz. Die Rot-Schwarzen nagelten nun den Tabellenführer phasenweise in der eigenen Hälfte fest. In der 77. Minute dann die Entscheidung, als Schirmitz nach einem ihrer wenigen Vorstöße in Halbzeit zwei einen Freistoß aus 18 Meter zugesprochen bekam, nahm Johannes Bösl Maß und traf direkt zum 0:2 der Gäste.

TSV Erbendorf 3:1 (2:1) SV Kohlberg

Tore: 0:1 (15.) Michael Baumann, 1:1 (30./Handelfmeter) Sandro Hösl, 2:1 (40.) Philipp Heindl, 3:1 (52.) Sandro Hösl - SR: Cengiz Gündüz - Zuschauer: 100

"Uns war schon klar, dass wir keine Chance mehr hatten auf Meisterschaft oder Relegationsplatz", sagte der Erbendorfer Trainer Roland Lang nach dem 3:1-Sieg gegen Kohlberg. "Die Gegner von Schirmitz und Plößberg waren einfach zu schlecht." Nicht besonders gut war auch seine Elf in die Partie gestartet. "Wir fanden schwer ins Spiel und mussten sogar noch einen Rückstand hinnehmen", so Lang. Mit zwei Standards, mit einem Handelfmeter und mit einem Freistoß, drehte der TSV die Partie. Nach dem Wechsel legte Sandro Hösl noch das 3:1 nach. "Für uns ist nächste Saison die Kreisliga sogar besser", freut sich Lang auf die vielen Derbys, unter anderem gegen Kemnath und Kulmain.

FC Weiden-Ost 5:2 (3:2) SV 08 Auerbach

Tore: 1:0 (15.) Nikolai Schulter, 2:0 (21.) Andreas Heller, 3:0 (27.) Michael Werner, 3:1 (32.) Daniel Maier, 3:2 (38.) Matthias Förster, 4:2 (78.) Michael Werner, 5:2 (86.) David Hofmann - SR: André Gilch (FC Freihung) - Zuschauer: 100

(gil) Die Heimelf begann nervös und hätte sich nicht über einen Rückstand beschweren dürfen, als ein Schuss von Maier am Pfosten landete. Nach zehn Minuten wachte der FC auf. Werner scheiterte an SV-Keeper Hutzler, den Abpraller drückte Schuller zum 1:0 über die Linie. Ein paar Minuten später schob Heller überlegt zum 2:0 ein. Das 3:0 ging auf das Konto von Hutzler, der über den Ball säbelte, Werner braucht nur noch einzuschieben. Das Spiel war eigentlich entschieden, hätte die FC-Abwehr im Anschluss nicht eklatante Schwächen gezeigt. So kamen die Gäste durch Maier und Förster praktisch ohne Gegenwehr zum 3:2-Pausenstand.

Nach dem Wechsel besannen sich die Ostler, vergaben aber mehrfach die Vorentscheidung. Erst kurz vor Ende machte Werner nach einem langen Ball den Deckel drauf. Hoffmann durfte kurz vor dem Ende den 5:2-Schlusspunkt setzen.

DJK Neustadt/WN 2:2 (0:0) FC Dießfurt

Tore: 1:0 (69.) Leroy Häffner, 2:0 (75.) Florian Prantzke, 2:1 (76.) Christopher Dotzler, 2:2 (77.) Simon Schmid - SR: Ulrike Schraml - Zuschauer: 100

(wsc) In einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte war die Dotzler-Truppe über weite Strecken das aktivere und optisch überlegene Team, im Angriff fehlte es jedoch an Durchschlagskraft. Der Gastgeber enttäuschte zunächst, fand keine Bindung zum Spiel und war vor allem in der Offensive total wirkungslos.

Nach deutlichen Worten in der Kabine betraten die einheimischen Akteure wie ausgewechselt das Spielfeld. Mehrfach brannte es im FC-Strafraum lichterloh. Als bei einem Freistoß fast an der Außenlinie alle mit einer Flanke rechneten, überlistete Leroy Häffner FC-Keeper Sebastian Käs mit einem Schuss ins kurze Eck. Neustadt blieb im Vorwärtsgang und nach Florian Prantzkes Lupfer zum 2:0 schien die Messe schon gelesen. Doch weit gefehlt. Die Gäste nützten Unkonzentriertheiten der offensichtlich sich schon in Feierlaune befindlichen Defensive der Dal-Elf eiskalt und stellten mit einem Doppelschlag innerhalb von 120 Sekunden durch Christopher Dotzler und Simon Schmid den Gleichstand her.

SV Neusorg 1:1 (1:1) DJK Irchenrieth

Tore: 1:0 ( 18.) Wolf, 1:1 (45 ) Tiryaki - SR: Willi Hirsch (Störnstein) - Zuschauer: 75 - Besonderes Vorkommnis: Der Irchenriether Scheidler verschießt Elfmeter

(ndi) Die Heimelf hatte sich vorgenommen, zum Abschied von Wegmann eine gute Partie abzuliefern. Und so begann sie auch und hatte schon nach einigen Minuten hochkarätige Torchancen. Schuller stand zweimal völlig blank vor TW Gilch, konnte den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Von den Gästen sah man in Hälfte eins wenig. Wolf hatte in der 18. Minute Glück und erzielte mit einem abgefälschtem Schuss die verdiente SV-Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff war die Neusorger Abwehr einmal nicht im Bilde und musste prompt den Ausgleich durch Tiryaki hinnehmen.

Anscheinend trug die Pausenpredigt des Spielertrainers der Gäste doch Früchte. Irchenrieth zeigte nun ein anderes Gesicht und stemmte sich vehement gegen die drohende Niederlage. Die DJK hatte nun einige gute Tormöglichkeiten, die aber der überragende Preis im Tor der Steinwaldelf zunichte machte. Kurz vor Schluss gab SR Hirsch einen sehr zweifelhaften Foulelfmeter, den aber Scheidler neben das Tor setzte.
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