Fußball
SpVgg SV: Chance nur minimal

Mit seinem 12. Saisontor brachte Ralph Egeter die SpVgg SV Weiden in Eltersdorf auf die Siegerstraße. Die Schwarz-Blauen haben aber kaum noch Möglichkeiten, am letzten Spieltag zumindest die Regionalliga-Relegation zu erreichen. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
17.05.2016
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Mit seinem 12. Saisontor brachte Ralph Egeter die SpVgg SV Weiden in Eltersdorf auf die Siegerstraße. Die Schwarz-Blauen haben aber kaum noch Möglichkeiten, am letzten Spieltag zumindest die Regionalliga-Relegation zu erreichen. Bild: A. Schwarzmeier

Die SpVgg SV Weiden hat mit dem 3:0-Auswärtssieg beim SC Eltersdorf ihre Pflicht erfüllt. Allerdings haben sich trotz der drei Punkte die Chancen im Aufstiegskampf vor dem abschließenden Spieltag noch einmal verschlechtert.

Eltersdorf. Die Hoffnungen auf Ausrutscher der Konkurrenz waren vergeblich. Die Mitbewerber SV Seligenporten (2:1 beim VfB Eichstätt), SpVgg Bayern Hof (2:1 beim SSV Jahn Regensburg II) und TSV Großbardorf (4:0 gegen Don Bosco Bamberg) landeten allesamt Siege und verteidigten ihren Zwei-Punkte-Vorsprung gegenüber der SpVgg SV Weiden.

"Die Chancen sind natürlich jetzt gering. Es ist nur noch ein Spiel und es müsste viel passieren", meinte SpVgg-SV-Trainer Tomas Galasek nach dem Schlusspfiff. "Aber auch wenn es nicht klappt, haben wir trotzdem eine gute Saison gespielt."

Das Spiel beim SC Eltersdorf war eine klare Angelegenheit für die Oberpfälzer. Die Gastgeber mussten auf einige Akteure verzichten und so war der Spielverlauf für Heimcoach Hendrik Baumgardt schon vorgezeichnet: "Mit meinem heutigen Kader war nicht mehr möglich, als defensiv kompakt zu stehen und auf Fehler des Gegners zu warten. Diese hat Weiden nicht gemacht und somit geht das Ergebnis auch in Ordnung."

Bei der SpVgg SV kehrte Rafael Wodniok nach seiner Sprunggelenksverletzung in die Startelf für Michael Busch zurück, dafür rückte Lukas Hudec auf die linke Außenbahn. Die Wasserwerkelf agierte von Beginn an zielstrebig und kontrollierte die Partie. Die frühe Führung war die logische Konsequenz. Wieder einmal war Ralph Egeter nach einer Ecke zur Stelle und brachte seine Farben per Kopf in Front (9.). Weiden ließ nicht locker und legte durch Lukas Hudec per Elfmeter zum 2:0 nach (18.). Zuvor hatte SC-Keeper Rainer Hausner Egeter nur per Foul am Torabschluss hindern können. Für Galasek war dies die entscheidende Szene des Spiels: "Das 2:0 war wichtig. Wir haben nach dem ersten Tor konsequent weitergespielt. Das Elfmetertor hat dann für noch mehr Ruhe gesorgt."

In der Tat bekam man nie den Eindruck, dass Eltersdorf die Partie noch einmal spannend gestalten könnte. Weidens Torwart Dominik Forster verlebte einen ruhigen Nachmittag und musste lediglich in einer kurzen Drangphase der Heimelf zwischen der 50. und 65. Minute eingreifen. Bei Abschlüssen von Tobias Herzner (51.) und Tom Abadjiew (58.) war er ohne größere Probleme zur Stelle.

Danach fing sich die SpVgg SV wieder und hätte das Ergebnis weiter ausbauen können. Am Ende erschien aber nur noch Thomas Wildenauer auf der Anzeigetafel, der auf Vorarbeit des eingewechselten Enis Saramati für den Treffer zum 3:0 verantwortlich zeichnete (82.).

Rechte Freude über den Auswärtssieg wollte im Weidener Lager dennoch nicht aufkommen, da die Chancen auf ein Minimum gesunken sind (siehe Kasten). Somit wird am kommenden Samstag um 14 Uhr im Sparda-Bank-Stadion gegen den VfL Frohnlach der Liveticker der anderen Spiele eine große Rolle spielen.

SV Seligenporten darf nicht gewinnen(af) Im Aufstiegsrennen der Fußball-Bayernliga Nord hat die SpVgg SV Weiden schlechte Karten. Aufgrund der Ergebnisse am vorletzten Spieltag ist der Direktaufstieg nicht mehr möglich. Die Schwarz-Blauen haben lediglich noch eine vage Chance auf die Relegation zur Regionalliga Bayern. Und dies auch nur bei folgender Konstellation:

1. Die SpVgg SV Weiden (64 Punkte) muss am Samstag im heimischen Sparda-Bank-Stadion gegen den Tabellendrittletzten VfL Frohnlach unbedingt gewinnen.

2. Der SV Seligenporten (66) darf seine Partie gegen den um den direkten Klassenerhalt kämpfenden SV Erlenbach nicht gewinnen.

3. Im Duell zwischen der SpVgg Bayern Hof und dem TSV Großbardorf (je 66) muss es unbedingt einen Sieger geben.

Wenn diese drei Voraussetzungen eintreffen, hätte die SpVgg SV sowohl Seligenporten, da Weiden den besseren direkten Vergleich aufweist, als auch entweder Hof oder Großbardorf überrundet und wäre Relegations-Teilnehmer.

Keine Aufstiegschance hätte die Mannschaft von Trainer Tomas Galasek, wenn eine Sondertabelle punktgleicher Mannschaften entscheiden müsste. Die Schwarz-Blauen wären sowohl bei einer Sondertabelle mit vier als auch mit drei Teams jeweils Letzter.
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