Fußball
SV Kulmain fegt SVSW Kemnath vom Platz

Der FC Tremmersdorf feierte einen überraschenden 3:1-Sieg beim SV Plößberg. Gelb-Rot gab es in dieser Szene für FC-Akteur Philipp Tauber (blaues Trikot) nach dem Foul an Dimitri Lalenko. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
10.10.2016
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Der SV Kulmain durfte im Derby gleich fünfmal jubeln: Der Kreisliga-Spitzenreiter ließ dem Nachbarn SVSW Kemnath beim 5:1-Heimsieg keine Chance. Bild: A. Schwarzmeier

Wer in der Kreisliga Nord am 11. Spieltag spannende Derbys erwartet hatte, sah sich getäuscht. Sowohl in Kulmain als auch in Neusorg gab es klare Sieger.

Spitzenreiter SV Kulmain (1./26) machte mit dem SVSW Kemnath (6./16) nicht viel Federlesens und fegte den Nachbarn vor einer großen Zuschauerkulisse mit 5:1 vom Platz. Bereits zur Halbzeit war in Neusorg die Messe gelesen: Der Sportverein hatte bereits zu diesem Zeitpunkt den 3:0-Endstand gegen die DJK Ebnath (12./10) auf seinem Konto.

Der FC Weiden-Ost (2./24) trat beim Schlusslicht FC Dießfurt (14./7) zwar alles andere als souverän auf. Was zählt, sind aber der 2:1-Erfolg und die drei Punkte, womit die Ostler weiter Verfolger Nummer eins des SV Kulmain sind. Ihre Erfolgsserie fortgesetzt hat die SpVgg SV Weiden II (3./20). Nach 0:2-Rückstand wiesen die jungen Kicker den SC Kirchenthumbach (8./14) noch mit 4:2 in die Schranken und machten in der Tabelle einen weiteren Rang gut. Lange Gesichter dagegen beim SV Plößberg (4./19). Die Walbert-Truppe leistete sich eine unerwartete 1:3-Heimpleite gegen Aufsteiger FC Tremmersdorf (11./11), der ab der 67. Minute nur noch mit neun Mann spielte. Einen Rückschlag im Kampf um einen Spitzenplatz erlitt der TSV Erbendorf (5./18), der bei der DJK Irchenrieth (10./12) nicht über ein 0:0 hinaus kam. Unentschieden endete auch das DJK-Duell zwischen Weiden (9./12) und Neustadt (13./7).

SV Kulmain 5:1 (3:1) SVSW Kemnath

Tore: 1:0 (2.) Nicolas Pusiak, 1:1 (3.) Christian Ferstl, 2:1 (16.) Peter Dollhopf, 3:1 (26.) Lukas Reger, 4:1 (81.) Dollhopf, 5:1 (86.) Dollhopf - SR: Timmy Schlesinger (Vohenstrauß) - Zuschauer: 539

(sol) Einen verdienten Sieg gegen den Nachbarn aus Kemnath erspielte sich die Kulmainer Elf im Derby und bleibt somit weiter ungeschlagener Tabellenführer. Es waren noch nicht alle Zuschauer eingetroffen, als es bereits 1:1 stand. In der 2. Minute schlenzte Pusiak aus 16 Metern den Ball unhaltbar ins Kemnather Tor. Kulmain war noch mit dem Torjubel beschäftigt, als Ferstl umgehend nach einem Abwehrfehler für den Ausgleich sorgte. Die Gelb-Schwarzen waren jedoch daraufhin sofort wach und setzten vehement nach. Ein Freistoß von Pusiak ging noch ans Lattenkreuz, ehe wieder der agile Pusiak mustergültig Dollhopf (16.) zum 2:1 bediente. Kurz darauf gelang Lukas Reger nach schöner Körpertäuschung unhaltbar für den guten Gäste-Keeper Schlicht (26.) das 3:1.

Kulmain verwaltete in der Folgezeit souverän das Ergebnis. Kemnath blieb in der Offensive in einfach zu harmlos. Erst in der Schlussphase der Begegnung gelangen die aufgrund der überlegen geführten Partie verdienten abschließenden Treffer für Kulmain. Mit einem Doppelschlag von Dollhopf nach schön herausgespielten Kombinationen endete die Begegnung auch in dieser Höhe angemessen.

