Fußball
Nullnummer im Spitzenspiel

Die SpVgg SV Weiden stand in der Defensive gut, erarbeitete sich aber nur wenige Chancen: Bei diesem Luftkampf zog Ralph Egeter (Zweiter von links) den Kürzeren. Die SpVgg SV trennte sich vom SV Seligenporten torlos. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
14.03.2016
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(hfz) Nichts wurde es für die SpVgg SV Weiden mit dem erhofften Dreier gegen den Tabellenzweiten SV Seligenporten. Die Weidener liegen zwar nach dem 0:0 als Tabellenfünfter unverändert in Lauerstellung, aber der Rückstand auf Relegationsplatz zwei beträgt wie gehabt sieben Zähler.

"Ich kann mit dem Punkt leben, der Abstand nach vorne ist weiterhin nicht zu groß", meinte SpVgg-SV-Trainer Tomas Galasek nach dem Schlusspfiff. "Wir sind defensiv gut gestanden", lobte er sein Team und gab gleichzeitig zu: "Der Platz war schwer bespielbar. Da war es nicht einfach, gute Offensivaktionen zu schaffen." "Wir wussten, dass uns ein defensivstarker und gut eingespielter Gegner erwartet", sagte Florian Schlicker, Coach des SV Seligenporten. "Diese Weidener Abwehr zu knacken, ist nicht einfach. Vor allem, wenn der Boden nicht in perfektem Zustand ist."

In der Tat verdiente sich die Begegnung vom Spielerischen her zu keiner Zeit das Prädikat Spitzenspiel. Der Hauptgrund: Der Rasen im Sparda-Bank-Stadion präsentierte sich, der Jahreszeit entsprechend, als holpriges Geläuf. So hatten die meisten Spieler Probleme bei der Ballkontrolle und verloren dadurch entscheidende Zehntelsekunden, um das Spiel schnell zu machen und so die gegnerische Abwehrreihe zu knacken. Das am häufigsten gebrauchte Stilmittel waren lange Bälle auf die wuchtigen Stürmer beider Teams, um das Mittelfeld schnell zu überbrücken. An Einsatz und Zweikampfstärke waren sich beide Kontrahenten ebenbürtig, was zur Folge hatte, dass um jeden Zentimeter gerungen wurde.

Bis zur ersten Großchance dauerte es gut eine halbe Stunde, und die eröffnete sich per Zufall für die Gäste: Andreas Wendl und Dominik Forster versuchten eine Situation spielerisch zu lösen, der Ball versprang und Patrick Hobsch schob den Ball aus 14 Metern nur knapp am leeren Tor vorbei (32.). Der gleiche Akteur traf wenig später nach einer Einzelaktion nur den Pfosten (38.). Die SpVgg SV wurde in der ersten Hälfte nur durch einen Freistoß von Rafael Wodniok gefährlich, den Julian Schäf kurz vor der Linie per Kopf klärte (23.).

Im zweiten Durchgang entwickelte der Gastgeber mehr Druck nach vorne. Einen tollen Angriff über die linke Seite, initiiert durch den agilen Lukas Hudec, schloss Thomas Wildenauer aus kurzer Entfernung mit einem Schuss über das Tor ab. Seligenporten agierte optisch überlegen, kam aber kaum zu Chancen, was vor allem an der Weidener Zweikampfstärke lag. "In Hälfte zwei waren wir nicht mehr so zwingend, da hatte sich der Gegner besser auf uns eingestellt", erklärte Schlicker. Vor allem Andreas Wendl und Alexander Jobst ließen in der Innenverteidigung nichts anbrennen gegen die starken Offensivspieler der Gäste. Während die SpVgg SV hinten nichts mehr zuließ, eröffnete sich in der 88. Minute die große Möglichkeit für den "Lucky Punch". Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum kamen allerdings Jobst und Josef Rodler einen Schritt zu spät. So blieb es beim gerechten Unentschieden.
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