Fußball
SpVgg SV heiß auf Großbardorf

Josef Rodler ist der beste Schütze der SpVgg SV Weiden. Wenn er auch gegen den TSV Großbardorf so abzieht, dann könnte er sein Trefferkonto von aktuell 14 Tore aufbessern. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
09.04.2016
61
0

Die SpVgg SV Weiden nimmt Anlauf auf den Gipfel: Mit einem Sieg im Bayernliga-Schlagerspiel gegen den Klassenprimus TSV Großbardorf würden den Schwarz-Blauen alle Türen offen stehen.

Acht Punkte liegen die Weidener aktuell hinter den Unterfranken zurück. Ein Dreier würde den Rückstand schon mal auf fünf Zähler verkürzen. In der Hinterhand hat das Team zudem die zwei Nachholspiele gegen den FC Eintracht Bamberg (12. April) und einen weiteren Titelkandidaten, die SpVgg Bayern Hof (26. April).

Ihr Selbstvertrauen ziehen die Weidener Spieler aus einer grandiosen Erfolgsserie. 14 Spiele sind sie nunmehr bereits ungeschlagen. Eine Bilanz, vor der auch Trainer Tomas Galasek den Hut zieht. "Um ehrlich zu sein: Ich weiß nicht genau, ob ich so eine Serie als Spieler schon einmal hatte. Wenn überhaupt, dann nur bei Ajax Amsterdam", sagt der Ex-Profi. "Aber bei Ajax ist das Gewinnen ja normal."

Konkreter wird Galasek, wenn es um die Ursachenforschung für den sportlichen Aufschwung geht. "Wir haben uns gefunden. Ein Rad greift ins andere, dazu gibt jeder Spieler immer Vollgas. So kommt auch von der Bank der nötige Schwung", nennt er die Gründe. "Und natürlich sticht unsere starke Defensive heraus."

In der Tat wurde der SpVgg-SV-Abwehrriegel lediglich 20 Mal in den bisherigen 25 Spielen geknackt. Ein Spitzenwert, den auch der TSV Großbardorf aufweist. Die "Gallier", wie sie auch genannt werden, haben den Platz an der Sonne seit neun Spieltagen inne. Aktuell zehrt die Mannschaft von Trainer Dominik Schönhöfer noch vom Punktepolster aus der Winterpause. Die Formkurve zeigt mit nur zwei Siegen aus den letzten sechs Spielen jedoch nach unten. Dennoch warnt Galasek vor den Stärken des Kontrahenten: "Großbardorf ist schwer zu spielen. Die Abwehrreihe ist zweikampfstark, dazu schalten sie nach vorne sehr gut um."

Im Hinspiel war die SpVgg SV Weiden über die meiste Zeit die dominierende Mannschaft. Durch zwei frühe Tore jeweils kurz nach Beginn der beiden Halbzeiten verloren die Max-Reger Städter dennoch mit 1:2 in der Bioenergie-Arena. Es war die vorerst letzte Niederlage der SpVgg SV in der laufenden Saison. Einer der damaligen TSV-Torschützen, Simon Snarschel (12 Saisontore), fällt wegen eines Innenbandrisses bis Saisonende aus. Der zweitbeste Torjäger, Shaban Rugovaj, fehlt in Weiden wegen eines Todesfalles in der Familie, er reiste in seine Heimat Kosovo. Mit Mittelfeldmotor Stefan Piecha (Rotsperre) fehlt dem Tabellenführer zudem ein weiterer wichtiger Spieler. "Piecha ist der Taktgeber der Mannschaft. Mal sehen, wie der TSV damit zurecht kommt", glaubt Galasek an eine Schwächung des Gegners.

In seinen eigenen Reihen dagegen sieht der Weidener Übungsleiter im Moment keine Probleme. Zuletzt feierte der Tabellenfünfte einen souveränen 5:0-Sieg bei der DJK Don Bosco Bamberg. "Der Auftritt in Bamberg war sehr couragiert. Jeder Spieler hat das abgerufen, was wir uns von ihm erwarten." Im Kader gibt es keine Änderungen. Thomas Wildenauer und Andreas Wendl waren zwar unter der Woche wegen Knöchelproblemen leicht angeschlagen, können aber am Samstag (Anstoß 16 Uhr) auflaufen.
Ich weiß nicht genau, ob ich so eine Serie als Spieler schon einmal hatte.Tomas Galasek vor dem Spitzenspiel über die Weidener Serie von 14 Spielen ohne Niederlage
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.