SV Plößberg 1:3 (0:0) FC Tremmersdorf

Tore: 0:1 (50.) Patrik Dittner, 0:2 (53.) Christofer Neukam, 1:2 (65./Foulelfmeter) Alexander Benner, 1:3 (90.) Günter Fahrnbauer - SR: Andreas Kink (SV Störnstein) - Zuschauer: 100 - Rot: (67.) Robert Schäffler (FC) wegen Tätlichkeit - Gelb-Rot: (67.) Philipp Tauber (FC) - Besonderes Vorkommnis: (25.) FC-Torwart Arnold hält Foulelfmeter von Stadler

(svp) Eine Heimpleite musste der SV Plößberg im Kirchweihspiel gegen den FC Tremmersdorf hinnehmen. Beim 1:3 gegen den Tabellenvorletzten boten die Hausherren eine schwache Leistung und schafften es trotz Überzahl nicht, gegen neun Gäste einen Treffer zu erzielen. Dabei begannen die Gastgeber gar nicht so schlecht. Sie versuchten druckvoll nach vorne zu spielen, konnten sich aber im Gästestrafraum nicht entscheidend durchsetzen. Der Aufsteiger stand massiv in der Abwehr und verteidigte geschickt. Mit einem torlosen Remis wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause gingen die Gäste innerhalb von drei Minuten mit 2:0 in Führung. Die Abwehr der Plößberger machte dabei nicht den besten Eindruck. Hoffnung keimte bei den Gastgebern auf, als Alexander Benner per Strafstoß den Anschluss erzielte. Doch die Hausherren agierten zu umständlich und zu ungenau und konnten sich selbst gegen neun Gäste nicht entscheidend durchsetzen. Im Gegenteil: In der Schlussminute mussten die Plößberger sogar noch das 1:3 hinnehmen.

FC Dießfurt 1:2 (0:1) FC Weiden-Ost

Tore: 0:1 (16.) Michael Werner, 1:1 (57.) Alexander Mosin, 1:2 (79.) Benedikt Sichert - SR: Endreß - Zuschauer: 70

(fs) Wie schon in Etzenricht versäumte es die Marschke-Elf, ihre Chancen zu verwerten und begünstigte den Gästen auch noch durch individuelle Fehler den Sieg. Eine Unachtsamkeit der FC-Abwehr nutzte Werner in der 16. Minute zur Gästeführung. Obwohl die Ostler die bessere Spielanlage präsentierten, kam die Heimelf durch Kaya (22.) und R. Hösl (32.) zu guten Möglichkeiten; Schmid vergab zudem in der 34. Minute. Die zweite Halbzeit begann der FC druckvoller und Mosin gelang in der 57. Minute per Kopfball der verdiente Ausgleich. Nur kurz darauf hatte Schmid die Chance zur Führung. Danach ließ man jedoch den Gästen zu viele Freiräume und leistete sich auch unnötige Ballverluste. In der 79. Minute verpasste Torwart Käß nach einer Ecke den Ball und Sichert markierte den glücklichen Siegtreffer für die Weidener.

DJK Irchenrieth 0:0 TSV Erbendorf

SR: Julian Neumeyer (Kümmersbruck) - Zuschauer: 100

(jhä) In einer an Höhepunkten armen Begegnung erkämpfte sich die Heimelf einen verdienten Punkt gegen die Spitzenmannschaft vom Steinwald. Beide Abwehrreihen hatten die gegnerischen Stürmer gut im Griff, so dass beide Torhüter während des gesamten Spiels kaum geprüft wurden. Nach dem Seitenwechsel wurde es in erster Linie durch unglückliche Abwehraktionen gefährlich. Zuerst köpfte Martin Kostka knapp am eigenen Tor vorbei, ehe Andreas Stolorz mit einem Querschläger die DJK fast ins Hintertreffen brachte. Auf Erbendorfer Seite war es Torwart Matthias Jahn, der kurz vor Schluss einen Eckstoß beinahe ins eigene Tor klatschte, im Nachfassen den Ball aber noch auf der Linie klären konnte. Kurz vor Schluss gelang es dem TSV-Torjäger Sandro Hösl, sich in Szene zu setzen. Er tankte sich auf halbrechter Position durch den Irchenriether Strafraum, schob den Ball aber aus spitzem Winkel freistehend vor Torwart Matthias Gilch am langen Pfosten vorbei. Aufgrund der ausgeglichenen Spielanteile und der mageren Chancenanzahl ist das Unentschieden leistungsgerecht.

