Fußball
Mit dem Sekt nach Störnstein?

Tobias Filchner und seine Störnsteiner wollen der DJK Weiden die Meisterschaftssuppe versalzen. Ob dies gelingt? Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
14.05.2016
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Die DJK Weiden (53) wird wohl den Sekt in der Kühlbox mit nach Störnstein nehmen. Dies aber unauffällig im Kofferraum, um nicht überheblich zu wirken.

Sollte dem Team von Trainer Matthias Müller ein Sieg gelingen, dann ist es am vorletzten Spieltag Meister in der Kreisklasse Ost. Aber das ist noch keine gelesene Messe, denn der SV würde dem Favoriten gerne in die Suppe spucken. Darauf spekuliert sicher Verfolger TSV Eslarn (48). Hinten ist der SV Pfrentsch weg und zwischen dem SV Floß (20) und TSV Pleystein (23) wird sich wohl der zweite Absteiger und der Relegant entscheiden.

SV Störnstein Sa. 15.00 DJK Weiden

Alles andere als den Steigbügelhalter wird der SV gegen den designierten Meister sein, das macht Trainer Tobias Schiener klar. Der zuletzt überzeugende Sieg und damit zementierte Klassenerhalt, Schiener spricht vom besten Fußball der letzten Wochen, lässt den SV befreit aufspielen. Gästetrainer Matthias Müller ist da schon etwas mulmig, aber er hat vollstes Vertrauen in seine junge Truppe, die nach einer katastrophalen ersten Hälfte in Luhe ihr wahres Gesicht zeigte. Sein Team sei heiß und möchte einen Spieltag vor Schluss eine Super-Saison krönen.

SV Floß Sa. 15.00 SV Altenstadt/Voh.

"Was blieb anderes übrig als bei Anadoluspor mit vollem Risiko auf Sieg zu spielen?", fragt der Flosser Coach Michael Nordgauer. Die Leistung war nicht schlecht, aber nun steht man endgültig mit dem Rücken zur Wand. Der Trainingsbesuch diese Woche mit vier oder fünf Akteuren lässt kein Aufbäumen vermuten. Frank, Schaller, Weig und Strobl sind zudem in Urlaub. Gästetrainer Stephan Schmucker geht es einzig und allein darum, seine hervorragende Bilanz auszubauen. Denn in den acht Spielen unter seiner Regie holte sein Team 16 Punkte und verbesserte sich vom Abstiegskandidaten auf Platz sieben. Seer wird fehlen.

SV Pfrentsch Sa. 15.00 SV Altenstadt/WN

Das war es dann für das Pfrentscher Team. Der Abstieg ist zwei Spieltage vor Schluss bitter. Nun gilt es, bereits jetzt den Blick auf die neue Saison zu richten. Ein letzter Heimsieg in der Kreisklasse wäre noch etwas Balsam auf die geschundene Seele. Beim Gast spricht Trainer Thorsten Trinkner nach dem Sieg gegen Vohenstrauß davon, dass die taktische Umsetzung wieder hervorragend war. Mit dieser Marschrichtung und der gleichen kämpferischen Einstellung will man in Pfrentsch auftreten. "Da wir nun nichts mehr mit einem Abstieg zu tun haben, können wir befreit aufspielen", so Trinkner.

SpVgg Vohenstrauß II Sa. 15.00 SV Anadoluspor

Von schwierigen Zeiten aufgrund der Personallage spricht man bei der "Zweiten" der SpVgg. Man weiß, dass mehr Potenzial im Kader steckt. Genau dieses will man im letzten Heimspiel mit einer starken Leistung abrufen und den Richtung Aufstieg ambitionierten Gästen ein Bein stellen. "Anadoluspor hat mehr als sein Saisonziel erfüllt", sagt der noch zwei Partien mitspielende Trainer Akram Abdel-Haq. Klar schielt der Gast noch mit einem Auge nach oben. Relegation wäre der absolute Traum. Da müsste aber neben der eigenen Leistung auch Eslarn mitspielen.

