Fußball
SpVgg SV Weiden stürzt den Spitzenreiter

Mit seinem 15. Saisontor verlängerte Josef Rodler die stolze Serie der SpVgg SV Weiden. Die Schwarz-Blauen schlugen den bisherigen Tabellenführer TSV Großbardorf mit 1:0 und sind seit nunmehr 15 Punktspielen ungeschlagen. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
11.04.2016
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Mit seinem 15. Saisontor verlängerte Josef Rodler die stolze Serie der SpVgg SV Weiden. Die Schwarz-Blauen schlugen den bisherigen Tabellenführer TSV Großbardorf mit 1:0 und sind seit nunmehr 15 Punktspielen ungeschlagen. Bild: A. Schwarzmeier

Das sind die ganz wichtigen Punkte: Mit einem 1:0-Sieg über den bisherigen Tabellenführer TSV Großbardorf baute die SpVgg SV Weiden nicht nur ihre Erfolgsserie auf 15 Spiele ohne Niederlage aus. Jetzt reift auch der Traum vom großen Coup.

Trotz des Triumphs über den Spitzenreiter konnte sich die Wasserwerkelf in der Tabelle der Bayernliga Nord nicht verbessern und blieb, nachdem alle anderen Konkurrenten ebenfalls gewannen, vorläufig Fünfter. Die Schwarz-Blauen sind aber mehr denn je im Rennen um eine Spitzenposition. Den goldenen Treffer erzielte Josef Rodler in der 20. Minute. "Wir sind jetzt ganz oben mit dabei", freute sich der Torschütze.

"Weiden wollte Sieg mehr"


So richtig glücklich war auch Tomas Galasek. "Es war ein verdienter Sieg für uns. Wir haben wenig zugelassen. Jeder hat alles aus sich herausgeholt", sagte der SpVgg-SV-Trainer. "Ich bin stolz auf die Jungs." Auf der anderen Seite war der Coach der vom SV Seligenporten als Spitzenreiter entthronten "Gallier", Dominik Schönhöfer, trotz der Niederlage nicht ganz unzufrieden: "Wir haben unsere vielen Ausfälle gut kompensiert, auch wenn es am Ende nicht ganz gereicht hat. Weiden wollte den Sieg vielleicht etwas mehr als wir."

Bei der SpVgg SV begann Matthias Heckenberger im defensiven Mittelfeld für Rafael Wodniok, ansonsten spielte jene Startelf, die in der Vorwoche mit einem 5:0-Sieg bei der DJK Don Bosco Bamberg hatte aufhorchen lassen. Beiden Teams merkte man zu Beginn den gegenseitigen Respekt an. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die beiden besten Defensivreihen der Liga ihren Vorschusslorbeeren gerecht wurden. "Wir sind wieder sehr kompakt gestanden und haben nichts zugelassen. Aber auch bei den Gästen hat man gesehen, dass sie nicht ohne Grund oben stehen", meinte Weidens Keeper Dominik Forster.

Die Heimelf entwickelte nach verhaltenem Start mehr Druck auf das Gästetor. Nach einem ersten Weitschuss von Stefan Graf (8.) war es wenig später soweit: Ein weiter Ball von Thomas Wildenauer wurde von Großbardorfs Innenverteidiger Benjamin Freund unterschätzt, Rodler zog mit dem Leder nach innen und schob in Torjägermanier zum Führungstreffer ein (20.). Es war bereits das 15. Saisontor des Dießfurters. Die Gastgeber behielten danach stets die Kontrolle über die Begegnung, ohne aber zu weiteren Abschlüssen zu kommen. Die Gäste operierten nur über lange Bälle, die meist sichere Beute der umsichtigen SpVgg-SV-Viererkette um Andreas Wendl und Alexander Jobst waren. Lediglich eine Direktabnahme aus 18 Metern von Björn Schönwieser über das Tor brachte ein wenig Gefahr für das Weidener Gehäuse (34.). Zur Halbzeit musste Galasek verletzungsbedingt Jobst durch Dennis Paulus ersetzen. "Er hat einen Schlag auf die Wade bekommen. Es ist nichts Dramatisches, aber für das Spiel am Dienstag gegen Eintracht Bamberg könnte es eng werden", sagte Galasek.

Mehrere Konterchancen


Ein Bruch im Spiel der SpVgg SV durch die Auswechslung war nicht zu erkennen. Im Gegenteil: Die Offensive erarbeitete sich Chancen. Mit einer starken Aktion spielte Ralph Egeter seinen Kollegen Lukas Hudec alleine vor Torwart Marcel Wehr frei. Im letzten Moment versprang der Ball allerdings unglücklich (64). Kurz danach die umgekehrte Kombination: Egeter kam nach einem schönen Einsatz von Hudec nur einen Schritt zu spät (79.). Die "Gallier" suchten nun das Risiko. Allerdings mussten Standardsituationen herhalten, damit die Gäste gefährlich wurden. Zwei Kopfbälle von Manuel Leicht (66.) und Manuel Orf (86) gingen aber über das Gehäuse. Den Max Reger-Städtern boten sich Kontergelegenheiten, um das Spiel zu entscheiden. Jedoch fehlte der genaue Pass. Als Forster in der 93. Minute auch den letzten Kopfball von Orf nach einer Ecke entschärft hatte, kannte der Jubel im Weidener Lager keine Grenzen mehr. "Es ist schön, dass wir jetzt die beste Abwehr der Liga haben. Wir wollen weiter unsere Hausaufgaben machen und dann schauen wir mal, was noch drin ist", blickte der Schlussmann nach vorne.

Weiter geht es am Dienstagabend um 19 Uhr im Sparda-Bank Stadion mit dem Nachholspiel gegen den FC Eintracht Bamberg.
Es war ein verdienter Sieg für uns. Wir haben wenig zugelassen. Jeder hat alles aus sich herausgeholt.Tomas Galasek, Trainer der SpVgg SV Weiden
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