Fußball
SV Kulmain zieht mächtig vom Leder

Der SV Kulmain gab im Derby bei der DJK Ebnath klar den Ton an. In dieser Szene setzt sich Andreas Zeltner (links) energisch durch; Teamkollege Andreas Ditschek hat die Beobachterrolle genauso wie der Ebnather Spielertrainer Markus Sebald (am Boden). Bild: Büttner
Sport
Weiden in der Oberpfalz
04.10.2016
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Der SV Kulmain gab im Derby bei der DJK Ebnath klar den Ton an. In dieser Szene setzt sich Andreas Zeltner (links) energisch durch; Teamkollege Andreas Ditschek hat die Beobachterrolle genauso wie der Ebnather Spielertrainer Markus Sebald (am Boden). Bild: Büttner

Spannend sieht anders aus: Der SV Kulmain (1. Platz/23 Punkte) fegte den Nachbarn DJK Ebnath (11./10) mit 7:1 vom Platz und verteidigte damit die Tabellenführung in der Kreisliga Nord.

Zur Kulmainer Freude ließen einige Verfolger Punkte. So endeten die Duelle zwischen dem SVSW Kemnath (6./16) und FC Weiden-Ost (2./21) sowie TSV Erbendorf (5./17) gegen SpVgg SV Weiden II (4./17) jeweils 3:3, wobei die Kemnather in der Schlussphase in Unterzahl einen 0:3-Rückstand egalisierten. Die Patzer der Konkurrenten nutzte der SV Plößberg (3./19), um sich mit dem 2:1-Erfolg beim SC Kirchenthumbach (7./14) auf Platz drei zu verbessern. Im Tabellenkeller reichte der DJK Irchenrieth (10./11) ein Treffer zum 1:0-Heimsieg über den FC Dießfurt (13./7). Die DJK Neustadt (14./6) wartet dagegen weiter auf den zweiten Saisondreier. Gegen den SV Neusorg (8./13) musste sich die Dal-Truppe mit einem unbefriedigenden 0:0 zufriedengeben. Die torreichsten 90 Minuten des 10. Spieltages gingen in Tremmersdorf über die Bühne: Dabei musste sich der FC (12./8) im Neulingsduell der DJK Weiden (9./11) mit 4:5 geschlagen geben.

DJK Ebnath 1:7 (0:4) SV Kulmain

Tore: 0:1 (36./Eigentor) Steinkohl, 0:2 (37.) Dollhopf, 0:3 und 0:4 (44./45.) Schicker, 1:4 (52.) Sebald, 1:5 (72.) Reger, 1:6 (76.) Reger, 1:7 (80.) Dollhopf - SR: Hanft (Marktredwitz) - Zuschauer: 200

(sö) Vor zahlreichen Zuschauern blamierte sich die DJK Ebnath gegen einen starken Gast aus Kulmain bis auf die Knochen. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und Ebnath kam 25 Minuten nicht aus der eigenen Hälfte. Nachdem diese Drangphase überstanden war, hofften die Einheimischen auf einen ausgeglichen Spielverlauf. Als jedoch nach einer feiner Einzelleistung der beste SV-Spielers, Marius Sokol, nur den Pfosten traf, stand beim Abpraller Steinkohl goldrichtig und brachte per Eigentor dem SV die verdiente Führung. Unmittelbar danach der Genickschlag durch das schnelle 0:2. Unglücklich war der unberechtigte Elfmeterpfiff des sonst guten Schiedsrichters, der einen Doppelschlag kurz vor der Pause einläutete. Mit Moral startete die Sebald-Truppe in die zweite Halbzeit und drängte nun den Tabellenführer in dessen Hälfte. Der Anschlusstreffer gelang, doch konnten die stark ersatzgeschwächten Ebnather gegen einen SV Kulmain in Bestbesetzung nicht nachlegen. Drei weitere Treffer in der Schlussphase waren zwar unnötig, doch die Nachbarn waren an diesem Tag einfach eine Klasse für sich.