DJK Neukirchen/Chr. Sa. 15.00 FC Luhe-Markt

Für die DJK geht eine "gebrauchte" Saison zu Ende. "Das war sicherlich nicht die beste in den über zehn Jahren meiner Zeit als Trainer", sagt Hans-Jürgen Mühling. Er vermisst das Engagement im Team. Zu vielen scheint es egal zu sein, wie das Spiel zum Schluss endet. Beim Gast nimmt Trainer Georg Ramsauer trotz der 1:5-Niederlage sein Team in Schutz. Erste Halbzeit gut gespielt, 1:0 geführt und dann trat etwas ein, was Seltenheitswert hat. Man produzierte drei Eigentore. Ramsauer, der die letzten beiden Spiele auf Reha in Bad Windsheim ist, fordert sein Team auf, an sich zu glauben und alles in die Waagschale zu werfen, denn rechnerisch kann man noch mit der Relegation in Berührung kommen. Er wird vom Vorsitzenden Andreas Hammer vertreten.

SpVgg Pirk Sa. 15.00 TSV Pleystein

Für die SpVgg und Trainer Stefan Kleber geht es darum, im letzten Heimspiel nochmals eine gute Leistung zu zeigen und den zu Beginn der Saison nicht für möglich gehaltenen fünften Tabellenplatz zu verteidigen. Der Hinspielsieg (7:2) sollte dabei aus den Köpfen sein. Gästetrainer Bernd Reil ist überzeugt, dass in Pirk etwas geht, wenn sein Team die Chancen nutzt und hinten nichts zulässt. Gegen Eslarn war der TSV nicht schlechter als der Gast. Nur: Wenn man hinten steht, klebt das Pech an den Tretern. Schön und Zäch werden wieder zum Kader stoßen, dagegen steht hinter dem Einsatz von Windirsch ein Fragezeichen.

TSV Eslarn Sa. 15.00 FSV Waldthurn

Der Sieg in Pleystein war für den TSV wichtig und ein solcher wäre auch gegen den FSV von Vorteil. Die Gäste stellen die viertbeste Abwehr und darum fordert Trainer Markus Karl, dass die sich bietenden Chancen konsequent genutzt werden. Matthias Kaiser steht wieder für Matthias Kraus im Tor. Gästetrainer Markus Dagner resümiert, dass der Sieg gegen Pfrentsch nie in Gefahr war. Für ihn gilt, die kleine Serie ungeschlagener Spiele aufrecht zu erhalten und damit die durchwachsene Saison doch noch mit einem lachenden Auge zu beenden. "Personell sieht es allerdings duster aus", berichtet Dagner.

Kreisklasse Ost

25. Spieltag

Pirk - Pleystein Sa. 15.00

Vohenstrauß II - Anadoluspor Sa. 15.00

Pfrentsch - Altenstadt/WN Sa. 15.00

Neukirchen - Luhe-Markt Sa. 15.00

Floß - Altenstadt/Voh. Sa. 15.00

Störnstein - DJK Weiden Sa. 15.00

Eslarn - Waldthurn Sa. 15.00



1. DJK Weiden 24 49:25 53

2. TSV Eslarn 24 60:29 48



3. SV Anadoluspor Weiden 24 43:17 46

4. SpVgg Vohenstrauß II 24 49:36 39

5. SpVgg Pirk 24 58:52 36

6. FSV Waldthurn 24 44:35 33

7. SV Altenstadt/Voh. 24 41:42 32

8. SV Störnstein 24 42:43 31

9. SV Altenstadt/WN 24 36:43 31

10. DJK Neukirchen/St. Chr. 24 32:47 29

11. FC Luhe-Markt 24 38:54 28



12. TSV Pleystein 24 37:61 23

13. SV Floß 24 34:53 20

14. SV Pfrentsch 24 40:66 15
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