Fußball-Relegation
Burglengenfeld verzichtet auf zusätzliche Chance

Philipp Sander (rechts) und seine Burglengenfelder Teamkollegen stehen vor dem Bayernliga-Aus. Nach dem 1:3 gegen den TSV Bogen stehen die Chancen im Rückspiel schlecht. Eine weitere Relegationschance will der ASV dann nicht mehr wahrnehmen. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
03.06.2016
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Burglengenfeld. Es geht nicht mehr. "Wir sind einfach platt", sagt Matthias Bösl. Die Saison hat jede Menge Kraft gekostet. Und nicht nur diese Spielzeit: "Wir spielen jetzt die dritte Relegation in vier Jahren", erklärt der Trainer des ASV Burglengenfeld weiter. Der Aufsteiger steht vor dem Abstieg, das Relegations-Heimspiel der zweiten Runde gegen den TSV Bogen wurde mit 1:3 verloren, nur noch ein Wunder kann den ASV im Rückspiel am Samstag in Niederbayern helfen (Bericht im Kasten).

Doch plötzlich gibt's noch ein Hintertürchen für die Relegationsverlierer. Durch den Aufstieg des SSV Jahn Regensburg in die 3. Liga hat sich alles nach oben verschoben, in der Regionalliga Bayern ist ein Platz frei geworden und somit auch in den Bayernligen. 35 Vereine (darunter der FC Amberg und die SpVgg SV Weiden) stehen für die zweigeteilte Liga fest. Die Funktionäre wollen aber natürlich mit zwei 18er-Ligen spielen. Die drei Verlierer der zweiten Relegationsrunde (neben Burglengenfeld wahrscheinlich der VfL Frohnlach und der SV Erlbach) sollen nun einen weiteren Bayernligisten ausspielen. Dabei sollte jedes Team gegen das andere antreten. Das letzte Spiel würde am 14. Juni angepfiffen werden. "Wir machen nicht mit", sagt aber Bösl und bittet auch die ASV-Fans um Verständnis. "Ganz einfach gesagt, wir können nicht mehr."

Abschlussfahrt steht


Zudem steht nächstes Wochenende die Saisonabschlussfahrt nach Österreich an, das Hotel ist lange gebucht. "Die Spieler haben alles selbst bezahlt, sie würden auf ihren Kosten sitzen bleiben", erklärt der Coach, der seit fünfeinhalb Jahren beim ASV die erste Mannschaft trainiert. Selbst wenn sein Team am Wochenende, den 11. oder 12. Juni, den spielfreien Termin hätte, würde das alles keinen Sinn machen: "Man braucht ja auf das letzte Spiel auch eine ordentliche Vorbereitung." Das Ansinnen des Fußballverbandes, jetzt noch diese zusätzliche Relegation anzusetzen, findet er durchaus korrekt. Der ganze Relegationsmodus habe aber schon einen faden Beigeschmack. Dass noch ein Platz frei werden könnte, hätte man früher wissen können, lautet seine Kritik an die Verbandsfunktionäre.

Zudem ärgerte die ASV-Verantwortlichen, dass erst kurzfristig bekannt wurde, dass der Bayernliga-14. aus dem Norden doch nicht in die Relegation muss. Burglengenfeld hätte mit einem Sieg diesen Platz am letzten Spieltag erreichen können, schonte sich aber schon für die Relegation.

In einem Offenen Brief wandte sich der ASV am Freitag an Fans und Sponsoren. Dabei wurde auch bekannt, dass der TSV Bogen vorgeschlagen hatte, die drei Verlierer ebenfalls in die Bayernliga aufzunehmen. Somit hätte es zwei 19er-Ligen gegeben. Das wäre auch im Sinne des ASV gewesen. Doch jetzt ermitteln nur die anderen beiden Verlierer den 36. Bayernligisten.

Ganz einfach gesagt, wir können nicht mehr.ASV-Trainer Matthias Bösl zu einer möglichen Verlängerung der Relegation
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