SVSW Kemnath 3:3 (0:0) FC Weiden-Ost

Tore: 0:1 (59.) Nikolai Schuller, 0:2 (76.) David Hofmeister, 0:3 (78.) Alexander Funk, 1:3 (85.) Arthur Quast, 2:3 (89.) Florian Knodt, 3:3 (90.+2) Christian Ferstl - SR: Alexander Maisel - Zuschauer: 65 - Gelb-Rot: (48.) Markus Holzner (SVSW)

Zunächst deutete nicht viel darauf hin, dass das Spiel einen ungewöhnlichen Verlauf nehmen würde. Der SVSW Kemnath gestaltete die erste Hälfte optisch überlegen, wobei der FC Ost bei Kontern durchaus auch seine Chancen hatte. Nach dem Wechsel dann der Rückschlag für die Heimelf: Markus Holzner flog per Ampelkarte vom Platz. Die Überzahl nutzten die Gäste aus. Binnen 20 Minuten stellten sie den Spielstand auf 3:0. Niemand der Zuschauer gab noch einen Pfifferling auf die Gastgeber. Selbst als fünf Minuten vor Spielende ein Fehler im Weidener Spielaufbau zum Anschlusstreffer durch Arthur Quast führte, schien ein Punktgewinn für den SVSW in weiter Ferne. Doch weit gefehlt: Kemnath kämpfte, während sorglose Ostler sich bereits bei der Siegesfeier in der Kabine wähnten. Florian Knodt erzielte in der 89. Minute das 2:3 und in der Nachspielzeit sorgte Christian Ferstl für den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich.

DJK Neustadt 0:0 SV Neusorg

SR: Adrian Kohn (Amberg) - Zuschauer: 50

(wsc) Ein unterm Strich gerechtes Remis, das die Neustädter allerdings nicht weiter bringt. Bei widrigen äußeren Bedingungen sahen die wenigen Zuschauer eine an Höhepunkten arme Partie, in der sich das Geschehen über die gesamte Distanz weitgehend im Mittelfeld abspielte. Die Platzherren gingen mit großem Engagement zur Sache, doch fehlte bei eigentlich erfolgversprechenden Angriffszügen oft die Genauigkeit beim finalen Pass. Die Gäste agierten defensiver und versuchten sich mit schnellen Gegenzügen bei Ballgewinn. Vor dem Tor agierten beide Teams relativ harmlos. In Halbzeit zwei änderte sich das Bild nur wenig. Dabei kam die Dal-Elf hochmotiviert zurück und versuchte, das Spiel an sich zu reißen, um endlich mehr gefährliche Situationen zu kreieren. Doch schafft sie es momentan einfach nicht, den dazu notwendigen Druck aufzubauen. Aber auch die Grüner-Truppe riss keine Bäume aus.

FC Tremmersdorf 4:5 (2:2) DJK Weiden

Tore: 0:1 (8.) Zahn, 1:1 (26.) M. Diepold, 2:1 (27.) Quast, 2:2 (31./Handelfmeter) Ott, 2:3 (72.) Aha, 3:3 (76.) Eigentor, 3:4 (84.) Ott, 3:5 (91.) Birawsky; 4:5 (94./Foulelfmeter) Dittner - SR: Timmy Joe Schlesinger (SV Altenstadt/Voh.) - Zuschauer: 100

(rli) Im Aufsteigerduell sahen die Zuschauer neun Treffer. Die Heimelf leistete sich in der Defensive viele Nachlässigkeiten. Die frühe Gästeführung fiel durch Zahn per Kopf nach einem Freistoß. Mit einem Doppelschlag kam die Heimelf zurück. Einen Handelfmeter verwandelte Ott zum 2:2-Ausgleich, Torsteher Arnold war noch am Ball. Nach dem Wechsel legte Aha den Ball aus halblinker Position ins entfernte Kreuzeck zur Weidener Führung. Nach einem Eckball traf einer Weidner ins eigene Tor. Ott kopierte den Treffer von Aha und traf ebenfalls ins entfernte Kreuzeck. Einen Konter gegen die aufgerückte Heimelf verwandelte Birawsky zum 4:4. Den letzten Treffer zum Gästesieg erzielte Dittner per Foulelfmeter.

SC Kirchenthumbach 1:2 (0:1) SV Plößberg

Tore: 0:1 (41.) Fabian Klinnert, 0:2 (60.) Florian Stadler, 1:2 (62.) Simon Speckner - SR: Matthias Dresel - Zuschauer: 160

(dfr) Eine eiskalte Chancenverwertung bescherte den Gästen aus Plößberg am Ende drei Punkte. Die Gastgeber mussten in der 18. Spielminute den Ausfall von Felix Schraml verkraften, der nach einem unglücklichen Kopfballduell mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausschied. In der auf Augenhöhe geführten Partie gab es in Halbzeit eins gute Szenen auf beiden Seiten. Mit der ersten Torchance gingen die Gäste nach einem langen Ball durch Fabian Klinnert in Führung. Unbedrängt köpfte er ins lange Eck.