SpVgg SV Weiden II 4:2 (1:2) SC K'thumbach

Tore: 0:1 (3.) Manuel Strauß, 0:2 (7.) Julian Lehner, 1:2 (23.) Patryk Bytomski, 2:2 (56.) Moritz Zeitler, 3:2 (62.) Tobias Bernkopf, 4:2 (89.) Josef Rodler - SR: Christian Hirsch (SV Floß) - Zuschauer: 60

(otr) Trotz erheblicher Personalprobleme bleibt die SpVgg SV Weiden II in der Erfolgsspur. Rainer Fachtan, der auch diesmal wieder an der Außenlinie stand, buchte den schnellen Rückstand seiner Jungs unter "wieder was gelernt" ab. Noch ehe sich die Gastgeber versahen, lagen sie durch Treffer von Manuel Strauß (3.) und Julian Lehner (7.) 0:2 hinten. Davon unbeeindruckt zog die Weidener U19 gegen die langen Kerls in der Gästeabwehr ihr Kombinationsspiel auf und kam in der 23. Minute durch einen Flachschuss von Patryk Bytomski zum 1:2. Der Anschlusstreffer war zugleich die Initialzündung für die Hausherren, die die Begegnung immer besser in den Griff bekamen.

Als nach dem Seitenwechsel Moritz Zeitler per direkt verwandeltem Freistoß den Ausgleich erzielte, deutete sich an, dass die Gastgeber mit einem Unentschieden nicht zufrieden sein würden. Sechs Minuten später machte Tobias Bernkopf mit dem Rücken zum Tor stehend per Drehschuss das 3:2. Trotz des knappen Vorsprungs zeichnete sich ab, dass die Weidener den Platz als Sieger verlassen würden. Zu offensichtlich war das spielerische Übergewicht. Josef Rodler, der schon an der Vorbereitung des dritten Treffers beteiligt war, trug sich in der 89. Minute selbst in die Torschützenliste ein und sorgte für den 4:2-Endstand.

DJK Weiden 1:1 (0:0) DJK Neustadt

Tore: 0:1 (18.) Philipp Gerlach, 1:1 (25.) Franz-Josef Birawsky - SR: Jürgen Schmirler - Zuschauer: 80

(asm) Von Anfang entwickelte sich ein rassiges Kellerduell. Nach fünf Minuten setzte der Neustädter Hanker einen Kopfball an den Pfosten. Von da an übernahm gab die Heimmannschaft das Kommando und hatte durch Ertl und Birawsky beste Einschussmöglichkeiten. In der 18. Minute wurde der stärkste Neustädter Gerlach freigespielt und brachte seine Farben mit 1:0 in Front. Nur kurze Zeit später unterschätzte Pöhlmann einen langen Ball von Ott und Birawsky konnte freistehend zum 1:1 einschieben.

Die zweite Halbzeit begannen beide Mannschaften mit offenem Visier, aber Neustadt hatte anfangs mehr vom Spiel. Hanker tauchte alleine vor Feiler auf, aber der gut aufgelegte Heimkeeper behielt die Oberhand. Auf der anderen Seite war es Treml, der aus acht Meter den Ball über das Gebälk jagte. Die größte Chance für Neustadt hatte Forster eine Viertelstunde vor Schluss, als er den Ball aus fünf Meter gegen die Latte jagte. Die Weidener standen den Gästen in nichts nach, denn kurz vor Schluss wurde Aha herrlich von Würl freigespielt, aber auch er scheiterte am Pfosten. So blieb es ein Spiel der vergebenen Torchancen, wobei das Unentschieden der DJK Weiden mehr hilft.

SV Neusorg 3:0 (3:0) DJK Ebnath

Tore: (19.) Rene Hupas, (24.) Sergej Schuller, (28.) Sergej Schuller - SR: Klaus Seidl (SV Störnstein) - Zuschauer: 100 - Gelb-Rot: (40.) Manuel Herrmann (SVN)

(cow) Ein einseitiges Lokalderby bekamen die Zuschauer zu sehen. Neusorg bestimmte von Anfang an klar die Partie, wies die deutlich reifere Spielanlage auf und entschied bereits in den ersten 45 Minuten die Sache zu seinen Gunsten. Für den Dosenöffner zeichnete sich Hupas verantwortlich, der eine präzise Kopfballvorlage von Wedlich eiskalt nutzte. Fünf Zeigerumdrehungen später vollendete Schuller eine maßgenaue Flanke artistisch zum beruhigenden 2:0. Und wiederum nur kurze Zeit später schlug der agile Schuller noch einmal zu, als er eine butterweiche Wedlich-Flanke gekonnt einköpfte. Ein höheres Resultat wäre bis zum Pausentee nicht unverdient gewesen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schickte der souverän leitende Schiedsrichter Seidl nach einer Meinungsverschiedenheit Manuel Herrmann mit Gelb-Rot vom Platz. Dezimiert konzentrierte sich Neusorg in Hälfte zwei vor allem auf die Defensive, blieb aber dennoch stets gefährlich und setzte immer wieder Nadelstiche. Ebnath wusste mit der Überzahl nicht viel anzufangen. Mehr als zwei gefährliche Abschlüsse sprangen nicht heraus.
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