Fußball
Kleiner Funken Hoffnung

Benjamin Werner (links), hier auf einem Archivbild in der Partie gegen Ansbach, erzielte für die SpVgg SV Weiden die 1:0-Führung. Die Wasserwerkelf musste allerdings noch den Ausgleich hinnehmen, freute sich aber über das kleine Erfolgserlebnis. Bild: af
Sport
Weiden in der Oberpfalz
21.11.2016
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Teilerfolg für die SpVgg SV Weiden. Mit einem 1:1 beim Würzburger FV entführten die Schwarz-Blauen endlich wieder einen Punkt auf fremdem Platz.

Würzburg. SpVgg-SV-Trainer Franz Koller war mit dem Auftritt seines Teams, das dem Favoriten einen beherzten Kampf auf Biegen und Brechen lieferte, zufrieden. "Es war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir haben die Ausfälle mit viel Leidenschaft wettgemacht und uns den Punkt mehr als verdient. Wir wollen jetzt nächste Woche gegen den FC Amberg nachlegen", sagte Koller nach der Partie. Sein Gegenüber Marc Reitmaier hatte einen ähnlichen Eindruck: "Klar hätten wir lieber gewonnen, was auch möglich gewesen wäre. Aber am Ende ist das Remis für beide Teams verdient, weil sie bei diesen Bedingungen viel investiert haben."

Fünf Akteure fehlten


Überraschend fand die Begegnung doch auf dem Rasenplatz und nicht auf dem Kunstrasen in der Sepp-Enders Sportanlage statt. Koller musste auf fünf wichtige Akteure verzichten, während Johannes Scherm kurzfristig doch zur Verfügung stand. Die SpVgg SV lieferte eine starke Auftaktphase und schnürte Würzburg mit frühem Angriffspressing, immer wieder vom emotional mitgehenden Koller angetrieben, in deren Hälfte ein. Erste Möglichkeiten ließen aber bis zur 26. Minute auf sich warten, als Marco Kießling nach einer Flanke von Lukas Hudec einen Schritt zu spät kam.

Im Gegenzug zeigte Dominik Forster erstmals sein Können gegen einen Versuch von Adrian Istrefi. Die Kontrahenten neutralisierten sich fortan und als die 305 Zuschauer schon mit dem Halbzeitpfiff rechneten, sorgte Benjamin Werner nach 628 torlosen Auswärtsminuten endlich wieder für ein Erfolgserlebnis. Eine schöne Einzelleistung von Kießling veredelte Werner trocken von der Strafraumkante zur Führung (44.).

Nach dem Wechsel antwortete der Gastgeber mit mehr Elan und Zug in seinen Angriffen. Michael Riester verhinderte nach einer Ecke auf der Linie den frühen Ausgleich (48.). Die Max-Reger Städter igelten sich aber nicht gänzlich in der eigenen Hälfte ein, sondern sorgten mit Kontern immer wieder für Entlastung. Trotzdem wurde der Würzburger Druck immer größer. Konnte Forster gegen den quirligen Hofmann mit einem Reflex noch retten (69.), war er wenig später beim Ausgleich von Istrefi machtlos, als dieser aus kurzer Entfernung nur einschieben musste(73.).

"Wichtig war, dass wir dann nicht wieder eingebrochen sind, wie die Wochen zuvor. Die Jungs haben weiter dagegengehalten", beschreibt Koller die letzten 15 Minuten, als sich beide Teams nochmals einen offenen Schlagabtausch lieferten und Möglichkeiten zum Sieg hatten. Die Größte davon vergab Werner in der 87. Minuten, als er an Heimtorhüter Koob scheiterte.

Samstag gegen FC Amberg


So stand am Ende die Punkteteilung fest, womit die SpVgg SV Weiden das formulierte Minimalziel erreicht hat. Es ist ein wichtiger Zähler für das Selbstvertrauen und Balsam auf die vor allem auswärts arg gescholtene Seele der Wasserwerkelf. Am Samstag um 14 Uhr geht es im Oberpfalzderby gegen den FC Amberg.
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