Fußball Kreisliga Nord
Folgt die nächste Abreibung?

Sport
Weiden in der Oberpfalz
10.09.2016
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Der SC Kirchenthumbach hat vor einer Woche eine 1:6-Klatsche vom FC Weiden-Ost bekommen. Der Spielplan der Kreisliga Nord meint es nicht besonders gut mit ihm. Am siebten Spieltag geht es zum ungeschlagenen Tabellenführer.

Als einziges Team ist Bezirksliga-Absteiger SV Kulmain (1./14 Punkte) noch immer ungeschlagen. Das soll auch nach dem Derby gegen den SC Kirchenthumbach (5./10) so bleiben. Vor einer vermeintlich leichten Aufgabe steht Verfolger SV Plößberg (2./12), der die junge Truppe der SpVgg SV Weiden (11./7) erwartet. Nach der Heimniederlagen gegen Kulmain will der TSV Erbendorf (3./12) umgehend in die Erfolgsspur zurück. Ob der SV Neusorg (8./8) den richtigen Partner dazu abgibt, wird sich zeigen.

FC Dießfurt So. 15 Uhr DJK Ebnath

Nach der einkalkulierten Niederlage beim großen Favoriten SV Plößberg stehen die Gastgeber unter enormen Erfolgsdruck, wollen sie vom Tabellenende weg. Nicht umsonst setzt Trainer Christopher Dotzler sein Team bewusst unter Druck. "Die volle Punktzahl muss in Dießfurt bleiben." Nur gut, dass Käs und Mosin in den Kader zurückkehren. Auf einen glücklichen Auswärtssieg in Neustadt/WN blickt DJK-Spielleiter Robert Söllner zurück. "Der dritte Sieg in Folge wäre eine tolle Sache", sagt Söllner. "Doch es wäre fatal, den Gegner am Tabellenstand zu messen." Es fehlen weiterhin Schinner und Rubenbauer, dafür kehren Trainer Sebald und Bader zurück.

FC Weiden-Ost So. 15 Uhr FC Tremmersdorf

Für die Hausherren ist es die zweite Partie binnen drei Tagen. Die Anfangsformation richtet sich also nach dem Freitagspiel. "Unabhängig vom Stadtderby treffen wir auf einen unangenehmen Gegner", weiß Weidens Coach Peter Kämpf. "Der Aufsteiger spielt aggressiv. Da müssen wir unbedingt dagegenhalten." Auf jeden Fall bedeutet für Kämpf, dass bei einem Heimspiel drei Punkte her müssen.

Noch offenbart der Aufsteiger Anlaufschwierigkeiten, um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. 13 Gegentore in sechs Spielen verdeutlichen die Schwächen des Gastes. Diese gilt es auf jeden Fall abzustellen, soll wenigstens eine Punkteteilung herausspringen. "Wir waren bisher in jeder Partie in der Lage zu punkten, zuletzt fehlte uns aber etwas Fortune", sagt Tremmersdorfs Spielertrainer Robert Schäffler. Taktgeber Michael Diepold ist wieder mit von der Partie, Fahrnbauer ist fraglich.

SVSW Kemnath So. 15 Uhr DJK Neustadt

Die Hausherren weisen eine ausgeglichene Bilanz von je drei Siegen und Niederlagen auf. Damit befinden sie sich im Mittelfeld, aber für einen Ex-Bezirksligisten vermutlich viel zu wenig. 13 Gegentore zeigen deutlich, wo der Schuh drückt. Mit einem Heimsieg würde die Mannschaft den Anschluss nach ganz oben wieder herstellen.

Der Gegner kommt überhaupt nicht in die Gänge. Er hat erst einen Sieg auf dem Konto, aber schon drei Niederlagen kassiert. Für ihn ist es an der Zeit in die Spur zu kommen. Eine weitere Niederlage würde die Gäste am Tabellenende festnageln. "Wir haben momentan einfach die Seuche. Individuelle Fehler in der Defensive werden sofort bestraft und im Angriff fehlt uns der Killerinstinkt", blickt DJK-Coach Mo Dal auf das unglückliche 1:2 gegen Ebnath zurück. In Kemnath will sich die DJK nicht verstecken, ein Punkt soll mitgenommen werden. Nachdem bis auf Jonas Stangl einige Verletzte zurückkehren, haben die Neustätder personell wieder mehr Alternativen.

