Fußball
SpVgg SV will am Drücker bleiben

Sport
Weiden in der Oberpfalz
30.07.2016
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In welche Richtung geht es bei der SpVgg SV Weiden? Bevor am Dienstag beim FC Amberg der erste richtige Härtetest auf die Wasserwerkelf wartet, heißt es eine Pflichtaufgabe zu erfüllen.

Und die heißt Würzburger FV. Die Unterfranken sind am Samstag um 14 Uhr im Sparda-Bank-Stadion zu Gast. Mit dem dritten Sieg im vierten Spiel könnten sich die Schwarz-Blauen zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison im vorderen Bereich der Tabelle etablieren.

"Nach der Auftaktniederlage in Aubstadt haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Der Start ist bislang ganz ordentlich", zeigt sich Stürmer Christoph Hegenbart zufrieden mit der Ausbeute von sechs Punkten aus drei Partien. Der 30-Jährige weiß die letzten beiden Dreier aber richtig einzuschätzen: "Natürlich hätten wir souveräner gewinnen können, aber am Ende zählen nur die Ergebnisse." Hegenbart ist wesentlich mit daran beteiligt, dass die Weidener aktuell Tabellenplatz vier in der Bayernliga Nord einnehmen. Beim 2:0 gegen die DJK Ammerthal steuerte er einen Doppelpack zum Heimsieg bei.

Versetzt ans Kepler


In der vergangenen Saison noch hatte der Offensivspieler kaum Gelegenheit, um Bayernliga-Tore zu bejubeln. Da er als Gymnasiallehrer in Dachau tätig war, konnte er nur unregelmäßig am Training teilnehmen und musste mit Einsätzen in der Kreisligamannschaft vorlieb nehmen. Diese Zeiten sind vorbei. In der aktuellen Saison gehört Hegenbart wieder zum Stamm des Bayernligateams, da er im Schuljahr 2016/17 am Kepler-Gymnasium in Weiden unterrichten wird und somit die von Trainer Tomas Galasek geforderten Trainingseinheiten absolvieren kann.

"Ich merke schon, dass noch ein paar Prozent vor allem bei der Fitness fehlen", gibt Hegenbart zu. "Wenn ich wieder regelmäßig trainiere wird das aber besser. Allein die Spielpraxis der letzten Wochen tat mir sehr gut." Auch Trainer Thomas Galasek ist froh, wieder auf den Außenstürmer bauen zu können. Damit eröffnen sich für den Coach neue Möglichkeiten: "Es kommen immer wieder Spieler zurück. Das ist natürlich gut, aber auch schwer zugleich für einen Trainer. Ich habe jetzt Alternativen und muss die richtigen Spieler finden."

So kann Galasek den Ausfall von Ralph Egeter, der gegen Würzburg wegen muskulärer Probleme aussetzen muss, womöglich verschmerzen. Zuletzt feierten mit Lukas Hudec und Stefan Graf wichtige Leistungsträger ihr Comeback. Dazu drängen sich die jungen Akteure für einen Startelfeinsatz auf. Zum Beispiel Marco Kießling. Mit seinen ersten beiden Bayernligatreffern bereitete er Galasek viel Freude: "Die Jungs machen das sehr gut. Wir dürfen sie aber auch nicht verheizen. Sie müssen geduldig sein und am Boden bleiben." Mit Josef Rodler und Alexander Jobst kehren gegen Würzburg zudem zwei Stammkräfte in das Aufgebot zurück.

3:0 letzte Saison


Mit dem Würzburger FV gibt ein Urgestein der Bayernliga seine Visitenkarte in der Oberpfalz ab. Das Ziel des Vorjahreszwölften ist der schnelle Klassenerhalt. In der letzten Saison trennte man sich in Unterfranken mit einem torlosen Remis und im Sparda-Bank-Stadion behielt Weiden mit 3:0 die Oberhand. Johannes Scherm, Rodler und Hegenbart waren die damaligen Torschützen. Letzterer wäre einem erneuten, persönlichen Erfolgserlebnis nicht abgeneigt, zumal er in früheren Spielzeiten regelmäßig um die 20 Tore für die SpVgg SV Weiden erzielte. "Natürlich wäre es schön, wieder an solche Marken anknüpfen zu können. Aber in erster Linie ist wichtig, dass wir gewinnen", stellt Hegenbart den Erfolg der Mannschaft in den Vordergrund.

Nach der Auftaktniederlage in Aubstadt haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Der Start ist bislang ganz ordentlich.Christop Hegenbart
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