Fußball
SpVgg SV blickt nach vorne

Dominik Forster war für die SpVgg SV Weiden ein großer Rückhalt. Von 34 Spielen war er 33 Mal dabei, in 18 Partien blieb der Weidener Keeper ohne Gegentor und insgesamt kassierte er nur 23 Treffer. Bild: Eger
Sport
Weiden in der Oberpfalz
25.05.2016
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Josef Rodler.

Sie haben eine phänomenale Rückrunde gespielt. Trotzdem hat die SpVgg SV Weiden den Aufstieg und auch den Relegationsplatz auf der Zielgeraden verpasst. Trainer, Spieler und der Vorsitzende ziehen Bilanz.

"Die Enttäuschung ist natürlich im ersten Moment schon groß, weil wir so nahe dran waren", sagt Michael Riester einige Tage nach Saisonende und nachdem klar war, dass es nichts wird mit der Relegation. "Wir können trotzdem stolz sein. Das war eine überragende Saison von uns", blickt Keeper Dominik Forster zurück. Forster war einer der Garanten für eine starke Spielzeit. 18 Partien blieb der Weidener Keeper ohne Gegentor und kassierte insgesamt nur 23 Treffer. "Das ist eine super Bilanz, aber natürlich auch ein Verdienst der ganzen Mannschaft", gibt Forster das Lob an seine Vorderleute weiter.

Die Wasserwerkelf spielte die beste Rückrunde der gesamten Konkurrenz. "Wir haben am Anfang einfach zu viel liegen gelassen. Ein neuer Trainer, viele neue Spieler und ein neues System, das braucht einfach ein wenig Zeit", spricht Weidens Schlussmann den schwachen Saisonstart an, als sich die Elf am neunte Spieltag auf Rang 16 wiederfand. Was danach folgte, war eine beispiellose Serie. Zwischen dem 18.September 2015 und dem 26.April 2016 blieben die Max-Reger Städter 18 Spiele (14 Siege, 4 Remis) in Folge ohne Niederlage. In dieser Phase feierte die Galasek-Truppe mit einem 5:0 bei der DJK Don Bosco Bamberg den höchsten Saisonsieg und setzte sich im oberen Tabellendrittel fest. "Wir haben von Spiel zu Spiel mehr Selbstvertrauen getankt, " blickt Riester zurück.

Woran hat es in der Endabrechnung dann gelegen? "Du findest in einer langen Saison immer ein paar Szenen, wo du den fehlenden Punkt holen könntest. Das geht aber allen Teams so. Ich denke aber, dass die Niederlage im April gegen Hof ein Knackpunkt war", trauert Riester der verpassten Chance nach, den Konkurrenten auf sieben Punkte zu distanzieren. Mit 1:3 verloren die Galasek-Schützlinge diese Nachholpartie und kassierten damit die höchste Saisonniederlage. Auch der Trainer hat den ersten Schmerz überwunden: "Wir haben viele junge Spieler, die in der neuen Saison wieder ein Jahr mehr Erfahrung haben. Wir wollen nächstes Jahr von Anfang an oben dabei sein." Der Verein setzt dabei auf Kontinuität und hat bereits zu Jahresbeginn fast den kompletten Kader für die neue Saison gebunden.

Mit Matthias Heckenberger und Rafael Wodniok werden aber wohl zwei erfahrene Akteure die SpVgg SV verlassen. Mit dem ein oder anderen Neuzugang soll im neuen Jahr der Angriff auf die Regionalliga genommen werden, was auch Vorsitzender Kurt Haas bestätigt: "In den kommenden Jahren peilen wir den Aufstieg an. Vielleicht ist es gut, dass wir noch ein wenig Zeit haben und es nicht so schnell geht. Ich denke, dass vor allem die Bayernliga in der neuen Spielzeit für uns trotzdem eine interessante Liga ist."

Mit dem FC Amberg und der DJK Ammerthal kommen wieder zwei Derbygegner als Zuschauermagneten in die Liga und machen die Saison auch für die Fans reizvoller. 361 Zuschauer besuchten im Schnitt die Spiele im Sparda-Bank Stadion.

"Die Jungs sollen sich jetzt erholen und dann legen wir im Juni mit neuer Energie wieder los. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft zusammen haben werden", meint Galasek. "Etwas mehr Galligkeit und Selbstvertrauen täten uns noch gut. Wir haben die Qualität und müssen mehr an uns glauben, dann bin ich optimistisch", sagt Forster. Und Riester hat einen Wunsch: "Wir waren drei Jahre nahe dran. Jetzt ist es an der Zeit. Zumal ist es wohl meine letzte Saison ist. Da wäre ein Aufstieg nochmal etwas ganz Besonderes."
Du findest in einer langen Saison immer ein paar Szenen, wo du den fehlenden Punkt holen könntest. Das geht aber allen Teams so. Ich denke aber, dass die Niederlage im April gegen Hof ein Knackpunkt war.Michael Riester

28 Tore: Christian Breunig (SV Alemannia Haibach)

27 Tore: Martin Holek (SpVgg Bayern Hof)

24 Tore: Sebastian Schulik (1. SC Feucht)

17 Tore: Bastian Herzner (SC Eltersdorf); Atdhedon Lushi (VfB Eichstätt)

16 Tore: Florian Grau (VfB Eichstätt); Josef Rodler (SpVgg SV Weiden)

14 Tore: Benjamin Epifani (ASV Burglengenfeld)

12 Tore: Florian Bauer (SV Seligenporten); Ralf Egeter (SpVgg SV Weiden); Simon Snaschel (TSV Großbardorf)

11 Tore: Patrick Hobsch (SV Seligenporten); Alassane Kane (DJK Don Bosco Bamberg); Florian Pickel (1. FC Sand); Dominik Schütz (DJK Don Bosco Bamberg); Martin Thomann (TSV Aubstadt)
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