SV Plößberg So. 15 Uhr SpVgg SV Weiden II

Gerne erinnern sich die Stiftländer an die letzte Saison. Damals gewannen sie zu Hause 5:0 und am Wasserwerk knapp mit 1:0. Aber das ist Schnee von gestern, denn die Gäste stellen heuer ein ganz anderes Team. Wollen die Hausherren ihrer Favoritenrolle gerecht werden, benötigen sie dringend einen Heimerfolg, um dem Tabellenführer auf den Fersen zu bleiben. SVP-Trainer Harald Walbert warnt: "Wir wollen natürlich gegen die SpVgg SV Weiden nachlegen. Aber Vorsicht: Viele gute junge Spieler mit einer sehr guten Ausbildung können sehr gefährlich sein." Rainer Fachtan, Jugendkoordinator bei den Gästen weiß um die schwierige Aufgabe. "In Plößberg wird es schwer zu punkten. Aber wir werden uns nicht verstecken." Dem routinierten Hausherren schiebt er die Favoritenrolle zu.

DJK Weiden So. 15 Uhr DJK Irchenrieth

Nach der unglücklichen Niederlage im Stadtderby am Wasserwerk steht der Aufsteiger enorm unter Erfolgsdruck. "Wir müssen endlich anfangen zu punkten", sagt Trainer Matthias Müller. "Wenn nicht jetzt, wann dann? Immerhin geht es geht einen Mitkonkurrenten." Erneut fallen Aha und Ertl aus.

Nach dem Sieg über Neusorg kehrte bei den Gästen erst einmal Ruhe ein. Aber ausruhen wäre fehl am Platz, ein Blick auf die Tabelle beweist das eindeutig. Um sich vom Gegner weiter abzusetzen, käme ein Auswärtssieg gerade recht. Für Irchenrieths Trainer Benny Scheidler gilt erstmal, nicht zu verlieren: "Wir wollen den Abstand zur DJK gleich halten. Das ist ein unangenehmer Gegner, wir müssen konzentriert und kompromisslos zu Werke gehen." Aber Scheidler ist optimistisch: "Die Einstellung und der absolute Siegeswille zeichnen uns zur Zeit aus." Fehlen werden Douhadji, Gyan, Groß, Tiryaki, Stolorz, Rozmara und Stipek.

SV Neusorg So. 15 Uhr TSV Erbendorf

Wegen des Nachholspiels vom Freitag haben die Hausherren schon ein Spiel in den Knochen. Die Anfangsformation hängt natürlich von dieser Partie ab. In Irchenrieth scheiterte die Heimelf an ihrer eklatanten Abschlussschwäche. Eine solche sollte sie sich nicht mehr leisten. Angst kennt SV-Trainer Roland Grüner keine, denn die Liga ist sehr ausgeglichen. "Da entscheiden oft Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage." Eller ist verletzt, der Einsatz von Neumann fraglich. TSV-Trainer Roland Lang will in Neusorg wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. "Dazu müssen wir die krassen Fehler abstellen und die Gegentore nicht wieder selbst erzielen." Scherer und Schönberger werden fehlen, dafür kehren Kastner und Zengin zurück.

SV Kulmain So. 15 Uhr SC Kirchenthumbach

Natürlich will der Gastgeber seine ungeschlagene Serie auch im Derby fortsetzen. Aber das wird nicht einfach, haben doch die Gäste nach der deftigen 1:6-Abfuhr gegen Weiden-Ost einiges zurechtzurücken. Es ist also Vorsicht geboten, gegen einen sicherlich angeschlagenen Gegner. Aufgrund einiger angeschlagener Spieler entscheidet sich die Anfangsformation kurzfristig.

"Nach der hohen 1:6-Niederlage gegen Weiden Ost erwarte ich ein anderes Gesicht meiner Mannschaft", versucht SC-Trainer Daniel Klempau sie wach zu rütteln. "Auf jeden Fall muss sich die Heimelf die Punkte redlich verdienen. Wir haben nichts zu verschenken."

Kreisliga Süd

SC Luhe-Wildenau So. 15 Uhr SC Germania Amberg

Der Aufwärtstrend beim SC Luhe-Wildenau ist erst einmal gestoppt. Die Mannschaft von Roland Rittner musste sich am letzten Spieltag verdient dem SV 08 Auerbach geschlagen geben und konnte dabei ihr Leistungsvermögen über weite Strecken der Partie nicht abrufen. Am Sonntag gastiert der SC Germania Amberg im Michael-Höhbauer-Stadion. Die Amberger belegen derzeit mit 10 Punkten Tabellenplatz 6 und sind neben Inter Bergsteig als einziges Team noch ungeschlagen.

Im letzten Spiel landeten die Germanen einen glücklichen Punktgewinn gegen Bezirksligaabsteiger Freudenberg. Erst in der 86. Minute gelang der Mannschaft von Thomas Ficarra der Ausgleich. Um die drei Punkte in Oberwildenau zu behalten, muss der SC Luhe-Wildenau wieder die Lauf- und Einsatzbereitschaft aus den Spielen gegen Traßlberg und Königstein zeigen, und die Chancen konsequent nutzen. Dabei kann Rittner auf den Kader der vergangenen Wochen zurückgreifen.
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