Fußball
Rumpfmannschaft trumpft auf

Der Etzenrichter Martin Pasieka (rechts) stand auf vielfache Weise im Mittelpunkt beim Heimspiel des SV gegen Bayernliga-Absteiger SpVgg Ruhmannsfelden. Dem Stürmer unterlief zunächst ein Eigentor, danach erzielte er zwei Treffer zum 2:1-Pausenresultat und bereitete zwei Tore nach dem Wechsel vor. Bild: war
Sport
Weiden in der Oberpfalz
31.10.2016
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Der Etzenrichter Trainer Michael Rösch hat seit Wochen nur eine Rumpfmannschaft auf dem Platz. Aber die schlägt sich super. Das merkte auch Bayernliga-Absteiger Ruhmannsfelden.

Etzenricht. Einen wichtigen Schritt in die Richtung Klassenerhalt unternahm der SV Etzenricht. Er besiegte Bayernliga-Absteiger Ruhmannsfelden mit einem am Ende gerechtfertigten 4:2. Die Rumpfmannschaft von Michael Rösch ist damit seit vier Spieltagen ungeschlagen und holte acht Punkte.

"Mir fällt ein Stein vom Herzen, auch wenn es heute kein fußballerischer Leckerbissen war", kommentierte SVE-Abteilungsleiter Manfred Herrmann den Arbeitssieg. Bis auf die Durchhänger, jeweils zu Beginn der beiden Spielhälften, war auch Trainer Rösch mit der Vorstellung seiner Elf hochzufrieden. Sein Statement: "Den Ausschlag gab, dass wir die Tore genau zu den richtigen Zeitpunkten markierten und zurückgekommen sind, wenn es erforderlich war. Auch wenn uns einfache Passfehler unterlaufen sind. Wir haben einen kleinen und guten Schritt unternommen und wollen trotz der an die Substanz gehenden Ausfälle diesen Weg bis zur Winterpause beschreiten."

SpVgg Cheftrainer Erich Hagengruber, für den als "Feuerwehrmann" eingesetzten Nachfolger von Hans Mühl war es das Auswärtsdebüt, räumte ein, dass er sich das Spiel anders vorgestellt hätte. Mit dem Elan und der Moral seiner Truppe war er unterm Strich zufrieden, nicht aber mit der Inkonsequenz bei den Gegentoren und der Chancenverwertung.

Die bessere Ordnung und Kompaktheit, trotz zahlreicher Ausfälle, und die effektiveren Individualisten im blauen SVE-Dress entschieden das Sechs-Punkte-Match. Offen blieb die Frage, ob Martin Pasieka ein Hattrick gelang. Denn sein unglücklich erzieltes Selbsttor glich der Stürmer mehr als aus. Nach fehlerhaftem Timing zwischen SpVgg Torwart Mario Vogl und seinen Vorderleuten spurtete er dazwischen und erzielte das 1:1. Beim 2:1 zog der SV zwei Trümpfe. Marco Lorenz zog diagonal eine 40-Meter-Flanke punktgenau auf Pasieka und dieser köpfte aus 10 Metern über Vogl ins Tor. Matthias Dietl setzte noch einen Kopfball (43.) ans Kreuzeck und bediente zuvor Johannes Pötzl (38.), der auf dem tiefen Boden sechs Meter vor dem Tor ausrutschte.

Der Ruhmannsfeldner Alu-Treffer zum Auftakt der zweiten Halbzeit weckte den Offensivgeist der Rösch-Elf. Nach feinem Solo über die linke Außenbahn traf der agile Fabian Göbl (54.) den Außenpfosten und Dietl (58.) tauchte alleine vor Vogl auf, der aber glänzend reagierte. Nachsetzen lohnte sich. Pasieka stieg an der Grundlinie hoch und seine Kopfballvorlage verlängerte Dietl mit der Stirn zum 3:1 ins Netz. Spannung kam nach Bielmeiers Anschlusstor per Vollspann auf. Allerdings nur für drei Minuten, denn die passende Antwort hatte Pötzl parat. Er stieg höher als sein Beschatter, mit dem Scheitel gelang ihm das dritte Kopfballtor des Nachmittags. Die Flanke zog Pasieka von der linken Eckfahne auf den Schützen, lieferte den beiden Treffer auch den zweiten Assist.
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