Fußball
SpVgg SV: Noch viel Luft nach oben

Die SpVgg SV Weiden schuf im Testspiel gegen den FSV Erlangen-Bruck nur wenige gefährliche Situationen vor des Gegners Tor. In dieser Szene suchen Ralf Egeter (rechts) und Stefan Graf vergeblich den Torabschluss. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
22.02.2016
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Statt einen Schritt nach vorne zu machen, hat die SpVgg SV Weiden den Rückwärtsgang eingelegt. Bei der 0:2 (0:1)-Testspielniederlage gegen den FSV Erlangen-Bruck zeigte der Fußball-Bayernligist eine ungenügende Leistung.

Weiden. (af) Das Leder laufen lassen, gelungene Spielzüge zeigen, an Sicherheit gewinnen - mit diesem Auftrag hatte Tomas Galasek seine Spieler am Sonntag auf den Kunstrasenplatz in Raigering geschickt. Zwei Wochen vor dem Restrundenauftakt am 5. März bei Alemannia Haibach sollte die Partie gegen den Landesligisten Erlangen-Bruck die Endphase der Vorbereitung einläuten. Nach 90 zähen Minuten zog der SpVgg-SV-Trainer jedoch ein ernüchterndes Fazit. "Wir waren im Gedanken immer einen Schritt zu spät. Mehrere Spieler sind noch nicht auf dem Hinrundenniveau", ärgerte sich der Tscheche nach dem Schlusspfiff. Und er gab zu: "Wir haben nach diesem Spiel mehr Sorgen als Freude."

Der Nachmittag verlief für die SpVgg SV nicht nur wegen des anhaltenden Nieselregens reichlich ungemütlich. Der Bayernligist bekam über 90 Minuten keinen echten Zugriff auf den eine Liga unter ihm spielenden Gegner. Den laufstarken und im Zweikampf aggressiv auftretenden Bruckern reichte eine solide Vorstellung, um die Weidener als Verlierer vom Platz zu schicken. "Die Bälle wurden zu weit gespielt, da war nicht das richtige Gefühl dahinter", kritisierte Galasek seine Spieler. Vor allem mit dem Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff war der Trainer nicht zufrieden: "Wir schauen nach der Balleroberung zuerst nach hinten statt nach vorne."

Vielleicht wäre das Testspiel erfreulicher verlaufen, wenn Thomas Wildenauer nach 120 Sekunden den Ball an FSV-Keeper Christian Stiegler vorbeigebracht hätte. So aber nützte auf der Gegenseite Mario Foth die erste Brucker Chance zum 0:1. (5.): Nach einem Ballverlust der SpVgg SV zog der Stürmer aus 13 Metern ab und das Leder zappelte im Weidener Netz. Die Wasserwerkelf bemühte sich, Ordnung in ihr Spiel zu bringen. Allerdings blieb es zumeist beim Versuch. Die FSV-Defensive stellte auf dem engen Platz geschickt die Anspielwege zu. Lediglich einmal lag der Ausgleich in der Luft, aber Ralf Egeter scheiterte nach einer Flanke am Brucker Torwart Stiegler (14.).

In der Halbzeitpause nahm Galasek fünf Wechsel vor. Ideenreicher und flüssiger wurde das Weidener Spiel jedoch nicht. Im Gegenteil: Je länger die Partie dauerte, um so zerfahrener gestalteten sich die Aktionen. Als Enrico Cescutti per Flachschuss auf 2:0 erhöhte, war der Überraschungssieg für den FV unter Dach und Fach. Beinahe hätte der Landesligist sogar den dritten Treffer erzielt, aber Nachwuchstorwart Felix Hofmann verhinderte Schlimmeres.

"Wir müssen uns bewusst sein, dass es am 5. März losgeht", erinnerte Galasek an den unabänderlichen Stichtag. Jeder müsse noch "an sich arbeiten", forderte der Coach. "Sonst sind wir nicht so vorbereitet, wie wir es sein sollten."
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