Fußball
Schluss mit den Gemeinsamkeiten

So richtig jubeln will Thomas Wildenauer (links) auch nach den 90 Minuten gegen den TSV Großbardorf. Ob Rafael Wodniok (dahinter) seinen Kapitän nach einem Heimsieg über den Spitzenreiter einfagen kann? Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
06.04.2016
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Bayernliga-Spitzenspiel am Wasserwerk: Die SpVgg SV Weiden empfängt am Samstag um 16 Uhr den TSV Großbardorf. Die beiden Kontrahenten haben zwei Dinge gemeinsam.

Parallele Nummer eins: Seit neun Spieltagen führt der TSV Großbardof (56 Punkte/27 Spiele) die Tabelle der Bayernliga Nord an. Exakt genau so lange hat die SpVgg SV Weiden (48 Punkte/25 Spiele) nun schon den fünften Platz inne. Gut möglich, dass am 29. Spieltag die Wende im Titel-Endspurt eingeläutet wird. Parallele Nummer zwei: Mit jeweils 20 Gegentoren weisen beide Teams die besten Abwehrreihen der Liga auf. Wenn es nach Thomas Wildenauer geht, werden die Fans aber keine langweilige Nullnummer sehen. "Es wird reichlich Strafraumszenen geben", verspricht der SpVgg-SV-Kapitän im NT-Interview.

Herr Wildenauer, ihre Mannschaft ist seit 14 Punktspielen ungeschlagen. Macht Sie diese Serie ein Stück weit stolz?

Wildenauer: So eine Serie hatten wir zuletzt in jener Landesligasaison, als wir in die Bayernliga aufgestiegen sind. Natürlich ist man darauf stolz. Das gibt Selbstbewusstsein. Da geht einem das eine oder andere leichter von der Hand.

Gegen Großbardorf könnte die Serie zu Ende gehen. Wie gut sind die Chancen, dass Sie auch die 15. Partie erfolgreich überstehen?

Wildenauer: Bei solchen Spielen stehen die Chancen meist 50:50. Da können Kleinigkeiten wie Standardsituationen entscheiden. Wir werden aber alles für einen Sieg geben.

Im Hinspiel setzte es eine 1:2-Niederlage. Die Gegentore fielen jeweils unmittelbar zu Beginn der beiden Halbzeiten. Solche Schlafmützigkeiten kann sich die Mannschaft diesmal nicht erlauben ...

Wildenauer: Die beiden Spiele sind nicht vergleichbar. Ich denke, wir werden diesmal vom Kopf her wacher sein.

Der lange Zeit scheinbar souveräne Spitzenreiter scheint zu wackeln. 0:1 gegen TSV Aubstadt zu Hause, 3:3 beim insolventen FCE Bamberg - Großbardorf hat an Souveränität eingebüßt ...

Wildenauer: Natürlich verfolgen wir die Ergebnisse und sortieren die Tabelle. Scheinbar läuft es beim Gegner derzeit nicht zu 100 Prozent. Wir wollen dies natürlich zu unseren Gunsten ausnutzen.

Mit jeweils 20 Gegentoren stellen Weiden und Großbardorf die beiden besten Defensivreihen. Müssen sich die Zuschauer auf eine
torarme Partie und eine Geduldsprobe einstellen?


Wildenauer: Das glaube ich nicht. Wir spielen einen guten Fußball nach vorne, Großbardorf ist für schnellen Konterfußball bekannt. Es wird reichlich Strafraumszenen geben.

Mit einem Sieg würde sich die SpVgg SV zu einem Titelkandidaten emporschwingen. Seid Ihr auch mental dazu bereit?

Wildenauer: Wir haben immer von Spiel zu Spiel geschaut. Und das wird sich auch nach einem Sieg nicht ändern. Die Mannschaft ist hungrig und will das Beste herausholen.

Großbardorf, Seligenporten, Hof und Eichstätt - das sind neben Weiden die Titelanwärter. Wen schätzen Sie am stärksten ein?

Wildenauer: Vom Spielerischen her ist Seligenporten das Nonplusultra. Das bringen sie aber nicht immer auf den Platz. Wenn es nach der aktuellen Form geht, ist wohl Hof ganz stark einzuschätzen.

In den letzten Wochen sind außerhalb des Platzes einige Personalentscheidungen gefallen. Vom Sportlichen Leiter Christian Stadler hat sich die SpVgg SV getrennt, zuletzt ging Technischer Leiter Thomas Binner von Bord. Wie sehr tangiert Euch das?

Wildenauer: Natürlich unterhalten wir uns als Spieler darüber. Aber es muss weitergehen. Ich denke, das wirkt sich nicht negativ auf unsere Leistung aus. Wir haben ja mit dem 5:0 in Bamberg ein Ausrufezeichen gesetzt.
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