Fußball
SpVgg SV beim Oberpfalzderby

SpVgg-SV-Trainer Tomas Galasek (Mitte) berät sich mit Thomas Schneider (rechts) und Ralph Egeter. Die Weidener wollen sich im Derby in Amberg von einer besseren Seite zeigen als zuletzt beim 1.3 gegen den Würzburger FV. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
02.08.2016
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Knapp eineinhalb Jahre hat's gedauert, ehe die beiden wieder aufeinandertreffen: Der FC Amberg erwartet an diesem fünften Spieltag die SpVgg SV Weiden zum ewig jungen Oberpfalzderby in der Bayernliga Nord.

Anstoß zu dem Fußball-Schlager ist um 18.30 Uhr im Stadion am Schanzl. Für beide Mannschaften kommt der Begegnung eine wichtige Bedeutung zu, geht es doch darum, den Anschluss an obere Tabellenregionen zu halten. Die SpVgg SV (10. Platz) rangiert einen Punkt hinter dem Regionalligaabsteiger von der Vils (4.).

Die Stimmungslage könnte in den beiden Lagern nicht unterschiedlicher sein. Während der FC Amberg am Sonntag mit einem 6:0-Sieg gegen den SV Erlenbach viel Selbstvertrauen tankte, zeigte die Wasserwerkelf bei der 1:3-Niederlage gegen den Würzburger FV eine der schlechteste Leistungen der letzten Monate. "Wir haben das Spiel analysiert und wissen, dass wir nur die ersten 25 Minuten Normalform hatten. Danach haben wir die Ordnung verloren und nicht mehr das gemacht, was uns stark macht. Das ist einfacher Fußball", blickt Trainer Tomas Galasek zurück. Der Ex-Profi deutet personelle Veränderungen für das heutige Derby an: "Wir werden auf jeden Fall etwas ändern müssen. Ich merke auch, dass sich der ein oder andere Spieler etwas zu sicher ist. Und da muss ich neue Reize setzen."

Mit Ralph Egeter kehrt ein wichtiger Baustein für die Offensive in den Kader zurück. Somit hat Galasek bei seinen Feldspielern die Qual der Wahl, denn auch Johannes Scherm ist nach seiner Brustkorbprellung vom Samstag wieder fit. Im Tor dagegen muss der Weidener Trainer diesmal improvisieren. Dominik Forster muss heute aus privaten Gründen passen. Jedoch bekommt die SpVgg SV Hilfe von einem alten Bekannten: "Tomislav Galovic wird heute im Tor stehen. Sein Pass ist immer in Weiden geblieben und er hat sich bereit erklärt, uns zu helfen", setzt Galasek überraschend auf den Kroaten, der zuletzt in der Saison 2014/15 im Weidener Kader stand.

Der FC Amberg hat den Abstieg aus der Regionalliga im Großen und Ganzen abgehakt. Nur ein Sieg und gerade einmal sieben geschossene Tore in 17 Rückrundenspielen waren zu wenig, um die Liga zu halten. "Da haben wir gemerkt, dass gegen die teils professionellen Vereine alles etwas schneller geht", berichtet SpVgg-SV-Rückkehrer Thomas Schneider. Nach einem großen Umbruch im Sommer, als mehrere Leistungsträger wie Michael Plänitz, Tobias Wiesner oder eben Schneider den Verein verließen, formulierte der FCA das Bayernliga-Saisonziel mit einem Mittelfeldplatz eher passiv. Schneider freut sich auf das Duell gegen seinen Ex-Verein: "Ich kenne viele Spieler schon länger. Es war trotz des Abstiegs ein schönes Jahr, in dem ich viel lernen konnte."

Der FCA verfügt trotz der Abgänge über ein starkes Aufgebot, welches unter anderem mit Sebastian Schulik vom SC Feucht und Michael Busch von der SpVgg SV verstärkt wurde. Beide werden heute allerdings wegen Verletzungen fehlen. Auch auf der Trainerbank gibt es mit Günter Brandl als Nachfolger von Timo Rost ein neues Gesicht. "Wenn wir eine top Einstellung bringen und unser Spiel machen, können wir einen Sieg einfahren", meint Brandl. Schneider hält dagegen: "Wir wissen, dass wir stark genug sind, um in Amberg etwas zu holen. Wenn wir uns wieder auf unsere Stärken konzentrieren, muss man uns erst einmal schlagen.".

Wir wissen, dass wir stark genug sind, um in Amberg etwas zu holen.Thomas Schneider
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