Nach der Pause nahmen die Gastgeber das Zepter in die Hand und machten Druck. Simon Speckner köpfte zum 1:1 ein. Der Treffer wurde aber zum Unverständnis aller vom schwachen Schiedsrichter abgepfiffen. In der 60. Minute traf Florian Stadler aus gut 20 Meter mit einem satten Schuss ins rechte Eck zum 0:2. Die Heimelf gab nicht auf und Simon Speckner verkürzte per Kopfball zum 1:2. Die Partie wurde nun zunehmend hektischer und härter. Viele Fouls und Gelbe Karten prägten die zweite Hälfte. Die Heimelf drängte auf den Ausgleich, jedoch ohne Erfolg.

TSV Erbendorf 3:3 (2:1) SpVgg SV Weiden II

Tore: 1:0 (12.) Dominik Lang, 2:0 (15.) Sandro Hösl, 2:1 (45.) Marco Kießling, 3:1 (66.) Sandro Hösl, 3:2 (84.) Moritz Zeitler, 3:3 (90.) Marco Kießling - SR: Patrick Rossow - Zuschauer: 120

(mr) Tolles Spiel, tolle Tore und am Ende totaler Frust: "Das ist schon bitter", sagte Erbendorfs Trainer Roland Lang nach dem Remis gegen die Bayernliga-Reserve. Die Gäste erzielten in der ersten Hälfte mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff das 1:2. Und sie glichen in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte zum 3:3 aus. Jeweils war Marco Kießling der Torschütze. Bei seinem letzten Treffer traf der junge Angreifer aus dem Gewühl heraus. Die Erbendorfer waren nach zwei feinen Kontern durch Dominik Lang und Sandro Hösl mit 2:0 in Führung gegangen und sie machten auch so ganz viel richtig.

Auch nach dem 3:1 durch Hösl nach gut einer Stunde sah es nach einem sicheren Sieg der Erbendorfer aus. "Wir hatten auch noch einige Chancen zum 4:1", berichtete Lang. Die Gastgeber machten den Treffer nicht und ließen somit die Gäste vom Wasserwerk im Spiel. Die junge Elf hatte schon vorher mit einigen guten Spielzügen überrascht. Und somit war der Punkt für die Gäste am Ende auch verdient, weil sie nie aufsteckten und bis zum Schluss an einen Punktgewinn glaubten.

DJK Irchenrieth 1:0 (1:0) FC Dießfurt

Tor: 1:0 (27.) Martin Kostka - SR: Michael Ott (SpVgg Vohenstrauß) - Zuschauer: 90 - Gelb-Rot: (45.) Simon Schmid (FC)

(jhä) Abnutzungskampf pur: Irchenrieth machte von Beginn an das Spiel, musste sich aber der aggressiven Spielweise der Gäste erwehren. Die erste torgefährliche Szene gehörte dem Team von Reinhard Marschke, als Simon Schmid einen Konter über die linke Seite mit einem Pfostenschuss abschloss. Die teilweise überharte Spielweise der Dießfurter führte auch zum Tor des Tages. Nach einem Foulspiel fand Marek Vit's Freistoßflanke den Kopf von Martin Koska, der abgeklärt aus sieben Metern einköpfte. Im Gegenzug musste Torwart Matthias Gilch mit einem Sensationsreflex klären und lenkte einen Kopfball aus kurzer Distanz per Fußabwehr an die Latte. Danach dezimierte sich Dießfurt selbst, nachdem Simon Schmid zuerst hart gegen Torwart Matthias Gilch einstieg und wenige Minuten später auch gegen Ersatztorwart Dominik Kummer überhart agierte. DJK-Kapitän Gilch musste mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden.

Nach der Pause begann die Heimelf druckvoll und kam zu mehreren guten Abschlüssen. Eine Doppelchance hatte dabei Parfait Douhadji, der zweimal aus kurzer Distanz an Gästekeeper Sebastian Käs scheiterte. Dießfurt versuchte nun in Unterzahl alle Reserven zu mobilisieren, konnte aber nicht mehr entscheidend in den Strafraum der DJK eindringen.
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