Fußball
SpVgg SV macht fast alles falsch

Nur wenig Raum hatten die Weidener Mittelfeldspieler gegen kompromisslos zu Werke gehende Würzburger. In dieser Szene kommt Thomas Schneider in Bedrängnis, links Stefan Graf. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
01.08.2016
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Nur wenig Raum hatten die Weidener Mittelfeldspieler gegen kompromisslos zu Werke gehende Würzburger. In dieser Szene kommt Thomas Schneider in Bedrängnis, links Stefan Graf. Bild: A. Schwarzmeier

Herber Dämpfer für die SpVgg SV Weiden. Mit einem 1:3 gegen den Würzburger FV kassierte die Elf von Trainer Tomas Galasek am 4. Spieltag der Bayernliga Nord bereits ihre zweite Saisonniederlage.

So kommt dem Oberpfalzderby beim FC Amberg am Dienstag um 18.30 Uhr im Stadion am Schanzl schon eine wichtige Bedeutung zu. Nur der Sieger wird den Anschluss an die vorderen Ränge zu diesem frühen Saisonzeitpunkt herstellen.

"Wir waren heute ein verdienter Verlierer und haben wenig bis nichts richtig gemacht. Ich denke, meine Mannschaft wird eine andere Seite von mir kennenlernen müssen", war Trainer Tomas Galasek nach der Niederlage bedient. Der Ex-Profi benannte auch die Defizite: "Wir haben heute träge und unkonzentriert agiert und sowohl offensiv als auch defensiv zu viele einfache Fehler gemacht. So kannst du in der Bayernliga kein Spiel gewinnen." Bei seinem Gegenüber Marc Reitmaier war die Laune um einiges besser: "Wir sind gut drauf und haben gewusst, dass wir auch einer Mannschaft wie Weiden wehtun können. Meine Spieler haben das heute überragend gemacht."

Drei Umstellungen


Galasek stellte seine Startformation im Vergleich zum Sieg in Frohnlach auf drei Positionen um. Ralph Egeter, Dennis Paulus und Christoph Hegenbart wurden durch Josef Rodler, Alexander Jobst und Stefan Graf ersetzt. Vor allem Graf tat dem Spiel der Wasserwerkelf zu Beginn gut. Er sorgte mit klugen Bällen dafür, dass eine spielerische Steigerung im Vergleich zu den letzten Wochen erkennbar war. Auch die erste Chance des Spiels durch Johannes Scherm nach einem Doppelpass mit Rodler wurde schön heraus kombiniert (10.).

Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Michael Riester wenig später das 1:0 erzielen hätte können. Seinen Kopfball aus sieben Metern nach einer Flanke von Graf parierte Gästetorwart Andre Koob reflexartig (18.). Kurz danach fiel aber die Führung für den WFV. Der quirlige Jonas Hofmann, den die Weidener Abwehr nie in den Griff bekam, setzte sich auf der rechte Seite energisch durch. Seinen Flachpass verwertete Adrian Istrefi sehenswert aus elf Metern mit einem Drehschuss unhaltbar für Keeper Dominik Forster in das linke Eck (28.).

Der schlechten Nachrichten für die SpVgg SV nicht genug, musste kurz darauf Scherm mit einer Brustkorbprellung den Platz verlassen. Paulus ersetzte ihn auf der Linksverteidigerposition. Das Gegentor zeigte Wirkung und vom guten Beginn der SpVgg SV war nichts mehr zu sehen. Beide Teams agierten abwartend und ohne großes Risiko bis zur Halbzeit.

Der Start nach dem Wechsel war umso furioser. Nach nur 90 Sekunden schickte Graf mit einem Traumpass Marco Kießling auf die Reise, der das Leder clever an Koob vorbei zum Ausgleich ins Tor spitzelte (47.). Die Unterfranken hatten aber die passende Antwort parat. Hofmann wurde an der Strafraumkante nicht attackiert und seine Volleyabnahme kullerte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck (49.). Nur vier Minuten später eine Kopie des ersten Treffers: Hofmann setzte Istrefi ein und dieser setzte die Kugel zur Vorentscheidung wieder in den Winkel (53.).

Hegenbart trifft Pfosten


Die Max-Reger Städter wirkten geschockt und brachten fast nichts mehr zustande. Nur ein Pfostenschuss des eingewechselten Hegenbart ist in der zweiten Halbzeit zu erwähnen (67.). Die Defensive der Gäste stand stabil, dazu machte es sich Weiden durch Abspielfehler selber schwer. Auf der anderen Seite zeigte die SpVgg SV ungewohnte Schwächen in der Defensive und konnte sich bei Forster bedanken, der bei Chancen von Lars Schmidt (73.) und Sebastian Götz (84.) zur Stelle war.

Ich denke, meine Mannschaft wird eine andere Seite von mir kennenlernen müssen.SpVgg-SV-Trainer Tomas Galasek
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