Fußball Landesliga Mitte
Munteres Wechselspiel

Auch lädiert im Tabellenkeller ist der SV Etzenricht mit Johannes Pötzl (links) zu einer Überraschung gut, gegen den Spitzenreiter fuhren sie drei Punkte ein. Gegen den SV Hutthurm soll es nochmal klappen. Bild: war
Sport
Weiden in der Oberpfalz
09.09.2016
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Es erinnert an ein Radrennen, bei dem jeder im Windschatten fahren will: In der Landesliga Mitte scheint auch kein Team ganz vorne bleiben zu wollen. Nach nur einem Spieltag ist der 1. FC Bad Kötzting den Spitzenplatz schon wieder los. Da sich die Top-Teams verlässlich Ausrutscher erlauben, wechselt die Tabellenführung fast jede Runde. Die obere Tabellenhälfte hat sich dadurch stark zusammen geschoben: Der Achte, TSV Bad Abbach, hatte vor dem 11. Spieltag nur drei Punkte weniger als der Erste.

Der Dritte, der TSV Waldkirchen, hatte bereits am Donnerstag die Chance, vorübergehend an die Spitze zu springen - doch er nutze sie nicht: Mit 1:3 unterlag der TSV beim SV Fortuna Regensburg. Am Samstag kann da oben aber trotzdem schon wieder alles anders sein. Denn dann treffen die Gebenbacher am Höhepunkt des Spieltages im direkten Duell auf den Verfolger aus Bad Kötzting - der Sieger ist sicher Ligaprimus.

Gebenbach will oben bleiben


Für die DJK Gebenbach war der 2:1-Sieg vergangene Woche in Ettmannsdorf ein hartes Stück Arbeit. Im Top-Spiel gegen den 1. FC Bad Kötzting am Samstag möchte die DJK ihre Spitzenposition vor dem Spieltag verteidigen. Viermal stand man in dieser Saison bereits ganz oben, nur einmal hielt man die Stellung über einen Spieltag hinaus. Hinter den ersten drei Teams lauern mehrere Mannschaften auf den nächsten Patzer: Der TSV Seebach (3./19) und der ASV Cham (5./18) stehen mit dem TSV Bad Abbach und der SpVgg Osterhofen vor lösbaren Aufgaben.

Der ASV Burglengenfeld hat am letzten Spieltag die Regensburger Fortunen mit 4:1 bezwungen. Mit dem zweiten klaren Sieg in Folge hat sich der ASV jetzt ans Spitzenfeld der Landesliga heran gesaugt. Als Siebter hängen die Burglengenfelder nur noch drei Punkte hinter der DJK Gebenbach. Am Freitag steigt das Absteigerduell in Ruhmannsfelden.

Die SpVgg beendete beim 3:0 in Osterhofen eine Durststrecke von sechs Spielen ohne Sieg. Mit dem Dreier gelang ihnen der Sprung auf Rang 14, für den ASV Burglengenfeld sollte das trotzdem machbar sein. Für den SV Sorghof gab es beim TSV Waldkirchen die nächste Niederlage, seit mittlerweile vier Spielen wartet der SVS auf einen Sieg, kein einziges Mal gelang mehr als ein Treffer. Das schaffte die Mannschaft von SV-Trainer Thorsten Baierlein ohnehin erst einmal in der Spielzeit - beim 4:0-Erfolg gegen Sturm Hauzenberg. In der Offensive klemmt's. Nur der Tabellenletzte Osterhofen hat noch weniger Tore (8) als die Sorghofer (10) geschossen. Vielleicht platzt beim SV-Angriff um Udo Hagerer, der bisher erst ein Tor erzielte, am Sonntag der Knoten. Der SV reist an die Grenze zu Tschechien, und Gastgeber SV Neukirchen b. hl. Blut hat mit 23 kassierten Treffern die zweitmeisten der Landesliga.

Nach zwei Wochenenden auf den letzten Platz sprang der SV Etzenricht durch den überraschenden 1:0-Erfolg beim 1. FC Bad Kötzting auf Position 15 - die höchste Platzierung seit dem zweiten Spieltag. Mit nun neun Punkten sieht die Situation nicht mehr so düster aus wie noch vor einer Woche. Jetzt heißt es: Nachlegen, um schnellstmöglich da unten rauszukommen. Am Samstag erwartet der SVE den SV Hutthurm, der bisher auch noch nicht oft überzeugte und auf dem elften Platz liegt.

Eng zusammengerückt


Einen Platz hinter die Etzenrichter ist der SC Ettmannsdorf gefallen. Am letzten Spieltag zeigte die Studtrucker-Elf eine starke Leistung, belohnte sich gegen eine clevere DJK Gebenbach aber nicht. Am Ende stand eine unglückliche 1:2-Heimniederlage. Die Moral und Form der SC-Spieler scheint jedoch zu stimmen. Von daher kann man optimistisch ins Spiel gegen den TSV Kareth-Lappersdorf gehen. Eine wichtige Partie, da der TSV nur drei Plätze und zwei Punkte vor dem SC liegt. Bei Kareth ist nach dem Zwischenspurt mit drei Siegen in Serie wieder Ernüchterung eingekehrt: Gegen den FC Sturm Hauzenberg setzte es die zweite Niederlage in Folge.

Damit ist Kareth wieder mitten drin im Tabellenkeller. Denn nicht nur in der Spitze, sondern auch ganz unten sind die Landesliga-Teams eng zusammengerückt. Ein Sieg und man springt drei, vier Plätze nach oben - oder fällt eben nach unten.
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