Fußball
SpVgg SV: Es geht auch um die Ehre

Kein Fuß auf den Boden brachte die SpVgg SV Weiden in den vergangenen Partien. Im Heimspiel gegen die SpVgg Ansbach müssen die Schwarz-Blauen endlich den Hebel umlegen. Unser Bild zeigt einen Zweikampf zwischen dem Weidener Thomas Schneider (rechts) und dem Ex-Wasserwerkler Matthias Heckenberger bei der 2:5-Heimniederlage gegen den 1. SC Feucht. Bild: G. Büttner
Sport
Weiden in der Oberpfalz
07.10.2016
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Die SpVgg SV Weiden trudelt in der Bayernliga Nord aktuell von einer Verlegenheit in die nächste. Folgt im Heimspiel gegen die SpVgg Ansbach erneut eine Blamage?

Drei Spiele ohne Punktgewinn und 16 Gegentore belegen in erschreckendem Ausmaß den Negativtrend der Wasserwerkelf. Zuletzt setzte es bei der SV Viktoria Aschaffenburg eine 0:5-Pleite. Vor dem Spiel am Samstag um 14 Uhr im Sparda-Bank-Stadion gegen die SpVgg Ansbach verschärfte Trainer Tomas Galasek deshalb nicht nur die Trainingsintensität, sondern auch den Ton: "Wir haben genug geredet. Es muss einigen Spielern klar sein, dass wir uns so nicht präsentieren dürfen. Wir machen uns mit solchen Auftritten ja zur Lachnummer der Bayernliga."

Zugleich appelliert der Weidener Coach an die Ehre seiner Akteure: "Wir stehen in der Pflicht, dem Verein etwas zurückgeben. Wir als Mannschaft repräsentieren die SpVgg SV Weiden. Es muss sich jeder hinterfragen, ob er das weiter mit vollem Einsatz tut oder ob nicht eine neue Motivation woanders nötig ist." Auch seine eigene Personalie lässt Galasek nicht außen vor: "Klar hinterfrage ich mich selbst. Aber ich bin weiterhin mit vollem Herzen dabei, auch wenn ich selbst nicht immer alles richtig mache. Aber ich bin bereit, den Karren aus dem Dreck zu ziehen."

Zu viele Fehler


Es wird also nicht nur wegen des herbstlichen Wetters deutlich ungemütlicher rund um das Wasserwerk. Ohne Frage muss die SpVgg SV endlich die Kurve bekommen, um bis zur Winterpause nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel gezogen zu werden. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur einen Punkt. Wichtig ist vor allem, dass endlich die "Tage des offenen Tores" gezählt sind. "Das zieht sich schon durch die ganze Saison. Wir müssen die einfachen Fehler abstellen, die zu Gegentoren führen. Wir haben diese Woche an vielen Dingen gearbeitet, die hoffentlich heute schon greifen", erhofft sich Galasek im Defensivverhalten schnelle Verbesserungen. Die Notwendigkeit dazu belegt die Statistik: In den 14 bisherigen Saisonspielen setzte es bereits sechsmal vier oder mehr Gegentore für Keeper Dominik Forster.

Mit Tabellennachbar SpVgg Ansbach stellt sich ein Kontrahent im Sparda-Bank-Stadion vor, der in einer ähnlichen Ausgangslage steckt. Einen Punkt trennen die beiden Namensvetter nur voneinander und auch die Mittelfranken kamen in der Vorwoche beim 0:4 gegen den FC Amberg gehörig unter die Räder. Allerdings war Trainer Andreas Heid klar, dass nach dem Aufstieg aus der Landesliga Nordwest nur der Klassenerhalt zählt. Noch dazu, dass dieses Unterfangen mit dem nahezu identischen Aufstiegskader angegangen wird. Mit Sebastian Stolz, Andreas Engelhardt und Ilian Ivanov fehlen in Weiden drei wichtige Stützen. Achtgeben muss die SpVgg-SV-Defensive vor allem auf Stürmer Patrick Kroiß, der bereits sieben Treffer auf seinem Konto hat.

Auf der Gegenseite muss die SpVgg SV bis zur Winterpause auf Sturmführer Ralph Egeter verzichten. Egeter, der seit dem 6. Spieltag wegen eines Muskelfaserrisses nicht mehr zum Einsatz gekommen ist, wird in der kommenden Woche von einem Spezialisten untersucht. Dazu fällt mit Stefan Graf ein wichtiger Akteur aus schulischen Gründen weg.

Wir machen uns mit solchen Auftritten ja zur Lachnummer der Bayernliga.Tomas Galasek
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